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Salzburger Liga

Tops und Flops der 15. Runde

Zum Kehraus in der Salzburger Liga feuert Adnet nach einem 0:2-Rückstand beim 7:3-Sieg gegen Altenmarkt noch ein Offensiv-Feuerwerk ab und überwintert auf Rang zwei. Indes feiert Hallwang trotz 70-minütiger Unterzahl einen Befreiungsschlag im Keller, während Zell am See Rang drei absichert und Neumarkt über Golling hinwegfegt.

Überraschungsteam Adnet bucht auch in der letzten Runde vor der Winterpause in unseren Tops eine Dauerkarte. Vom Abstiegskandidaten vor der Saison schließt Neo-Coach Thomas Schnöll und seine Truppe nach 15 Runden den Herbst als "Vize"-Winterkönig ab. Hut ab!

TOPS: Adnet stellt nach 0:2 auf 7:3

Altenmarkt startete nach einem Blitz-Doppelpack durch Branko Bozic (3., 9.) zwar nach Maß, verlor allerdings nach der schnellen Antwort von Adnets Toptorjäger Patrick Sparber (10., 13.) mit seinen Saisontoren neun und zehn den Faden. "Das ist schwer in Worte zu fassen und nur damit zu erklären, dass die Mannschaft sich einfach nicht aus der Bahn werfen lässt und unsere Spielidee hartnäckig verfolgt", erklärte Schnöll im Gespräch mit SALZBURG24. Mit der furiosen Aufholjagd von 0:2 auf 7:3 bleiben die Tennengauer Spitzenreiter Eugendorf (2:1-Sieg in Thalgau) somit weiter auf den Fersen. Mit nur einem Unentschieden mehr beträgt der Rückstand auf den Leader (35 Punkte) nur zwei Zähler.

Und die hungrigen Tennengauer wollen in ihrer zweiten Saison in der Salzburger Liga mehr. Schnölls Ziel ist es, die Großen der Liga so lange wie möglich "zu ärgern und lästig zu sein". Spannung ist somit garantiert.

????VIZEHERBSTMEISTER???? Unsere Mannschaft gewinnt das Heimspiel gegen UFC Altenmarkt nach einem 0:2 Rückstand verdient mit...

Gepostet von SK Adnet am Samstag, 9. November 2019

Zell am See begibt sich in Lauerstellung

Eine ähnlich starke Herbstsaison bot auch Zell am See mit dem neuen Trainer Bernhard Hanser. Mit 30 eingeheimsten Zählern landen die Pinzgauer nach dem 2:1-Sieg bei Union Hallein auf dem dritten Tabellenrang. Beim sechsten "Dreier" im siebten Spiel erlöste Dejan Tosic (15.) und Simon Viertler (54.) nach dem Elfmeter-Ausgleich von Henry Diaz die Hanser-Crew. Alles andere als ein Zeller Sieg würde einer kleinen Katastrophe gleichen, da die Gäste ein Chancenplus im Übermaß vorgefunden haben. Alleine Robi Kajic hätte die Salinenstädter im Alleingang erlegen können. Mit nur fünf Punkten Rückstand auf Eugendorf deutet vieles auf einen Dreikampf im Frühjahr hin. Union Hallein schließt das Jahr mit Rang elf ab.

Union Hallein, Zell am See Krugfoto
Dejan Tosic bejubelte die 1:0-Führung für Zell am See.

FLOPS: 43 Gegentore zwingen Straßwalchen zu Konsequenzen

Nur Schlusslicht Puch (49) und Drittletzter Thalgau (46) mussten das runde Leder öfters als Straßwalchen (43/Rang sechs) aus dem eigenen Kasten holen. Die Unterholzner-Crew drehte zwar sechs Spiele in der Schlussphase zu ihren eigenen Gunsten um, fing sich aber in den meisten Duellen verhinderbare Treffer ein. "43 sind eindeutig zu viel, da fehlt uns einfach die Cleverness und die Routine", erklärte Markus Chudoba, sportlicher Leiter in Straßwalchen.

Der Sargnagel wurde auch bei der 3:2-Pleite gegen Hallwang deutlich. "Es waren dumme Fehler dabei, die uns in 70-minütiger Überzahl nicht passieren dürfen." Daher wird das Spielsystem im Winter verändert und im Defensiv-Verbund aufgerüstet. Ein neuer Tormann sowie ein Abwehrspieler dürften in den nächsten Tagen präsentiert werden. "Aber generell sind 25 Punkte nach unserem großen Umbruch ganz okay", resümierte Unterholzner.

Puch im Keller einzementiert

Mit der 3:1-Schlappe in Bergheim sitzt Puch den gesamten Winter über auf dem letzten Tabellenrang fest. Das Team von Francesco Parrillo kam in 15 Spielen nicht über einen einzigen Sieg und zwei Remis hinaus und hält bei nur mauen fünf "Körnern". Der Rückstand an das rettende Ufer, auf dem sich Hallwang mit neun Punkten befindet, wuchs somit erneut an. Das Team rund um 1:0-Torschütze Fatih Yüksel (Elfmeter 35.) kommt auch nach der Rückkehr vom wiedergenesenen Neuzugang Danijel Tosic einfach nicht in Fahrt.

Immer wieder werfen Schwächephasen die Tennengauer aus der Bahn und bringen sie um die Früchte. Um den Schleudersitz in den verbleibenden elf Runden noch verlassen zu können, werden die Pucher eine stabilere Defensive sowie einen Knipser im Angriff benötigen. Ansonsten droht in der zweiten Saison nach dem Wiederaufstieg der erneute Gang nach unten.

(Quelle: SALZBURG24)

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