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SAK 1914

Flutlicht-Debatte entzweit Salzburger Politik

SAK, Flutlicht, FMT-pictures/TA
Auf der Anlage vom SAK 1914 entfacht der Flutlicht-Neubau eine Debatte in der Salzburger Politik.

Der Fußballklub SAK 1914 will nach dem sportlichen Aufstieg seine Flutlicht-Anlage im Nonntal erneuern. Die Debatte läuft seit knapp einem Jahr und nimmt nun Fahrt auf. Salzburgs Politik ist sich dabei uneins und startet heiße Diskussionen.

Salzburg

Sportlich läuft es für die Blau-Gelben wie am Schnürchen. Die Städter steigen im Sommer als Meister in die Regionalliga Salzburg (4.Liga) auf und basteln bereits im Hintergrund an der Weiterentwicklung des Klubs. "Wir sind mit den sportlichen sowie vereinsinternen Fortschritten sehr zufrieden", erklärte SAK-Boss Christian Schwaiger im Gespräch mit SALZBURG24.

SAK 1914 SALZBURG24/Wurzer
Der geplante Bau einer Flutlicht-Analge beim SAK 1914 löst heiße Diskussionen in der Salzburger Politik aus.

SAK will neues Flutlicht

Um neben dem sportlichen Erfolg bei einem etwaigen Sprung in den Profi-Fußball (2. Liga) auch infrastrukturell gewappnet zu sein, gehört laut Vereinsangaben – wie bereits berichtet – eine neue Flutlichtanlage installiert.

"Da es keine Ersatzteile für die 20 Jahre alte Anlage gibt, wollen wir bei einer Neuanschaffung mit 900 Lux gleich ein fernsehtaugliches Flutlicht für die 2. Liga bauen lassen", erläuterte der SAK-Mäzen. Rund 850.000 Euro soll das Großprojekt kosten – für einen Teil müsste die Stadt Salzburg dem Verein unter die Arme greifen.

Flutlicht-Debatte: Salzburger Stadtpolitik uneins

Nachdem Anif wegen des Flutlicht-Dilemmas nicht aufsteigen konnte, in Grödig (quasi) ein bundesligataugliches Stadion fast leer steht und die Finanzierung eines Flutlichts Austria Salzburg in wirtschaftliche Turbulenzen getrieben hatte, folgt in Salzburg die nächste Flutlicht-Debatte. Vizebürgermeister Bernhard Auinger (SPÖ) spricht sich für eine Förderung aus: "Es ist eine wunderschöne Anlage, an der mittelfristig das Flutlicht erneuert gehört. Ganz egal in welcher Liga der Verein spielen wird", äußerte sich Auinger im Gespräch mit SALZBURG24.

Unterstützung erhält Auinger von der Salzburger FPÖ. Der Bereich Sport sei im Vergleich zur Kultur ohnehin nur stiefmütterlich subventioniert worden. "Es ist höchste Zeit, dass der Sport endlich angemessene Förderungen bekommt“, fordert Klubobmann Andreas Reindl (FPÖ) in einer Presseaussendung.

Auch beim SAK rauchen bezüglich Flutlicht die Köpfe bei den Verantwortlichen. APA/ERWIN SCHERIAU Salzburg24
Auch beim SAK rauchen bezüglich Flutlicht die Köpfe bei den Verantwortlichen. APA/ERWIN SCHERIAU

NEOS und Bürgerliste gegen Flutlicht-Neubau

"Die Stadt Salzburg besitzt ein bundesligataugliches Flutlicht, nämlich jenes am Austria-Platz. Es ist mobil und kann jederzeit ab- und neu aufgebaut werden", hat Gemeinderat Lukas Rößlhuber (NEOS) einen Vorschlag parat. Für ihn sei die Neuanschaffung "Steuergeldverschwendung in Reinkultur".

Auch die Bürgerliste sieht nicht ein, warum die Stadt erneut ein bundesligataugliches Flutlicht finanzieren sollte. "Zudem ist der Standort mit Schulen und Wohnungen für ein Pseudo-Fußballstadion nicht geeignet", sagte Bürgerlisten-Klubchefin Inge Haller zu den Salzburger Nachrichten.

Darauf erwidert SAK-Vorstandsmitglied Peter Bacher sen.: "Kaum ist der frühere Vorsitzende der Bürgerliste Johann Padutsch nicht mehr offiziell im Amt, wird von der Bürgerliste ein benötigtes Flutlicht für die SAK-Anlage im Nonntal in Frage gestellt."

"Wir gehen nun wohlwollend in die Planungen. Doch zunächst muss geprüft werden, in welchem Ausmaß ein Neubau erforderlich ist und ob man vorhandene Infrastruktur nützen kann. Wenn das derzeit genannte, jedoch viel zu hohe Budget reduziert wird, können die nächsten Schritte eingeleitet werden", lässt ÖVP-Klubobmann Christian Fuchs gegenüber S24 wissen.

 

Sportunion ist Untermieter im Sportzentrum Mitte

Da die Sportunion im Sportzentrum Mitte neben dem SAK als zweiter Untermieter ihr Zuhause hat, wurde beim Informationsaustausch Ende September auch Union-Präsidentin Michaela Bartel (ÖVP) sowie Geschäftsführer Bernd Frey geladen. "Dabei wurde deutlich, dass die Sportunion nicht wie beim Kunstrasenbau des SAK erneut der Bauherr sein will", gab Auinger damals bekannt.

(Quelle: SALZBURG24)

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