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Seekirchens Weg beeindruckt

Nach Kreuzbandriss: Talent entscheidet Derby

Julian Pagitsch, Seekirchen Krugfoto/Archivbild
Julian Pagitsch (re.) vom SV Seekirchen erzielte gegen Bischofshofen das Goldtor.

Mit einem knappen 1:0 behielt Seekirchen gegen Bischofshofen im Salzburg-Derby der Regionalliga West die Oberhand. In der 24. Runde stachen dabei zwei Talente heraus, während Grödig für eine Sensation sorgte.

Die Liste jener Leistungsträger, die Seekirchen in den letzten Jahre verlassen haben, ist beachtlich. Nach den Abgängen von Lukas Fridrikas, Christoph Kopleder, Felix Starzer, Stefan Federer und Matthew O'Connor und unlängst "Lebensversicherung" Benjamin Taferner rechneten auch die wenigsten Optimisten mit einer Top-Platzierung der Wallerseer.

Seekirchens Weg beeindruckt

Doch der seit 17 Jahren in der Regionalliga West spielende Verein belehrte jeden Kritiker eines Besseren. Mit Kontinuität, einer klaren Ausrichtung und akribischer Nachwuchsarbeit fand sich Seekirchen in sieben von 17 Westliga-Saisonen unter den besten zehn Teams wieder. Mit eigenen Talenten und freilich namhaften Verstärkungen.

"Der Wille, das Vertrauen in die eigenen Stärke und das hervorragende Klima ließ uns teilweise über uns hinauswachsen, auch wenn die Spiele immer sehr knapp ausgehen", erklärte Trainer Alexander Schriebl im Gespräch mit SALZBURG24.

Bravo Jungs!!!

Gepostet von SV Seekirchen am Freitag, 26. April 2019

Talent Pagitsch: Goldtor nach Kreuzbandriss

Schriebls Philosophie, auf die eigene Jugend zu setzen, gibt ihm spätestens nach dem Salzburg-Derby gegen Bischofshofen am Freitag Recht. Mit nur drei Spielern über 27 Jahren und einem Altersdurchschnitt von 23,7 beeindruckt zudem das Debüt von Laurin Pichler (15) und das Goldtor vom zweiten Youngster Julian Pagitsch (18) nach überstandenem Kreuzbandriss.

"Für Julian (Pagitsch, Anm. d. Red.) freut es mich besonders, da er einen sehr langen Leidensweg hatte", erklärte Schriebl, der beiden Youngsters eine steile Karriere zutraut. "Beide sind große Talente, müssen ihre Leistungen aber erst bestätigen".

Laurin Pichler, Seekirchen Krugfoto/Archivbild
Vor sechs Jahren wechselte Laurin Pichler (li.) von Henndorf in die Bullen-Akademie. Für Seekirchen feierte der 15-Jährige gegen Bischofshofen sein Westliga-Debüt. 

Der finanzielle Rahmen wird in der Eliteliga ab Sommer enger geschnürt, daher zwei bis drei Spieler aus dem Nachwuchs hochgezogen. "Teure Einkäufe wird es bei uns nicht geben", sagte der sportliche Leiter Mario Lapkalo, für den trotz seiner Qualität eine Rückholaktion Federers finanziell nicht in Frage kommt.

Auch wenn der Wechsel Stadlmanns zum SAK längst feststeht. Seekirchen setzt indes weiterhin auf den Stamm und verlängerte unter andrem mit Aigner, Ogunlade, Höller, Pöllhuber und Co. "Es muss sich was ergeben, ansonsten wird bei uns auf dem Transfermarkt nicht viel passieren", fügte Lapkalo an.

Vorzeitig auf den zweiten Rang hievte sich Anif mit einem 2:0-Sieg bei Altachs Amateuren, den Kitzbühel mit einem 3:0 beim FC Pinzgau wieder zurückeroberte.

Grödig schafft Sensation

Dornbirn ist doch schlagbar! Der SV Grödig gelang am Samstagabend die große Sensation und zwang den bislang unbesiegten Leader Dornbirn mit 1:0. Der Siegestreffer gelang Talha Yarat in der 92. Minute. Nur vier Minuten zuvor kam der 19-jährige linke Außenbahnspieler für Dominik Hofer aufs Feld und ließ alle Dämme brechen.

"Damit habe nicht einmal ich selbst gerechnet. Aber wir waren taktisch diszipliniert und hielten hinten die Null. Es war eine hervorragende Leistung", erklärte Grödig-Trainer Miroslav Bojceski. Auch Wals-Grünau schwimmt immer noch auf einer Euphorie-Welle und erkämpfte sich beim Vierten Kufstein ein 1:1.

(Quelle: SALZBURG24)

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