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Kuchl vor Aufstieg – Hallein in Abstiegsnot

Kuchl Krugfoto
Kuchl steht vor dem größten Erfolg der Vereinsgeschichte seit den 1950er Jahren.

Unterschiedlicher können die Vorzeichen bei den zwei Tennengauer Klubs Kuchl und Union Hallein nicht sein. Während der eingeschlagene Weg der Holzgemeinde Früchte trägt und der Aufstieg zum Greifen nahe ist, wird die Luft für die Salinenstädter im Salzburger-Liga-Keller immer dünner. Am Spielersektor tut sich bei beiden Klubs einiges.

In der neunjährigen Ligazugehörigkeit stieg der Erfolgsbarometer beim SV Kuchl stetig nach oben. Bis auf vergangene Saison (Rang elf) fand man sich immer unter den besten zehn Mannschaften im Endklassement wieder. Drei dritte Ränge sprechen für die Entwicklung des Klubs Bände. "Wir sind uns immer treu geblieben und verfolgten akribisch die Vereinsphilosophie", erklärte Sportchef Christian Seidl im Gespräch mit SALZBURG24.

Aufstieg in Regionalliga als Krönung

Da Verfolger Neumarkt in Eugendorf beim 1:3 Federn ließ und Kuchl auch im 13. Spiel in Folge ungeschlagen blieb, sind die Würfel im Aufstiegsrennen quasi gefallen. Ausgerechnet gegen die krisengeplagten Halleiner steht Kuchl nach dem 3:0-Sieg am Freitag drei Runden vor Schluss vor dem größten Vereinserfolg seit der Gründung. "Durch sind wir noch nicht, wir müssen in Adnet und Bürmoos nachlegen und wollen uns für die Niederlagen im Herbst revanchieren", mahnt Trainer Mario Helmlinger, der auch zu den Wechsel-Gerüchten um seine Person Stellung nahm: "Ich plane mit dem Verein eine längerfristige Zusammenarbeit, kann die Gerüchte nur dementieren", fügte der Erfolgstrainer an.

Bis auf Vinzenz Zschock (Anif) steht noch kein Abgang fest. Mit Adrian Wagner (Wals-Grünau) und Alexander Hofer (Scheffau) sind bereits zwei Neuverpflichtungen offiziell. Weitere sollen folgen.

27.Runde in der Salzburger Liga S.V. Raika Kuchl : Union Hallein powered by ZIJA Endergebnis: 3:0 (3:0) Der SV Raika...

Gepostet von Fussball-Impressionen vom Salzburger Unterhaus am Freitag, 24. Mai 2019

Gewitterwolken ziehen bei Union Hallein auf

Ganz anders sieht die Lage hingegen beim Nachbarn aus: Über Heinz Vitzkotters Team ziehen nach nur sieben mickrigen Punkten in der Rückrunde immer mehr Gewitterwolken auf. "Es ist richtig bitter, da auch die kleinsten Fehler immer bestraft werden. Ich weiß nicht, wie wir sie abstellen können", erläutert der Trainer. Es deutet alles darauf hin, dass es zum Liga-Kehraus zum absoluten Showdown zwischen Hallein (19 Punkte) und Schlusslicht Strobl (18 Punkte) kommen wird.

Beide Teams beklagen derzeit eine Verletzungsmisere. Bei den Wolfgangseern ist der Aderlass bereits so akut, dass sogar Trainer Leyti Seck nach zehn Jahren ohne Training am Samstag beim 1:1 gegen Altenmarkt seinen zweiten Joker-Einsatz gab.

Union Hallein: Drei Stammspieler vor Absprung

Unabhängig von der Ligazugehörigkeit tut sich in punkto Kaderplanung bei den Halleinern einiges: Defensiv-Allrounder Michael Neureiter wird von Fast-Aufsteiger Hallwang und Adnet umworben. Der Zweitplatzierte der 1. Landesliga steht gemeinsam mit Bergheim vor dem direkten Wiederaufstieg. Auch Patrick Sparber, der bei Adnet und dem FC Hallein (Fixabstieg in 2. Landesliga besiegelt) hoch im Kurs steht, könnte sowie weitere Leistungsträger der Union abhanden kommen. Auch Kapitän Bernhard Marx steht nach SALZBURG24-Informationen vor einem Wechsel zu Ligakonkurrent Adnet.

"Die Spieler haben uns das Wort gegeben, sich mit der Entscheidung noch ein wenig Zeit zu lassen", sagte Vitzkotter, der gemeinsam mit Boss Hannes Grandits nach eigenen Angaben bereits 85 Prozent des Kaders binden konnte – unabhängig in welcher Liga Neo-Coach Eidke Wintersteller die Halleiner übernehmen wird.

Union Hallein Krugfoto
Hängende Köpfe bei Union Hallein. Im Bild: Boss Hannes Grandits (li.), Kapitän Bernhard Marx (Boden) und Trainer Heinz Vitzkotter.
(Quelle: SALZBURG24)

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