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Regionalliga Salzburg

Vor Spiele-Marathon hat Kuchl beste Karten

Sieben Duelle in vier Wochen

Der Endspurt in der Regionalliga Salzburg verlangt den Amateurkickern alles ab. Mit den gestrigen Nachtragsduellen müssen die Teams zwischen sechs und neun Spiele absolvieren – und das in knapp vier Wochen! Den besten Start in den Liga-Marathon erwischte Kuchl, das von der Spitze lacht. Grödig schlägt Austria Salzburg, während SAK 1914 gegen St. Johann mit 1:1 endete.

Jeden dritten Tag ein Spiel! Hinzu kommt noch der Brotberuf und enge, kräfteraubende Duelle.

Regionalliga-Kicker am Ende ihrer Kräfte

Während im August die Vorfreude auf den Liga-Start enorm groß war, werden die Sorgenfalten bei den Trainern und Regionalliga-Kickern immer größer. Sieben Spiele in knapp vier Wochen stehen nun auf dem Programm – das geht an die Substanz. "Die Spieler haben nach dem Abpfiff gesagt, dass sie nicht mehr können und am Ende ihrer Kräfte sind", erklärte St. Johann-Trainer Ernst Lottermoser im Gespräch mit SALZBURG24.

SAK gegen St. Johann endet 1:1

Die Pongauer legten am Dienstagabend gegen den SAK 1914 gut los. Nachdem St. Johann ein Elfmeter verwehrt geblieben ist, brachte Sebastian Oberkofler die Lottermoser-Crew mit 1:0 in Front. Der SAK, der acht Duelle in 30 Tagen absolvieren muss, fand erst im zweiten Abschnitt richtig in die Partie. Nachdem Feiser und Federer Großchancen vergaben, sicherte Matthias Öttl in der 84. Minute den Städtern mit dem 1:1 einen Punkt. "Mir imponiert die Moral der Jungs, das Remis war verdient", analysierte SAK-Trainer Roman Wallner.

Sebastian Oberkofler, St. Johann, Regionalliga Krugfoto
Sebastian Oberkofler traf gegen den SAK 1914 zur 1:0-Führung für St. Johann.

Wenig Zeit zum Regenerieren

Dass die ganzen englischen Runden an die Substanz gehen, zeigt unter anderem ein Blick auf die Statistik von St. Johann. Die Pongauer gingen in drei Rückrundenspielen stets mit 1:0 in Führung, mussten sich schlussendlich aber immer mit einem 1:1 begnügen. "Wir haben einige Handwerker in den Reihen. Das schwierigste derzeit ist, dass die Spieler regenerieren können", sagte Lottermoser.

Kuchl zündet Turbo und dreht Spiel gegen Anif

Auch in Anif scheinen die Kräfte langsam aber sicher zu schwinden. Gegen Leader Kuchl lag die Elf von Trainer Georg Hauthaler zur Pause noch mit 1:0 vorne, musste sich nach einer irren Aufholjagd der Tennengauer jedoch mit 1:4 geschlagen geben. "Ich weiß nicht, ob Anif müde geworden ist, aber wie wir das Spiel gedreht haben, war sehr erstaunlich", betonte Kuchl-Trainer Mario Helmlinger auf S24-Anfrage. Beim Tabellenführer war 35 Sekunden nach Wiederanpfiff und dem Ausgleich eine enorme Euphorie zu spüren. Torschütze Matthias Seidl und Co spielten sich regelrecht in einen Rausch und führen die Tabelle nun mit drei Zählern Vorsprung und einem Spiel weniger an.

Schwaighofer mit besten Austria-Chancen

Mit Austria Salzburg patzte der erste Kuchl-Verfolger beim Kräftemessen in Grödig. Vor 800 mitgereisten Fans trat Rückkehrer Alexander Schwaighofer, der seine Schulterverletzung auskurierte und als Solo-Spitze auflief, in Erscheinung. Doch der Austrianer konnte drei gute Gelegenheiten nicht nutzen. Auf der Gegenseite blieb den Grödigern bei einer Aktion von Mersudin Jukic der Jubelschrei im Hals stecken. Der Altstar tanzte Keeper Christian Schlosser aus, scheiterte aber mit seinem Schuss am mitgelaufenen Marco Oberst.

Grödig jubelt nach Joker-Tor von Nika

So dauerte es bis zur 83. Minute, ehe der Joker Petrit Nika zwei Minuten nach seiner Einwechslung das Goldtor erzielte. Mit vollem "Tank" eilte der frische Grödig-Angreifer nach einem verlängerten Ball von Umberto Gruber allen davon und schob die Kugel zum 1:0-Endstand an Schlosser vorbei. "In der Tabelle ist nicht viel passiert. Aber wir hatten klare Torchancen und müssen hart mit uns ins Gericht gehen. Es kann nicht sein, dass wir uns mit einer Aktion von Grödig die Butter vom Brot nehmen lassen", analysierte Austria-Trainer Christian Schaider.

Grödig-Coach Heimo Pfeifenberger, der nach Spielen nie gut schläft, war beeindruckt: "Siege gegen die Austria, die zuletzt mehr Spiele als wir absolvierte, sind immer schön. Ich habe diesmal fünf Youngsters das Vertrauen geschenkt. Das Team hat sich mit einem harten Kampf belohnt."

Viel Zeit zum Durchschnaufen bleibt nicht, denn der Spiele-Marathon nimmt bereits am Freitag wieder Fahrt auf.

Regionalliga Salzburg: Nachtragsspiele vom Dienstag

  • Kuchl : Anif 4:1 (0:1)
  • Grödig : Austria Salzburg 1:0 (0:0)
  • St. Johann : SAK 1914 1:1 (1:0)
  • Fr., 19 Uhr Grödig : Bischofshofen -:- (-:-)
  • Fr., 19 Uhr St. Johann : Kuchl -:- (-:-)
  • Sa., 14 Uhr Wals-Grünau : Anif -:- (-:-)
  • Sa., 16 Uhr Austria Salzburg : SAK 1914 -:- (-:-)
  • Sa., 17 Uhr Pinzgau Saalfelden : Seekirchen -:- (-:-)
     
(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 28.11.2020 um 04:50 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/regionalliga-vor-spiele-marathon-hat-kuchl-beste-karten-93860854

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