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Grödig und Pinzgau

Wie zwei "Flop-Klubs" nach En­dor­phinen hecheln

Trendwende oder nächster Bauchfleck?

Grödig, Pinzgau, Regionalliga, Heimo Pfeifenberger, Christian Ziege Krugfoto
Heimo Pfeifenberger und seine Grödiger stehen genau so wie Christian Ziege und der FC Pinzgau enorm unter Zugzwang.

Der Verzehr von Schokolade setzt Endorphine, sprich Glückshormone, frei. Im Fußball sind das naturgemäß Siege. Solche sind bei Grödig derzeit nicht vorhanden, beim selbsternannten Titelkandidaten Pinzgau ebenso rar gesät. Wie sich zwei "Flop-Klubs" der Salzburger Regionalliga nach Erfolgen sehnen.

Enttäuschung pur am Fuße des Untersbergs! Die Leistungen der letzten sechs Liga-Runden stimmen nicht nur Neo-Trainer Heimo Pfeifenberger nachdenklich. Auch die Gegner rätseln, warum der Ex-Bundesligist nicht in die Gänge kommt. "Sie haben einfach kein Rezept gegen uns gefunden", erklärte Bischofshofen-Trainer Adonis Spica jüngst im Gespräch mit SALZBURG24.

Pfeifenberger nimmt Grödigs Leithammel in die Pflicht

Pfeifenberger, der sich genau wie die Klubführung, eine Platzierung im vorderen Drittel erhofft hat, muss nun der Realität in die Augen blicken: Schlusslicht. Punktelos. Und mit dem schlechtesten Torverhältnis von 5:15. Der Coach sparte nach dem ersten Saisondrittel nicht mit Kritik. "Es geht darum, die Bereitschaft und die Mentalität auf dem Platz zu bringen und auch Meter zu machen, die weh tun."

Anif, Grödig, Regionalliga,  Mersudin Jukic FMT-Pictures/KJ
Folgt für Mersudin Jukic (weiß) und die Grödiger gegen Kuchl der nächste Bauchfleck?

Doch nicht nur läuferisch, sondern auch spielerisch enttäuschten die Grödiger in den letzten Partien. "Freilich ist es eine Krise und sogar keine kleine. Der Auftritt und speziell die Leistungsschwankungen machen mich sehr nachdenklich", sagte Pfeifenberger, der ebenso seine Top-Spieler wie Mersudin Jukic, Petrit Nika, Danijel Vukanovic und auch Kapitän Robert Völkl in die Pflicht nimmt. "Namen helfen uns nicht weiter. Verteidigen fängt ganz vorne an. Erst wenn wir hinten gut stehen, können wir uns auf die Offensive konzentrieren", brachte es der Trainer auf den Punkt.

Anif, Grödig, Regionalliga, Christian Ziege FMT-Pictures/KJ
Pinzgau-Trainer Christian Ziege bei seiner Spionage beim nächsten Gegner Anif.

Unzufriedenheit ist beim FC Pinzgau spürbar

Auch der FC Pinzgau ist vom selbst ausgegebenen Ziel und den Top zwei noch weit entfernt. "Zu viele blöde Gegentore, mangelnde Chancenverwertung und leichte Fehler", sind laut Star-Trainer Christian Ziege für die Ergebnis-Krise verantwortlich. "Betrachtet man die Ergebnisse der letzten Runden, können wir mit der Punkteausbeute definitiv nicht zufrieden sein", erklärte der Deutsche.

Schwere Brocken für die "Flop-Klubs"

Das Vertrauen in Tamas Tandari und Co hat Ziege allerdings noch nicht verloren. Über weite Strecken der vergangenen Partien soll seine Mannschaft besser als der Gegner gewesen sein. Dennoch fehlen die Erfolgserlebnisse bei den Saalfeldenern.

Für eine Trendwende und die nötigen Endorphine braucht die Ziege-Crew (sieben Punkte) unbedingt einen Sieg gegen die bislang ungeschlagenen Anifer. Grödig will im Duell mit dem neuen Leader einen erneuten Bauchfleck verhindern und erstmals anschreiben.

Vielleicht hilft den beiden "Flop-Klubs" ja ein Stück Schokolade vor dem nächsten Showdown.

Regionalliga: 7. Runde

  • Sa., 17.00 Uhr: Grödig : Kuchl
  • Sa., 17.00 Uhr: Pinzgau Saalfelden : Anif
  • Sa., 17.00 Uhr: Bischofshofen  : SAK 1914
  • Sa., 17.00 Uhr: Austria Salzburg : St. Johann
  • So., 16.00 Uhr: Wals-Grünau : Seekirchen
(Quelle: SALZBURG24)

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