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Doppelte Trendwende

Grödig feiert gegen Ex-Leader Kuchl Premierensieg

FC Pinzgau atmet nach Traumtor auf

Erstmals lief Grödig in der Regionalliga Salzburg in Bestbesetzung auf und schlug als Schlusslicht Leader Kuchl mit 3:2. Auch beim FC Pinzgau war die Erleichterung nach dem Jatta-Traumtor und Sieg über Anif groß. Nach sieben Runden lacht Austria Salzburg mit einem 3:1-Triumph gegen St. Johann von der Spitze.

Das erste Saisondrittel war für Grödig zum Vergessen. Die Elf von Heimo Pfeifenberger zog in allen Spielen den Kürzeren, zeigte enorme Leistungsschwankungen. 

Zweifache Grödig-Führung binnen weniger Sekunden

Klar, dass die Enttäuschung im Lager des Ex-Bundesligisten groß war – Mersudin Jukic und Co hechelten einem Erfolgserlebnis regelrecht hinterher. Dieses sollte ausgerechnet am Samstag gegen den neuen Leader gelingen. Grödig konnte erstmals in Bestbesetzung auflaufen, überrannte Kuchl in der ersten Viertelstunde regelrecht: Mersudin Jukic (10.) per strittigem Elfmeter und Valdrin Kadrija (11.) ebneten binnen weniger Sekunden den Weg zum ersten "Dreier".

Kuchl gibt Tabellenführung her

"Wir sind richtig schlecht reingestartet. Es war eine mühsame Angelegenheit", sagte Kuchl-Trainer Mario Helmlinger im Gespräch mit SALZBURG24, dessen Team einen weiteren Rückschlag einstecken musste: Jukic (43.) veredelte den schönsten Spielzug der Pfeifenberger-Crew mit dem 3:0-Pausenstand.

Hübl und Strobl fehlten schmerzlich

Die Abwesenheit der beiden Leithammel Christoph Hübl und Robert Strobl konnte die jüngste Kuchl-Elf der Saison nicht verkraften, sie bäumten sich aber noch einmal auf. Doch mehr als die Treffer von Marko Milic (54.) und Matthias Seidl (71.) schauten dabei nicht heraus. Daher war die Erleichterung in Grödig nach dem ersten Saisonsieg naturgemäß riesig.

Austria Salzburg gegen St. Johann gnadenlos

Der Kuchl-Patzer sorgte auch in Maxglan für Jubel. Durch den 3:1-Triumph gegen St. Johann kletterten die Violetten wieder auf Rang eins. Die Pongauer waren beim dritten Spiel in sechs Tagen körperlich sowie mental zu müde. "Wir verteilten zu viele Geschenke", resümierte St. Johann-Trainer Ernst Lottermoser. 

Pongauer leisten sich zu viele Fehler

Alexander Schwaighofer (20.) nützte den ersten Stellungsfehler der Pongauer nach einem idealen Krainz-Assist zur 1:0-Führung für die Violetten.

In dieser Tonart ging es dann auch weiter. Die Pongauer leisteten sich in der Defensive zu viele Schnitzer und luden die Städter nahezu zum Toreschießen ein. So auch beim Treffer zum 2:0 von Marco Hödl, der nach einem Abstoß und einem Luftschlag von Thomas Kendlbacher St. Johann-Goalie Dominik Waltl keine Chance ließ. "So etwas passiert. Sie haben unsere haarsträubenden Fehler eiskalt ausgenützt und wir haben aus den Halbchancen nichts gemacht“, erklärte Lottermoser.

Zwei Austria-Tore in neun Sekunden

Exakt neun Sekunden später schlug es erneut im Tor der Pongauer ein: Die Maxglaner eroberten den Ball an der Mittellinie und erhöhten nach einem Lazarevic-Stanglpass durch Schwaighofer (45. +1) auf 3:0. "Ich bin eigentlich nicht so bekannt dafür, dass ich Tore schieße, vielmehr lege ich sie auf“, scherzte Doppeltorschütze Lazarevic.

Der Anschlusstreffer von Kadir Özkan (82.) per Kopf war nicht mehr als Ergebniskosmetik. "Wir stehen mit 15 Punkten und einem Spiel weniger auf der Tabellenspitze. Freilich freut uns das", sagte Austria-Trainer Christian Schaider.

Jatta-Traumtor reicht für Pinzgau-Sieg

Auch beim FC Pinzgau gab es nach drei sieglosen Spielen Grund zum Jubeln. Im Duell mit Angstgegner Anif, gegen die die Saalfeldener acht der letzten zehn Duelle verloren hatten, reichte ein Goldtor von Alfusainey Jatta (78.). Der Mittelfeldmann fasste sich ein Herz, überlief mit einem Energieanfall einen Gegenspieler und hämmerte die Kugel aus 25 Metern unhaltbar zum 1:0 in die Maschen – Marke Traumtor!

Erfolgserlebis für Saalfelden

"Wir sind sehr zufrieden, dass wir die Null gehalten haben und durch einen unglaublichen Schuss von Jatta gewinnen konnten. Für uns zählt heute einfach der Sieg. Er ist für die Spieler so wichtig, dass man nach dem Spielende drei Punkte in den Händen hält. Das gibt Auftrieb für die nächsten Wochen", sagte Pinzgau-Trainer Christian Ziege.

Remis zwischen Bischofshofen und SAK

Keinen Sieger gab es im Duell mit Bischofshofen und dem SAK 1914. Im torlosen Remis hatten die Städter zwar mehr Ballbesitz, die besseren Chancen fand allerdings das Team von Adonis Spica vor.

Beim Schuss von Karol Solciansky verhinderte in der neunten Minute nur die Torstange die Pongauer Führung. "Sehr schade, weil wir dem Sieg näher waren", sagte Spica. Bei den Chancen von Ferdinand Takyi (30.) und Elvis Poric (40.) scheiterten die Bischofshofener zwei Mal am glänzend aufgelegten SAK-Keeper Manuel Kalman.

"Es war keine gute Partie, die Müdigkeit war deutlich spürbar. Das Unentschieden geht in Ordnung, wir sind zufrieden mit dem Punkt", sagte SAK-Coach Roman Wallner.

Dembele schnürt gegen Seekirchen einen Doppelpack

Am Sonntag ging mit Wals-Grünau gegen Seekirchen das letzte Spiel der siebten Runde über die Bühne. Die Grünauer konnten nach einem Doppelpack von Moussa David Dembele den zweiten Sieg in Folge feiern und übergeben die rote Laterne wieder an Grödig.

Regionalliga Salzburg: 7. Runde

  • Grödig : Kuchl 3:2 (3:0)
  • Austria Salzburg : St. Johann 3:1 (3:0)
  • Pinzgau Saalfelden : Anif 1:0 (0:0)
  • Bischofshofen : SAK 1914 0:0 (0:0)
  • Wals-Grünau : Seekirchen 2:0 (1:0)
(Quelle: SALZBURG24)

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