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Regionalliga Salzburg

Seekirchen überrascht – Austria baut Führung aus

Liga-Favorit Pinzgau strauchelt gegen Underdog

Beim FC Pinzgau läuft es einfach nicht rund. Bei Underdog Seekirchen verliert der Liga-Favorit am Samstag nach vier Runden bereits zum zweiten Mal. Dafür kann Austria Salzburg die Regionalliga-Führung beim Stadtderby gegen den SAK ausbauen.

Die Vorzeichen haben sich geändert: Nachdem der SAK 1914 in den letzten zwei Jahren zum besten Amateurklub Salzburgs aufstieg, darf derzeit ausgerechnet Erzrivale Austria Salzburg in diese Rolle schlüpfen.

"Fußball ist ein Tagesgeschäft. An dem einen Tag wird man hochgejubelt und an einem anderen verjagt", ordnet Austria-Salzburg-Trainer Christian Schaider die Situation ein.

Setzt Austria Salzburg zum Alleingang an?

Nach vier Runden halten die Maxglaner auch nach dem Stadtderby im Nonntal und dem 2:1-Sieg beim Punktemaximum.

"Der Sieg für die Austria war verdient, auch wenn in gewissen Situation mehr drinnen gewesen wäre", gab SAK-Trainer Roman Wallner im Gespräch mit SALZBURG24 anerkennend zu. Dabei ging Wallners Crew nach einem tiefen Pass auf Nikola Trkulja (44.), der zum 1:0 einschob, sogar in Front. Die Führung hielt aber nicht lange. Keine Minute später schockte Manuel Krainz (45.) nach einem Steilpass und dem 1:1-Ausgleich sein Ex-Team.

SAK, Austria Salzburg, Manuel Krainz FMT-Pictures/KJ
Auch der SAK 1914 konnte Austria Salzburg (violett) nicht das Wasser reichen.

"Nur schwer zu schlagen"

"Es war ein lässiges Derby, bei dem den Zuschauern (600, Anm. d. Red.) inklusive Wetterumbruch alles geboten wurde", sagte Schaider. Die Austrianer bekamen bei strömenden Regen Oberwasser und gingen durch Marco Hödls fünftem Saisontor mit 2:1 in Führung.

"Wenn wir weiter so Gas geben, sind wir schwer zu schlagen. Unser Team macht das derzeit richtig gut", strahlt Schaider.

SAK-"Co" Fötschl fliegt vom Platz

Nachdem Julian Feiser (65.) mit einer gelb-roten ausgeschlossen wurde, wurde es turbulent: Zunächst sah Wallner nach einem Foulspiel wegen Reklamation die gelbe Karte. Sein "Co" Andreas Fötschl musste nach Diskussionen mit Schiedsrichter Sergej Provci gar mit gelb-rot den Spielfeldrand verlassen.

SAK, Austria Salzburg, Regionalliga Krugfoto
Schiedsrichter Sergej Provci (li.) verwies SAK-Co-Trainer Andreas Fötschl (Mitte) von der Betreuerbank.

Der Unparteiische bewies Fingerspitzengefühl und nahm nach dem Spielende beide Karten zurück. "Dafür muss ich ihn loben. Wir haben ihn wirklich nicht kritisiert, es war ein Missverständnis", fügte Wallner an, der die Pleite an der fehlenden Routine fest machte.

Pinzgau patzt auch in Seekirchen

Die nötige Routine und individuelle Klasse im Team hätte der FC Pinzgau eigentlich. Dennoch: Der Saalfeldener Motor stockt derzeit gewaltig. In Seekirchen setzte es in der noch jungen Saison bereits die zweite Schlappe. Der Liga-Favorit erwischte zwar den perfekten Start und ging durch Lukas Schubert (3.) früh in Führung. Dominik Kirschner und Tamas Tandari hatten danach Pech und scheiterten am Aluminium.

"In den entscheidenden Momenten hatten wir das nötige Glück und haben die Fehler der Pinzgauer ausgenutzt", sagte Seekirchen-Coach Alex Schriebl auf S24-Anfrage.

Seekirchen schlägt eiskalt zu

Seekirchen roch Lunte und drehte so richtig auf: Mittelfeldmann Aaron Boold Volkert (62.) (von Hertha Wels 1b gekommen) übernahm nach einem strittigen Elfmeterpiff die Verantwortung und glich aus. "Emotionale Szenen haben uns dabei geholfen die nötige Leidenschaft zu entwickeln", ortet Schriebl die Gründe für den Erfolg.

Ogunlade erlegt Titel-Favoriten

Obendrein schenkten sich die Saalfeldener den Treffer zum 2:1-Endstand selbst ein: Bei einem Rückpass rutschte Torhüter Stipo Colic aus und die Hausherren fixierten durch Olugbemiga Ogunlade und seinem dritten Saisontor den zweiten Saisonsieg. "Wenn man diese Möglichkeiten ungenutzt lässt, wird es schwer, Spiele zu gewinnen", sagte Pinzgau-Coach Christian Ziege.

Seekirchen, Volkert Aaron Boold, Ogunlade David Olugbemiga, Regionalliga Krugfoto
Seekirchens Matchwinner gegen den GAK: David Ogunlade Olugbemiga (vorne). (ARCHIVBILD)

Somit findet sich der ambitionierte Unterhaus-Klub nach vier Spielen und sechs Zählern in der unteren Tabellenhälfte wieder – Seekirchen hat sieben Punkte am Konto.

Am Sonntag trifft Kuchl um 17 Uhr auf St. Johann.

Regionalliga Salzburg: 4. Runde

  • Seekirchen : Pinzgau Saalfelden 2:1 (0:1)
  • SAK 1914 : Austria Salzburg 1:2 (1:1)
  • Bischofshofen : SV Grödig 3:0 (1:0)
  • Anif : SV Wals-Grünau 4:0 (2:0)
  • So., 17 Uhr Kuchl : St. Johann -:- (-:-)
(Quelle: SALZBURG24)

Anif überrennt Grünau – Grödig verliert erneut

Anif, Wals-Grünau, Regionalliga Krugfoto
Anif (rot) besiegte Wals-Grünau in der vierten Regionalliga-Runde glatt mit 4:0.

Auch in der vierten Regionalliga-Runde war Anif nicht zu biegen. Die Ikache-Crew schenkt ihrem scheidenden Trainer einen letzten Heimsieg. Indes kommt Nachbar Grödig nicht in die Gänge – in Bischofshofen setzt es eine 3:0-Schlappe.

Nach drei Remis in Folge durfte Anif am Samstag gegen Wals-Grünau über den ersten "Dreier" jubeln. Die Mannschaft von Trainer Raphael Ikache, der ab September zur Nachwuchsabteilung von Red Bull Salzburg wechselt, überrannte die Grünauer klar mit 4:0. 

"Wir waren von Anfang an spielbestimmend, hätte nach 30 Minuten schon 4:0 führen können", sagte Ikache im Gespräch mit SALZBURG24. Ein Blitz-Eigentor von Thomas Pertl (5.) brachte die Anifer auf die Siegesstraße. Danach fanden Schilchegger und Co. Chancen en Maß vor und erhöhten durch Milos Savic (28.) just in Grünaus bester Phase. Anif-Goalie Josef Stadlbauer hielt mit drei Paraden die Null fest.

Nach der Verletzung von Innenverteidiger Martin Hartl (45.) und einer Systemumstellung von 3-4-3 auf einer Viererkette hatte Anif wieder mehr Zugriff auf das Spiel und erzielte durch Mario Lürzer (63.) den dritten Treffer. "Wir sind hinten zu offen und bringen es derzeit nicht zusammen, dass wir ein Tor schießen", brachte es Wals-Grünau-Trainer Franz Aigner auf den Punkt. 

In der Nachspielzeit fixierte Max Danner (90.+2) noch den 4:0-Endstand. "Wir waren in allen Belangen überlegen und hätten durchaus höher gewinnen können. Wenn es 8:2 ausgeht, kann sich auch keiner beschweren", erklärte Ikache bei seinem letzten Auftritt vor heimischen Publikum.

Nach Wolkenbruch fiel Grödig auseinander

Mit der vierten Pleite in Serie steht Grödig eine Mini-Krise ins Haus. Auch in Bischofshofen konnte die Truppe von Neo-Trainer Heimo Pfeifenberger nichts Zählbares einfahren – 3:0-Schlappe. Die Pongauer gingen nach einem abgefälschten Freistoß durch Said Daniel Llambay (43.) und dem Wolkenbruch inklusive Dauerregen in Führung.

Nachdem Simon Krizak (61.) nach einem Eckball sträflich alleine gelassen wurde, kam es noch bitterer: Nicholas Mayer (66.) sorgte mit einem Traum-Weitschuss aus 60 Metern für kollektives Staunen. ""Wenn man 3:0 gewinnt, muss man zufrieden sein. Es war eine gute Leistung bei extrem schlechtem Wetter", sagte Bischofshofen-Trainer Adonis Spica.

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