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Beidseitige Lobeshymnen

Wals-Grünau verhindert Austrias Tabellenführung

Überflieger Dembele trifft erneut

Intensiv, viele Emotionen und ein gerechtes Remis: Wals-Grünau und Austria Salzburg trennen sich in der achten Regionalliga-Runde am Samstag mit 1:1. Großes Lob gab es im Anschluss von beiden Präsidenten.

"Wals-Grünau und Kuchl sind die einzigen Klubs, die uns bei den Spielen gerecht behandelt haben", streute Austria-Salzburgs Obmann Claus Salzmann den Flachgauern nach dem Abpfiff Rosen.

Beide Obmänner geizen nicht mit Lob

Sein Pendant Josef Reschreiter gab das Lob beim lockeren Gespräch mit SALZBURG24 zurück: "Wir waren mit deren Covid-Verantwortlichen jeden Tag in Kontakt. Sie haben uns enorm unterstützt."

Wals-Grünau, Präsident, Josef Reschreiter Wals-Grünau
Wals-Grünau-Präsident Josef Reschreiter hob nach dem Duell mit Austria Salzburg das Verhalten der gegnerischen Fans hervor.

Dembele schießt Wals-Grünau in Führung

Davor lieferten sich die beiden Teams einen engen Kampf, in dem die Walser gegen den Favoriten sogar in Führung gingen. Florian Schindl bediente Überflieger Moussa Dembele (11.) von rechts – der Stürmer nützte die erste Chance nach einer Drehung und einem platzierten Rechtsschuss zur Führung.

"Es macht einfach Spaß mit so einer tollen Truppe zu kicken", sagte Dembele im S24-Video (siehe oben).

Hödls achter Treffer markiert 1:1-Endstand

Die Städter nützen ebenfalls ihren ersten Torschuss und glichen aus: Ein verünglückter Ebner-Kopfball landete bei Marinko Sorda, der Goalgetter Marco Hödls achten Treffer mustergültig vorbereitete. Damit baute der Maxglaner die Führung im Kampf um den Schussstiefel weiter aus.

Danach neutralisierten sich beide Mannschaften, richtige Hochkaräter waren Mangelware. Die Maxglaner jubelten zwar zwei Mal, als die Schüsse von Hödl und Andrej Lazarevic wegen Abseits aberkannt wurden. "Das war nie im Leben Abseits", ärgerte sich Austria-Trainer Christian Schaider im S24-Video (siehe unten), dessen Team im zweiten Abschnitt das Kommando übernahm.

Austria-Salzburg-Trainer mit Ausbeute zufrieden

Mit den 16 Punkten nach sieben Runden und Rang zwei ist Schaider mehr als zufrieden: "Wer hätte sich das gedacht", lautete sein Zwischenfazit.

Wals-Grünau gibt rote Laterne an Grödig ab

Da aber die Grünauer diszipliniert verteidigten und die Offensive der Violetten in einer kampfbetonten Partie über weite Strecken im Griff hatten, stand am Ende ein 1:1 auf der Anzeigetafel.

"Dadurch haben wir die rote Laterne abgegeben. Ein Punkt gegen den sogenannten Titelfavoriten ist super", freute sich Wals-Grünau-Trainer Franz Aigner im S24-Video (siehe unten).

Grödig ist Regionalliga-Schlusslicht

Weil auch Grödig in St. Johann (2:1) gewinnen konnte trennt die letzten drei Teams am Tabellenende nur ein mickriger Zähler. Schlusslicht ist Grödig vor den punktegleichen Grünauern (ein Spiel mehr). St. Johann hat mit sieben Punkten ein "Körndl" mehr. Viertletzter ist völlig überraschend – wie berichtet – der FC Pinzgau.

Kein Sieger zwischen Anif und Bischofshofen

Im zweiten Samstagsspiel trennten sich Anif und Bischofshofen mit 2:2. Die Anifer gingen durch Thomas Höltschl (26.) in Front, schossen sich danach den Ausgleich durch ein Eigentor selbst.

Nachdem Fabian Windhager (47.) per Freistoß die Hauthaler-Crew wieder auf die Siegesstraße brachte, gelang Said Daniel Llambay (60.) noch der Endstand zum 2:2-Unentschieden.

Regionalliga Salzburg: 8. Runde

  • St. Johann : Grödig 1:2 (0:1)
  • Kuchl : Pinzgau Saalfelden 2:0 (1:0)
  • Seekirchen : SAK 1914 4:0 (1:0)
  • Wals-Grünau : Austria Salzburg 1:1 (1:1)
  • Sa., 16 Uhr Anif : Bischofshofen 2:2 (1:1)
(Quelle: SALZBURG24)

FC Pinzgau bekommt Kuchls Stärke zu spüren

Kuchl, Pinzgau, Regionalliga, Matthias Seidl Krugfoto
Kuchls Matthias Seidl (rot) avancierte mit einem Doppelpack gegen den FC Pinzgau zum Matchwinner.

Keine Eintagsfliege mehr – Kuchl schießt im Topspiel Titelaspirant Pinzgau ins Niemandsland der Regionalliga-Salzburg-Tabelle und lacht vorübergehend von der Spitze. Auch Seekirchen und Grödig wussten in der achten Regionalliga-Salzburg-Runde zu überzeugen.

Fünf Siege in acht Spielen! Die Ausbeute von Kuchl kann sich sehen lassen. Die Crew von Trainer Mario Helmlinger beeindruckt Woche für Woche und beweist erneut, dass die Leistungen der vergangenen Runden längst keine Eintagsfliegen mehr sind. HIER findet ihr ein ausführliches Portrait des Klubs.

Der Nächste, bitte! Kuchl marschiert weiter

Nun gesellten sich am Freitagabend auch die ambitionierten Saalfeldener auf die Abschussliste der treffsicheren Tennengauer.

Der FC Pinzgau hatte zu Beginn zwar etwas mehr vom Spiel, das erste Tor gelang dennoch Kuchl: Nach einer Kombination über elf Stationen tauchte Matthias Seidl (15.) nach einer idealen Vorlage von Christoph Hübl vor dem Kasten von Saalfelden-Keeper Henrik Regitnig auf – 1:0.

Kuchl, Pinzgau, Regionalliga, Matthias Seidl Krugfoto
Kuchls Matthias Seidl (rot) avancierte mit einem Doppelpack gegen den FC Pinzgau zum Matchwinner.

"Das war ein Traumtor", erklärte Helmlinger im Gespräch mit SALZBURG24, dessen Team Pinzgaus Außenspieler gut im Griff hatte.

Ziege hadert mit Pinzgaus Offensive

Nach vielen Balleroberungen im Mittelfeld fand Kuchl drei weitere Hochkaräter vor. Jedoch vergaben die Stürmer teils alleine vor dem Tor die Chancen zu leichtfertig. Und Favorit Saalfelden?

"Wir sind oftmals gut in die Angriffszone gekommen, aber der finale Pass oder der Abschluss ist uns heute nicht gelungen. Das zieht sich schon die gesamte Saison durch", erklärte Trainer Christian Ziege.

Kuchl, Pinzgau, Regionalliga, Christian Ziege Krugfoto
Die Enttäuschung nach zehn Punkten in acht Spielen ist Pinzgau-Trainer Christian Ziege ins Gesicht geschrieben.

Kuchl übernachtet auf Rang eins

Indes legten die Tennengauer noch einen drauf: Erneut war es Seidl (86.), der Regitnig zum 2:0 bezwingen konnte – diesmal per Freistoß. Wir haben erneut gezeigt, dass wir auch gegen die Großen bestehen können", freute sich Helmlinger. Kuchl lacht mit zwei Spielen mehr vorübergehend von der Tabellenspitze, die Austria Salzburg am Samstag bei Wals-Grünau wieder zurückerobern will.

Für den FC Pinzgau, der derzeit als einziger Aufstiegskandidat gilt, gerät eine Top-Zwei-Platzierung immer mehr in Gefahr. Die Ziege-Crew belegt Rang sechs.

Grödig blutet und besiegt St. Johann

Grödig lag noch vor zwei Wochen in allen Belangen am Boden – und zeigt nach dem 3:2-Triumph (7. Runde) nun auch bei St. Johann groß auf. Das Team von Heimo Pfeifenberger lieferte sich mit den Pongauern einen "heißen Fight", wie es Salzburgs Jahrhundertfußballer ausdrückte.

Doch der 2:1 Sieg war mehr als hart erkämpft. Schon vor Beginn musste Grödig mit Dejan Janjic einen Spieler kurzfristig ersetzen. Dazu gesellte sich Niklas Preslmayr nach einem Cut am Kopf.

Auch Julian Vincetic zog sich eine Platzwunde zu, konnte allerdings weitermachen. Kurz darauf folge das 1:0 nach einem Kadrija-Kopfball an die Stange – Hasan Avdic (30.) musste nur mehr einschieben.

Schrecksekunde nach Kopfverletzung

Erst als St. Johann das Spielsystem umstellte, fanden die Pongauer drei gute Möglichkeiten vor. Etwas Zählbares kam dabei nicht heraus.

In Minute 64 kam es dann abermals zu einer Schrecksekunde: Kadrija musste nach einem schlimmen Zusammenprall mit dem Kopf ausgewechselt werden. "Das hat wirklich böse ausgeschaut", sagte Pfeifenberger.

Pfeifenberger: "Jeder ist gleich viel wert"

Im Endspurt wurde es dann noch einmal heiß: Mit einem Strafstoß von Mersudin Jukic (79.) kam St. Johann durch Philip Volk (82.) noch einmal ran, konnte aber in Überzahl (Grödigs Nika mit Muskelverletzung out) nicht mehr den Ausgleich erzielen.

"Das war ein geiler Sieg. Vor allem, dass wir als Mannschaft aufgetreten sind, freut mich besonders. Jeder Spieler ist gleich viel wert in der Truppe und hat sich unterzuordnen", erklärte Grödigs Coach.

St. Johanns Coach Ernst Lottermoser sah das Duell ähnlich: "Es war ein absolut verdienter Sieg der Grödiger. Sie waren um das eine Tor besser."

Nach Schriebls Pro-Lizenz-Kurs folgte 1a-Leistung

Von Dienstag bis Donnerstag büffelte Seekirchens Trainer Alex Schriebl beim ersten Model der UEFA-Pro-Lizenz. Einen Tag nach seiner Rückkehr zur Mannschaft feierte er mit seinem Team nach zuletzt zwei Pleiten einen 4:0-Sieg gegen den starken SAK 1914.

Dabei erwischten die Städter den besseren Start: Julian Feiser scheiterte nach vier Minuten an Seekirchen-Schlussmann Nico Tezzele. In der Folge trat Neuzugang Alexander Reiter (aus Mondsee) gleich doppelt in Erscheinung: Zunächst vernaschte er einen SAK-Verteidiger per Drehung und traf die Stange – den Nachschuss verwertete Alexander Wassung (25.) zum 1:0.

Das 2:0 erzielte Michael Noggler (48.) nach einer Volkert-Ecke.

Sechs Eigengewächse im Seekirchner Team

"Das war der Knackpunkt in einem guten Regionalliga-Spiel mit viel Intensität", sagte Schriebl." Danach belohnte sich Reiter nach einer starken Leistung: Er eroberte die Kugel im Nachsetzen und schob überlegt zum 3:0 ein. "Ein Willenstor. Für ihn freut es mich besonders."

Der Schlusspunkt zum 4:0 blieb Joker Jonas Vorderegger (90.+2) vorbehalten. "Zweikampfstärke gepaart mit körperlicher Fitness. Das gemeinsam mit dem Zusammenhalt in der Mannschaft sind Basis für Siege", schwärmte Schriebl, in dessen Crew sechs Spieler seit der U12 gemeinsam kicken.

"Seekirchen verdient gewonnen, aber die Niederlage tut weh, da wir unser Potential nicht ausgeschöpft haben", sagte SAK-Trainer Roman Wallner.

Regionalliga Salzburg: 8. Runde

  • St. Johann : Grödig 1:2 (0:1)
  • Kuchl : Pinzgau Saalfelden 2:0 (1:0)
  • Seekirchen : SAK 1914 4:0 (1:0)
  • Sa., 15 Uhr Wals-Grünau : Austria Salzburg
  • Sa., 16 Uhr Anif : Bischofshofen

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