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Salzburger Liga: Tops und Flops der 13. Runde

Dem SAK 1914 fehlt nur noch ein Sieg zum Herbstmeistertitel. In der 13. Runde hängten die Städter wacker kämpfende Halleiner wieder die rote Laterne um. Weil Bramberg nach acht sieglosen Runden gegen "Vize" Neumarkt eine Sensation gelang und Thalgau sowie Puch nicht voll punkten konnten. Austria Salzburg erntet indes von allen Seiten viel Lob.

Gegen das neue Schlusslicht Union Hallein benötigte der SAK eine starke Schlussphase, bis die Fötschl-Elf den elften Saisonsieg einfahren konnte. Denn bis zur 77. Minute führten die Salinenstädter durchNikola RajkovicsFernschuss (9.) undPatrick Sparbers(11.) Kopfball mit 2:1.

TOP: Längerer Atem im 17. Schaulaufen

Inklusive Landescup zogen sich die Blau-Gelben am Freitag bereits zum 17. Mal ihre Trikots für ein Pflichtspiel über. Bis auf das Cup-Aus gegen Altenmarkt fand kein Team ein Mittel um die mit "Stars" gespickten Nonntaler zu bezwingen. Auch Hallein ging in der Schlussphase der Atem aus. "Wir waren eine Stunde lang absolut ebenbürtig. Im Finish ging uns leider das Gas aus", resümierte Hallein-Trainer Thomas Eder im Gespräch mit SALZBURG24. Dass es schlussendlich ein souveräner 5:2-Sieg geworden ist, lag an der körperlichen Fitness des Tabellenführers. "Bis dahin haben mich allerdings die maßlos vielen Abseitsstellungen gestört. Das haben wir besprochen und das Team hat es gut umgesetzt", erklärte SAK-Coach Fötschl, der den 3:0-Auswärtserfolg von Austria Salzburg in Eugendorf mit einem "Ausrufezeichen" wahrnahm und seine Mannen nach demSieg anstelle des Samstagtrainings von Strafraum zu Strafraum sprinten ließ.

Austria Salzburg erntet als "bestes Team der Liga" viel Lob

Die"beste Saisonleistung" zeigte laut Austria-Trainer Christian Schaider das violette Talente-Ensemble in Eugendorf. Mit aggressivem Offensiv-Pressing und einem unbändigen Willen wies der erste SAK-Verfolger die Deliu-Crew deutlich mit 3:0 in die Schranken. "Der Sieg hätte mit einer besseren Chancenauswertung auch höher ausfallen können", analysierte Schaider, der von seinem Pendant Rosen gestreut bekam: "Für mich ist die Austria mit Abstand das beste Team der Liga", gestand Deliu, der aber auch Fehler eingesteht. Zu sehr habe er sich auf die Stärken der Maxglaner konzentriert.

Violette "Profi-Assistenten"

Mitverantwortlich für die Leistungsexplosion der jungen Austria-Elfist neben der Arbeit von Cheftrainer Schaider auch das Engagement seiner "Assistenten". Mit "Co" Jilmaz Özel, Tormanntrainer Thomas Heller und TeammanagerMarkus Schneidhofer hat sich das Betreuerteam bereits bestens eingespielt. "Sie arbeiten alle höchst professionell und sind lauter Fachmänner, die kritisch und loyal die Arbeit reflektieren und sich positiv einbringen", erklärt Schaider. Wollen die Violetten das Duell um den Herbstmeistertitel spannend halten (ein SAK-Sieg noch notwendig), muss am Samstag gegen Altenmarkt ein Sieg her. Auch von dort wird dem Zweitplatzierten Rosen gestreut.

"Auch für mich ist die Austria souveräner als der SAK", legt sich Altenmarkt-Trainer Johann Davar fest, der bei der 3:1-Niederlage in Zell am See nun ohne Tormann dasteht. "Da wir keinen zweiten Goalie haben, muss der 1b-Keeper in die Bresche springen. Ich kenne ihn zwar nicht, aber da kommen wir nicht drum herum." Schlussmann Daniel Reiter leistete sich mit einer Beleidigung einen folgeschweren Fauxpas und wurde ausgeschlossen.

FLOPS: "Unvermögen" ermöglicht Derby-Sieg nach acht Jahren

In der Saison 2009/10 standen sich Kuchl und Adnet zum letzten Mal in der Liga gegenüber. Da bekam das Tennengau-Derby vor knapp 500 Zusehern am Sonntag einen speziellen Stellenwert. Kuchl nahm nach zuletzt sechs Siegen und einer Niederlage die Favoritenrolle an, ließ im Abschluss die Kaltschnäuzigkeit jedoch vermissen. "Das Spiel gestalteten wir, waren aber nicht gut genug, um Tore zu erzielen. Das grenzte an Unvermögen", ärgerte sich Kuchl-Trainer Mario Helmlinger, dessen Team sich nach einem Konternur mit einem Foul helfen konnte. Den fälligen Strafstoß verwertete Kapitän Florian Widl mit dem Goldtor. Zudem zog Silvio Zanchetta im Kasten des Aufsteigers seinen Ex-Kollegen mit tollen Paradenden Zahn.

Bramberg kickt Neumarkt aus Titelrennen

Das war es wohl für Neumarkt im Titelrennen um die Salzburger-Liga-Krone. Durch die 3:1-Niederlage gegen Bramberg am Sonntag beträgt der Rückstand auf die Spitze bereits zehn Zähler. Nachdem mit der Führung von Huber-Rieder (10.) zunächst alles nach Plan verlief, brachte der Ausschluss vonMarko Basic (34.) die Wallerseer aus dem Konzept. SchiedsrichterCetin Yorulmaz verwehrte ihnen nach Friedls Schuss zunächst einen Elfmeter, eheDavid Nindl(43.) auf der Gegenseite das Strafstoß-Geschenk dankend annahm undDaniele Iacona(45+1.) das Spiel komplett drehte. "Wir waren selber schuld, dass wir uns zu Diskussion mit dem Unparteiischen hinreißen ließen, aber er hat mit seinen Entscheidungen das Spiel gelenkt", resümierte Neumarkt-Trainer Tomislav Jonjic, der in der 73. Minute ebenso von seiner Trainerbank verwiesen wurde.

Bramberg verlässt somit den letzten Rang und springt auf Rang 14 vor. Da Thalgau gegen Golling mit dem 1:1 nur einen Zähler einfuhr, und auch Puch gegen Bürmoos mit 2:3 verlor, bleibt es im Keller weiterhin sehr eng.

Salzburger Liga: 13. Runde

  • SAK 1914 : ÖTSU Hallein 5:2 (1:2)
  • Eugendorf : Austria Salzburg 0:3 (0:0)
  • Strobl : Straßwalchen 2:3 (1:0)
  • Thalgau : Golling 1:1 (0:1)
  • Zell am See : Altenmarkt 3:1 (0:1)
  • Bramberg : Neumarkt 3:1 (2:1)
  • Puch : Bürmoos 2:3 (1:2)
  • Kuchl : Adnet 0:1 (0:0)

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