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Seekirchen-Coach beeindruckt

Schriebls "Raubtiere" zeigen Austria Grenzen auf

Grödig übergibt "Rote Laterne" an Wals-Grünau

Der Seekirchen-Express rollt auch über Austria Salzburg. Die Crew von Alexander Schriebl schlüpft gegen den Titelaspiranten in die Rolle des "Riesentöters" und gewinnt mit 3:1. Im Kellerduell fährt Grödig gegen das neue Schlusslicht Wals-Grünau das selbe Ergebnis ein und übergibt die "Rote Laterne". Der Ex-Bundesligist hofft im anstehenden Spiel gegen die Austria auf 1.500 Fans.

Wie schon gegen den FC Pinzgau und dem SAK 1914 schaffte es Seekirchen auch gegen den Titelaspiranten in Maxglan an seine Grenzen zu gehen.

Seekirchen "so nicht aufzuhalten"

"Wenn wir unsere 100 Prozent abrufen und eine derartige Energie entwickeln, sind wir nur schwer aufzuhalten", sagte Trainer Alexander Schriebl im Gespräch mit SALZBURG24.

Zwar spielten sich die Violetten durch Elvis Memic die ersten beiden Top-Chancen heraus, fanden aber stets in Keeper Nico Tezzele ihren Meister. Erst ein Angriff über die linke Seite, den Maximilian Grössinger einleitete und Alexander Reiter (53.) zum 1:0 vollendete, ebnete den Weg zum vierten Saisonsieg. Einzig beim Ausgleich durch Marinko Sorda (57.) war der überragende Tezzele geschlagen. Als Alexander Wassung nach einer Kopfballablage von Fabian Neumayr zum 2:1 einschob, waren die Seekirchener wieder auf Siegeskurs.

Austria Salzburg, Seekirchen, Regionalliga Krugfoto
Seekirchens "Raubtier" Alexander Wassung (re.) zog Marinko Sorda und der Salzburger Austria den Zahn.

Auch nach Formhoch hält Schriebl Ball flach

In der Defensive hielten die Innenverteidiger Tobias Wechselberger und Felix Eliasch die starke Austria-Offensive in Schach. "Zudem agierten die defensiven Mittelfeldspieler Fabian Büchele und Alexander Wassung wie Raubtiere. Das macht uns derzeit so stark". Nachdem Neumayr nach einem Vorderegger-Assist zum 3:1 einschob, war die Partie gelaufen.

Jedoch hielt Schriebl auch nach dem Triumph den Ball flach: "Von den Top zwei zu sprechen wäre vermessen. Wir wollen 'the pain in the ass' und ungut sein. Nur so können wir bestehen." Zudem sieht der Seekirchen-Coach 80 Prozent der Teams im Abstiegskampf, will den Fokus weiterhin hoch halten und "punkten, punkten, punkten."

Grödiger Führung sorgt für Unmut

Ebenso wertvolle Punkte für den Liga-Verbleib sammelte Grödig im Duell mit dem Tabellennachbarn Wals-Grünau. Beide Mannschaften neutralisierten sich über weite Strecken des Spiels. Das glücklichere Ende hatten aber die Mannen von Heimo Pfeifenberger. Nach einer strittigen Aktion, bei der Mersudin Jukic den Ball mit der Hand mitgenommen haben soll, entstand die Führung für den Ex-Bundesligisten.

"Der Linienrichter hat das Handspiel angezeigt, aber der Schiedsrichter (Thomas Steinbeck, Anm. d. Red.) überstimmte ihn, da es ja sein Spiel sei. Eine richtige Katastrophe", ärgerte sich Grünau-Trainer Franz Aigner.

Pfeifenberger reagiert auf Grünauer Umstellungen

Den fälligen Freistoß verwandelte Ex-Profi Jukic quasi mit dem Pausenpfiff sicher zum 1:0. Die Walser fanden nach Wiederanpfiff durch Stürmer Matthias Pichler (51.) vom Elfmeterpunkt zwar die richtige Antwort, gerieten in Abwesenheit von Abwehrboss Thomas Pertl nach einem Eigenfehler wieder ins Hinterteffen – Grödigs Danijel Vucanovic (61.) erhöhte auf 2:0.

"Erst nachdem wir zwei Mal das System umgestellt haben, waren wir so richtig griffig. Die Grünauer haben das über weite Strecken mit den taktischen Umstellungen sehr gut gemacht", sagte Grödig Coach Heimo Pfeifenberger, für den der Fehlstart nach nun drei Siegen in Serie schon längst Geschichte ist.

Keine Sorgenfalten bei Schlusslicht Wals-Grünau

Wals-Grünau warf in der Folge alles nach vorne, konnte aber nicht mehr ausgleichen. Mamadou Diallo (90. +1.) markierte in der Nachspielzeit den 3:1-Endstand. Somit sind die Aigner-Boys am Ende der Tabelle wiederzufinden. "Ja, wir sind Letzter und die Tabelle lügt nicht, aber wir haben immer gut mithalten können. Daher mache ich mir nicht allzu viele Sorgen. Einzig die Eigenfehler müssen wir abstellen und vorne zielstrebiger werden", resümierte Aigner, der im gesamten Herbst wohl auf Stürmer Pichler verzichten muss.

Der Angreifer absolviert ein Studium und wird dem Schlusslicht wohl nicht mehr zur Verfügung stehen können. Auch Christian Schnöll, der beruflich verhindert ist, wird beim "Freispiel" (O-Ton Aigner) gegen Pinzgau Saalfelden nicht mit an Board sein.

Grödig hofft auf 1.500 Fans gegen die Austria

Bereits am Samstag steht für den Ex-Bundesligisten das nächste Highlight an. Wenn am Samstag um 17 Uhr die Salzburger Austria zu Gast ist, hoffen Pfeifenberger und Co. auf 1.500 Fans. "Wir haben bei den Behörden angesucht und auch schon positive Rückmeldungen erhalten. Spätestens morgen wissen wir Bescheid, ob die erhöhte Zuschauerzahl genehmigt wird", sagte Pfeifenberger.

Regionalliga Salzburg: 9. Runde

  • SAK 1914 : Anif 0:4 (0:2)
  • Bischofshofen : Kuchl 1:2 (1:1)
  • Pinzgau Saalfelden : St. Johann    2:0 (1:0)
  • Grödig : Wals-Grünau 3:1 (1:0)
  • Austria Salzburg : Seekirchen 1:3 (0:0)
(Quelle: SALZBURG24)

Souverän! Anif schlägt SAK 1914

SAK, Anif, Regionalliga FMT-Pictures/TA
Anif (weiß) bezwingte den SAK 1914 in der neunten Regionalliga-Runde klar mit 4:0.

Die Dienstagabend-Partie zwischen dem SAK 1914 und Anif war eine klare Angelegenheit: Die Flachgauer setzten sich in der neunten Regionalliga-Runde mit 4:0 durch. Auch Pinzgau heimste gegen St. Johann einen Sieg ein. Kuchl bleibt hingegen dank "Doppelpacker" Seidl Tabellenführer.

"Ohne Maske kommt hier keiner rein", gab ein Ordner von Heimteam SAK gleich beim Eingang die Marschrichtung vor. Generell nahmen die Nonntaler die verschärften Corona-Maßnahmen sehr genau. Auch bei den zugewiesenen Sitzplätzen auf der Tribüne wurde beim SALZBURG24-Lokalaugenschein auf den nötigen Abstand geachtet.

SAK, Tribüne SALZBURG24/Andonov
Auf der SAK-Tribüne wurde Disziplin groß geschrieben. Personen, die nicht aus dem gleichen Haushalt sind, mussten einen Sitzplatz frei lassen.

Huremovic nützt SAK-Fehler aus

Richtig eng ging es dann ab dem Anpfiff auf dem Feld zwischen den beiden Mittelständern her. Bereits in der sechsten Spielminute köpfte Jonas Rainer nach einem Eckball bei der ersten SAK-Chance hauchdünn vorbei.

Auf der Gegenseite verfehlte Milos Savic (12.), der den angeschlagenen Goalgetter Mario Lürzer ersetze, mit einem Rechtsschuss nur knapp das Gehäuse.

In Minute 14 klingelte es dann: Der erst 17-jährige SAK-Rechtsverteidiger David Bergmeister rutschte bei einem Klärungsversuch aus und ermöglichte so Anifs Neo-Angreifer Alem Huremovic die Torchance, die dieser zur 1:0-Führung nutzte.

Mit Anifs Überlegenheit fällt das 2:0

Anif übernahm nun das Kommando und hätte durch Kapitän Rene Zia (21.) bereits den zweiten Treffer erzielen können – fast schon müssen. Doch SAK-Goalie Manuel Kalman konnte mit einer Fußabwehr klären.

Besser machte es dann Liefering-Leihgabe Alexander Briedl: Mit einem Linksschuss aus rund 20 Metern erhöhte der Anifer Neuzugang auf 2:0.

SAK, Anif, Alexander Briedl Krugfoto
Alexander Briedl erzielte Anifs 2:0-Führung gegen den SAK 1914.

Zia erhöht nach Konter zum 3:0-Endstand

Dem SAK fehlte Mittelfeld-Stabilisator Matthias Öttl schmerzlich. Stefan Federer, Julian Feiser und Co. warfen zwar alles in die Waagschale, zu richtigen Torchancen reichte es aber nicht.

Anif hingegen stand hinten stabil und machte in der 68. Minute alles klar: Christopher Bachleitner bediente nach einem Konter Zia, der beim Treffer zum 3:0 nur mehr den Fuß hinhalten musste. Den Schlusspunkt setzte Joker Thomas Höltschl (86.) zum 4:0-Endstand. Im Großen und Ganzen ein sehr souveräner Auftritt der Anifer.

So verloren die Städter auch das siebte Spiel in den letzten zehn Duellen. Für Georg Hauthaler war es seit der Übernahme als Chef-Trainer der zweite Sieg in der vierten Partie.

Pinzgau siegt im Süd-Derby

Im Parallelspiel ging der FC Pinzgau im Süd-Derby gegen St. Johann mit 2:0 als Sieger vom Platz. Im 300. Spiel von Urgestein Tamas Tandari (zehn Jahre beim Klub) traf Dominik Kirschner (24.) per Freistoß zum 1:0, Alfusainey Jatta (81.) erzielte den 2:0-Endstand.

"Es war ein mehr als verdienter Erfolg. Wir haben heute sehr gut als Mannschaft verteidigt, keine Chancen des Gegners zugelassen, ein ansprechendes Spiel gezeigt und uns wieder viele Möglichkeiten erspielen können", resümierte Pinzgau-Trainer Christian Ziege.

Dank Seidl! Kuchl bleibt Leader

Da Kuchl in Bischofshofen erneut durch einen Doppelpack von Matthias Seidl mit 2:1 auswärts gewinnen konnte, lachen die starken Tennengauer weiterhin von der Tabellenspitze.

Regionalliga: 9. Runde

  • SAK 1914 : Anif 0:4 (0:2)
  • Bischofshofen : Kuchl 1:2 (1:1)
  • Pinzgau Saalfelden : St. Johann    2:0 (1:0)
  • Mi., 19 Uhr Grödig : Wals-Grünau    -:- (-:-)
  • Mi., 19 Uhr Austria Salzburg : Seekirchen    -:- (-:-)

Aufgerufen am 14.04.2021 um 07:44 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/regionalliga-schriebls-raubtiere-zeigen-austria-salzburg-grenzen-auf-92941639

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