Jetzt Live
Startseite Unterhaus
Regionalliga Salzburg

Violetter Favoritenschreck schlägt Pinzgau

Große Erleichterung in Bischofshofen

Die zweite Runde in der Regionalliga Salzburg hatte es in sich: Im Topspiel zwischen dem FC Pinzgau und Austria Salzburg stahl der violette Favoritenschreck dem wohl größten Titelkandidaten drei Punkte. In Bischofshofen ist die Erleichterung nach 509 Tagen ohne Sieg riesig, während der SAK mit dem 5:0-Triumph gegen St. Johann für ein Ausrufezeichen sorgte und Seekirchen die Torgala gegen Grödig für sich entscheiden konnte.

Vor dem Saisonstart stand für die Experten, Trainer und Kicker fest: Der FC Pinzgau ist der große Gejagte und Titelkandidat Nummer eins, die Maxglaner wohl ihr schärfster Verfolger. Gegen die Austria stand am Samstag in Runde zwei somit gleich der Liga-Hit auf dem Programm, den die Violetten mit 2:0 gewonnen haben.

Pinzgauer Heimpleite gegen Austria Salzburg

"Wir haben 80 Minuten extrem hart für den Erfolg gearbeitet. Das macht mich richtig stolz. Der Schlüssel zum Erfolg lag in der Aggressivität und in der Laufbereitschaft", sagte Austria-Salzburg-Trainer Christian Schaider im Gespräch mit SALZBURG24. Speziell in den letzten zehn Minuten erhöhten die Pinzgauer die Schlagzahl, scheiterten aber entweder an Keeper Christian Schlosser oder am eigenen Unvermögen. "Austria Salzburg hat heute die grundlegenden Dinge, die es braucht, um guten Fußball zu spielen, viel besser gemacht. Wir konnten zu keiner Zeit das auf den Platz bringen, was wir uns vorgenommen hatten, und sind nicht in die Zweikämpfe gekommen", brachte es Pinzgau-Coach Christian Ziege auf den Punkt.

Somit sind die Städter, bei denen Marco Hödl (28., 61.) nach Vorlagen von den Neuzugängen Christoph Bann und Florian Wiedl zum Matchwinner avancierte, die einzige Mannschaft, die nach zwei Duellen beim Punktemaximum von sechs Zählern hält.

Liga-Prügelknabe schlägt zurück

509 Tage kein Sieg, ein Torverhältnis von 21:125! Beim Blick auf die Statistik (seit März 2019) können einem die Bischofshofener Prügelknaben fast schon leid tun. Umso beeindruckender war der letzte Auftritt der Pongauer gegen Wals-Grünau. Und das nach einer "nicht guten ersten Halbzeit", wie Trainer Adonis Spica in seinem zweiten Spiel als Cheftrainer verriet. Die Grünauer übten im ersten Abschnitt viel Druck aus, konnten den Ball aber nicht im Tor unterbringen.

"Danach haben wir uns gesteigert und einen enorm wichtigen Sieg einfahren können", war Spica stolz auf das neu formierte Team. Auf die Treffer von Ferdinand Takyi (68.) und Dariusz Witkowski (71.) fand die Truppe von Franz Aigner keine Antwort mehr, verlor auch den zweiten Auftritt in der noch jungen Saison.

SAK 1914 setzt Ausrufezeichen

Mit einem stark veränderten Kader startete der SAK 1914 letzte Woche mit einer 3:1-Niederlage in Kuchl in die Saison. Bereits bei der 3:1-Auftaktpleite zeigte das Team von Roman Wallner und Andreas Fötschl, was in ihm steckt. Am Samstag folgte dann eine enorme Leistungssteigerung. "Es macht richtig viel Spaß, dem Team beim Spielen zuzuschauen", erklärte der Ex-Profi und lobte bei der 5:0-Torgala den Zusammenhalt bei den Nonntalern. "Ohne nominellen Stürmer haben wir als sehr junges Team viele Chancen herausgespielt und uns belohnt." 

St. Johann-Coach Ernst Lottermoser fasst die hohe Niederlage so zusammen: "Wir waren maximal ein guter Trainingspartner, sind immer hinterher gelaufen und haben in der Höhe verdient verloren."

Sieben Tore bei Seekirchen gegen Grödig

Ein Torfestival gab es auch zwischen Seekirchen und Grödig zu sehen. Zwar ging der Ex-Bundesligist durch Danijel Vucanovic in Front, gab die Führung aber innerhalb von sechs Minuten aus der Hand und fing sich dabei gar drei Treffer ein. Vucanovic brachte die Elf von Heimo Pfeifenberger mit dem Tor zum 3:2 noch heran, rannte aber nach dem Doppelpack von Ogunlade erneut lange hinterher. Der 4:3-Endstand von Valdrin Kadrija war letztendlich nur mehr Ergebniskosmetik. 

Anifs und Kuchls Bollwerke im Fokus

Bei dem Duell Kuchl gegen Anif war bei beiden die Defensive Trumpf: Zunächst hielt Anifs Goalie Josef Stadlbauer wie bereits in Runde eins gegen Seekirchen einen zwar einen Strafstoß, war aber beim 1:0 der Kuchler, das nach der darauffolgende Ecke resultierte, chancenlos. Corvin Resch (15.) erzielte nur vier Minuten später den Ausgleich und gleichzeitig auch den Endstand zum 1:1.

Je länger das Spiel dauerte, desto mehr rückten die Abwehrreihen in den Fokus. "Beide Teams haben gegen den Ball sehr gut gearbeitet. Es war sehr schwer Lösungen durch das Zentrum zu finden", fasste der scheidende Anif-Trainer Raphael Ikache zusammen.

Regionalliga Salzburg: 2. Runde

  • Bischofshofen : Wals-Grünau 2:0 (0:0)
  • Anif : SV Kuchl 1:1 (1:1)
  • SAK 1914 : St. Johann 5:0 (3:0)
  • Seekirchen : Grödig 4:3 (3:2)
  • FC Pinzgau Saalfelden : Austria Salzburg 0:2 (0:1)

Bereits am Dienstag geht es in der Regionalliga mit einer englischen Runde weiter. Folgende Paarungen stehen in Runde drei auf dem Programm.

  • Di., 19 Uhr Grödig : Pinzgau Saalfelden
  • Di., 19 Uhr Wals-Grünau : SAK 1914
  • Di., 19 Uhr St. Johann :  Anif
  • Mi., 19 Uhr Austria Salzburg : Bischofshofen
  • Mi., 19 Uhr Kuchl : Seekirchen
 
(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 15.05.2021 um 10:29 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/regionalliga-violetter-favoritenschreck-schlaegt-pinzgau-91606690

Kommentare

Mehr zum Thema