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Salzburger Liga

Fünf Verletzungen und knappe Duelle zum Liga-Start

Karriereende steht im Raum

Nun fiel auch am Wochenende der Startschuss in der Salzburger Liga. Corona-bedingt konnten in der Auftaktrunde nur fünf von sieben Partien stattfinden. Während Bramberg nach dem 2:0-Sieg in Bergheim erster Tabellenführer ist, bleiben zum Liga-Start fünf Verletzungen als bitterer Beigeschmack hängen.

Das Kräftemessen zwischen Eugendorf und Thalgau sowie das Duell Hallein gegen Puch konnten — wie bereits berichtet — corona-bedingt nicht stattfinden. Nach etlichen Testungen steht nun fest: Bis auf den bekannten positiven Covid-19-Fall in Puch fielen die restlichen Untersuchungen bei Faistenau und Fuschl alle negativ aus. Während diese Nachricht für Aufatmen sorgte, blieb den Zusehern auf den Salzburger-Liga-Plätzen teils der Atem stecken.

Angerer riss sich Achillessehne und denkt über Karriereende nach

Der Aufsteiger fieberte nach der Corona-Pause lange auf das Liga-Debüt gegen Neumarkt hin. Der Start war allerdings alles andere als schön: Bereits in der neunten Minute musste Verteidiger Bastian Angerer nach einem Achillessehnen-Riss ohne Fremdeinwirkung das Spielfeld verlassen. "Ich habe sofort gespürt, dass etwas nicht in Ordnung ist. Nachdem ich auf meine Ferse gegriffen und gemerkt habe, wie weich die Achillessehne ist, habe ich die Diagnose schon erahnen können", erklärte Angerer im Gespräch mit SALZBURG24.

Der 29-Jährige wollte heuer bereits seine Schuhe an den Nagel hängen, entschied sich aber für eine Fortsetzung. "Meine aktive Karriere wollte ich im Rahmen eines Liga-Spiels beenden und nicht aufgrund von Corona oder einer Verletzung aufhören", so der Siezenheimer Abwehrmann. Die heurige Saison ist allerdings gelaufen. Ob der Routinier nach der bereits stattgefundenen Operation wieder auf den grünen Rasen zurückkehrt, ist mehr als fraglich. "Ich befürchte leider, dass es kein Comeback geben wird. Auch die Ärzte haben mir geraten mit dem Fußballspielen aufzuhören."

Siezenheim verspielt Sieg gegen Neumarkt

Trotz des Schocks ging Siezenheim nach 26 Minuten durch Lorenzo Munaro in Führung und verteidigte in der Folge mit allen Mitteln — allerdings vergeblich. In den letzten Spielminuten drehten die Neumarkter den Spieß durch zwei Elfmeter von Raimund Friedl, die Pär und Veselinovic herausholten, noch um. "Sicher war es etwas glücklich, aber wir haben viel investiert und immer daran geglaubt", sagte Neumarkt-Trainer Tomislav Jonjic.

Bürmoos-Torschütze muss verletzt raus

Gegen die ambitionierten Bürmooser zeigte Adnet im ersten Abschnitt eine Glanzleitung: Bereits nach fünf Minuten köpfte Patrick Sparber die Tennengauer in Front. Die Elf von Thomas Schnöll hatte Neo-Angreifer Daniel Leitz und Co. gut im Griff, baute sogar nach einer Essl-Vorarbeit den Vorsprung durch Thomas Reindl (45.) auf 2:0 aus. "Das Duell war von viel Kampf und Krampf geprägt", fasste Schnöll zusammen. Bürmoos' Abwehrboss Stefan Permanschlager, der für Trainer Bernhard Kletzl "unersätzlich" ist, hauchte den Gästen nach einem Freistoß und dem Anschlusstreffer wieder Hoffnung ein.

Permanschlager wartet auf Operation im Gesicht

13 Minuten später passierte dann das Unglück. Der Defensivmann, der zuletzt an einer Luxation der Kniescheibe und einem Bandscheibenvorfall laborierte, brach sich nach einem Zusammenprall mit einem Adnet-Spieler die Augenhöhlenwand. "Mir geht es den Umständen entsprechend gut. Zuerst konnte ich wegen der Schwellung kaum mehr etwas sehen, nun ist es aber schon erträglicher", erklärte Permanschlager auf S24-Anfrage.

Am Mittwoch wird der Pechvogel operiert und darf — je nach Heilungsverlauf — mindestens sechs Wochen lang keinen Kontaktsport ausüben. Aber auch ohne dem baumlangen Verteidiger gelang den Bürmoosern noch der Ausgleich zum 2:2: Leitz drückte die Kugel zum Endstand über die Linie. Zu allem Überfluss musste auch noch Adnets Florian Widl nach einem Tritt in die Wade verletzt raus.

Zwei Knöchelverletzungen in Golling

Auch im Duell zwischen Hallwang und Golling kam es zu personellem Aderlass. Die Tennengauer, die in der Transferphase die meisten Stammspieler abgegeben haben, müssen neben der 2:1-Niederlage auf zwei weitere Spieler verzichten. Zunächst erwischte es vor dem 1:0 von Hallwangs Adil Alic Gollings Mittelfeldmann Eric Mitterlechner (Bänderriss) am Knöchel.

Nach dem zwischenzeitlichen Gollinger Ausgleich, den Ermin Hasic nach schönem Kombinationsspiel erzielte, spielte Robin Hujberts zwar die Partie mit angeschwollenem Knöchel zu Ende, steht die kommenden Runden aber nicht zur Verfügung. "Er hat sich zwei Bänder eingerissen. Die Verletzungen sind extrem bitter und schmerzen mehr als die Pleite", sagte Buck.

Bramberg ist erster Tabellenführer

Von der Tabellenspitze lacht indes Bramberg, das in Bergheim mit 2:0 drei Punkte einfahren konnte. "Ein verdienter Sieg, da wir als Mannschaft kompakt aufgetreten sind und gute Aktionen nach vorne hatten", lautete die Analyse von Coach Tamas Arnoczki. Fast gleich erfolgreich schloss Altenmarkt den Start gegen Straßwalchen ab — 2:1-Heimsieg. "Es war ein typisches erstes Saisonspiel. Auch wenn es schwer war, bin ich mit der Leistung des Teams zufrieden", resümierte Altenmarkt-Trainer Thomas Eder. 

Salzburger Liga: 1. Runde

  • Altenmarkt : Straßwalchen 2:1 (0:0)
  • Adnet : Bürmoos 2:2 (2:0)
  • Siezenheim : Neumarkt 1:2 (1:0)
  • Bergheim : Bramberg 0:2 (0:1)
  • Hallwang : Golling 2:1 (0:0)
  • Eugendorf : Thalgau abgesagt
  • Hallein : Puch abgesagt
(Quelle: SALZBURG24)

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