Jetzt Live
Startseite Unterhaus
Finalisten stehen fest

Landescup: Underdog kickt St. Johann raus

Pinzgauer hoffen auf "Lottosechser"

Karol Solciansky, Zell am See Krugfoto
Karol Solciansky (gelb) avancierte gegen St. Johann im Landescup-Halbfinale zum Matchwinner./Archivbild

Zell am See und Anif treffen am 22. Mai im Salzburger Landescup-Finale aufeinander. Der Sprung ins Endspiel war für beide Teams allerdings ein zähes Unterfangen.

St. Johann wurde der Favoritenrolle im Süd-Duell gegen Zell am See nicht gerecht.

Zell am See lehrt St. Johann das Fürchten

Zells Trainer Toni Schauper kennt als ehemaliger St. Johann-Coach den Gegner in und auswendig. Gemeinsam mit Emrah Sahin, der bis zum Winter die Schuhe für den Halbfinal-Gegner schnürte, wurde ein Matchplan entwickelt – und dieser sollte voll aufgehen. Philipp Zehentmayr brachte den Salzburgligisten früh in Front, ehe Milan Sreco, dessen Sperre am Mittwoch vom Straf- und Beglaubigungsausschuss auf ein Spiel reduziert wurde, Florian Elmer per Eckball bediente – 1:1 zur Pause.

Die Schapper-Crew macht die Räume eng und gewann nahezu alle wichtigen Zweikämpfe. "Zell am See hat sich das Finale absolut verdient. Wir waren einfach zu schwach und haben uns keine einzige Torchance herausgespielt", erklärte St. Johann-Coach Ernst Lottermoser im Gespräch mit SALZBURG24.

FIIIIIINAAAAAAALEEEEEE!!! Mit einem 2:1 Heimsieg über den Regionalligisten TSV Mc Donald's St. Johann zieht der FC Zell...

Gepostet von FC Zell am See am Mittwoch, 8. Mai 2019

Zell am See hofft auf "Lottosechser"

Die Entscheidung zugunsten der Pinzgauer fiel kurz vor Schluss, als Zehentmayr nach einem Ballgewinn sofort tief spielte und Karol Solciansky (85.) auf die Reise schickte. Der Slowake "überlupfte" Gäste-Keeper Maximilian Strobl mit seinem linken Fuß zum 2:1-Endstand. "Es ist ein Highlight für den ganzen Verein. Die Jungs haben sich das Finale und das ÖFB-Cup-Ticket redlich verdient", schwärmte Schaupper. Als Wunschlos zur 1. ÖFB-Cup-Runde nannten die Zeller Österreichs "Top-Vier-Teams" Salzburg, LASK Linz, Sturm Graz, oder Rapid Wien. 

Bevor die Pinzgauer im ÖFB-Cup einsteigen, wartet unter anderem mit Anif ein harter Brocken im Landescup-Finale.

Kuchl bringt sich selber um Sensation

Der zweifache Westliga-Meister Anif zog gegen die seit zehn Spielen ungeschlagenen Kuchler gerade noch den Kopf aus der Schlinge. Zwar brachte Rene Zia die Hofer-Elf früh in Front, doch in der Schlussphase fanden die Tennengauer gute Chancen auf die Verlängerung vor. Vor allem der "Verlust" von Goalgetter Matthias Seidl zu Österreichs U18-Nationalteam konnte nicht kompensiert werden. 

Maximilian Neuhauser (19 Tore in der 1b) wirbelte als potentieller Ersatz bei einem Seidl-Abgang (zum FC Liefering oder Anif) zwar im Zentrum, ein Tor gelang dem 17-jährigen nicht. "Ich verstehe es nicht, dass der Verein ihn bei einem Halbfinale zum Team abstellt. Damit haben wir uns selbst um die Final-Chance gebracht", ärgerte sich Kuchl-Trainer Mario Helmlinger, der auf eine baldige Zukunftsentscheidung des Ausnahmetalents hofft.

Das Finale zwischen Zell am See und Anif steigt am 22. Mai in Eugendorf.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 17.10.2019 um 01:22 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/salzburger-landescup-zell-am-see-und-anif-im-finale-69984097

Kommentare

Mehr zum Thema