Jetzt Live
Startseite Unterhaus
Endspurt-Krimi

Regionalliga-Titelrennen wird zum Paarlauf

St. Johann und Austria Salzburg ringen um Aufstieg

Austria_Salzburg_St.Johann Krugfoto
St. Johann führt vor Austria Salzburg weiterhin die Regionalliga an.

360 Minuten noch – dann stehen die beiden Aufsteiger aus der Regionalliga Salzburg fest. Während die Austria Verfolger Anif aus dem Rennen kickte, leistete sich Leader St. Johann bei Kuchl einen Ausrutscher. Das Spitzenduo hat vier Runden vor dem Ende des Grunddurchgangs weiterhin die besten Karten auf das überregionale Play-off.

Wieder 1:0. Wieder Marco Hödl. Der Ex-Profi zeigte abermals, wie wichtig er für Austria Salzburg ist. Ausgerechnet bei seinem ehemaligen Klub Anif, wo er in der Saison 2017/18 Meister in der Regionalliga West wurde und 29 Volltreffer feiern konnte, avancierte er am Samstag erneut zum Matchwinner.

Hödl "ballert" auch Anif K.o.

Bereits in der Vorwoche eliminierte der 24-Jährige nach einer kurzen Torflaute auch Kuchl dank seines Goldtreffers. Gegen die aufopferungsvoll spielenden Anifer ging es lange Zeit heiß her. Mit einer gesunden Portion Aggressivität versuchten die Flachgauer das 2:0-Kunststück aus dem Hinspiel zu wiederholen.

Mit etwas Glück wäre ihnen das auch fast gelungen: Nur wenige Zentimeter haben Anifs Daniel Jezercic bei einem Stangenschuss in Hälfte eins zur Führung gefehlt. "Wir pfeifen mit einigen Ausfällen aus dem letzten Loch. Anif hat das gut gemacht. Wir haben speziell in der ersten Halbzeit zu wenig auf den Platz gebracht", resümierte Austrias Trainer Christian Schaider im Video-Interview mit violett.tv (siehe unten).

Kuchl bremst St. Johann aus

Die Violetten nahmen sich die Halbzeitansprache des Coaches zu Herzen und legten einen Gang zu. Der Aufwand machte sich in Minute 62 bezahlt. Hödl nutzte einen missglückten Kopfball-Klärungsversuch von Vinzenz Zschock und den kollektiven Tiefschlaf der Hintermannschaft zum Goldtor aus. Der Ex-Profi von Austria Klagenfurt stellte per Volley auf 1:0. Die Crew von Bernhard Kletzl, die in Zukunft auf Enis Kuka (geht beruflich in die Schweiz) verzichten muss, gab sich nie auf. Für den Ausgleich reichte es schlussendlich aber nicht.

Pinzgau_Anif FCPS/Jasmin Walter
Der FC Pinzgau gewinnt beim SAK 1914 zum ersten Mal auf fremden Terrain. Jonas Schwaighofer (Mitte) traf zur 1:0-Führung. (ARCHIVBILD)

FC Pinzgau darf träumen – SAK verliert Feiser

13 Spiele hat der FC Pinzgau für den ersten Triumph in der Fremde gebraucht: Ein Mitgrund, warum die Saalfeldener auf keinem Aufstiegsplatz rangieren. Wie der Drittplatzierte am Freitag Schlusslicht …

Richtig spannend an der Spitze wird es, da St. Johann gegen starke Kuchler mit 0:3 baden ging. Simon Seidl im Doppelpack und Alexander Hofer setzten am Samstag den Tabellenführer Schachmatt. Der Leader aus dem Pongau empfängt am Freitag nun mit einem Mini-Vorsprung von einem "Körndl" den ersten Verfolger aus Maxglan. "Es wird sicher kein normales Spiel. In St. Johann ist es immer schwer", erklärte Christoph Bann.

 

Krimi im Endspurt dank Paarlauf

Vier Runde vor dem Ende des Grunddurchgangs haben Kuchl und der FC Pinzgau acht Punkte Rückstand auf den "Fahrstuhl-Rang", den die Maxglaner innehaben. Zur Qualifikation für die überregionale Westliga muss also eine irre Aufholjagd her. Viel realistischer erscheint derzeit aber, dass im Rennen um den Aufstieg der Paarlauf von St. Johann und Austria Salzburg fortgesetzt und die Fans einen Krimi im Endspurt bestaunen dürfen.

 
Gepostet von SV Wals Grünau am Sonntag, 10. Oktober 2021

Regionalliga: 14. Runde

  • Seekirchen : SV Grödig abgesagt
  • SV Wals-Grünau : Bischofshofen 0:0 (0:0)
  • SAK 1914 : FC Pinzgau Saalfelden 1:2 (0:2)
  • USK  Anif : SV Austria Salzburg 0:1 (0:0)
  • SV Kuchl : TSV St. Johann 3:0 (1:0)
  • Dienstag, 18.30 Uhr: SV Wals-Grünau : SV Grödig
(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 22.10.2021 um 01:44 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/regionalliga-titelrennen-wird-zum-paarlauf-110722846

Kommentare

Mehr zum Thema