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Salzburger Liga

Vier Teams ungeschlagen – ebenso viele ohne Sieg

Überraschendes Führungs-Trio

Leader Bramberg geigt auch in der dritten Salzburger-Liga-Runde auf, schlägt Siezenheim auswärts 4:2 und bleibt ohne Punkteverlust. Dahinter lauern mit Hallwang und Neumarkt zwei Überraschungs-Teams. Im Keller hingegen warten vier Mannschaften weiter auf den ersten Triumph.

Drei Spiele, neun Punkte und ein Torverhältnis von 8:2 sprechen Bände! Mit Bramberg ist in dieser Saison auf jeden Fall zu rechnen. Die Pinzgauer bogen auch den heimstarken Aufsteiger Siezenheim auf deren kleinen Platz mit 4:2. Selbst der Gegner lobte das Team von Trainer Tamas Arnoczki.

Makellos: Bramberg mit Traum-Start

"Sie sind richtig stark und haben mit den Nindl-Brüdern, Dreifachtorschütze Fabian Bachler und Co enorme Qualität", streute Siezenheim-Coach Peter Urbanek dem Kontrahenten im Gespräch mit SALZBURG24 Rosen. "Das hört man gerne, aber wir können und werden noch besser spielen", sagte Arnozcki.

Auch wenn Bramberg schlussendlich zwei Treffer mehr erzielte, hätte das Spiel beim Zwischenstand von 1:2 auch kippen können. Knackpunkt war für Urbanek die Ampelkarte von Schützling Tobias Schwaighofer.

Siezenheim, Bramberg, Salzburger Liga Krugfoto
In Siezenheim (schwarz) behielt Leader Bramberg mit einem 4:2-Sieg die Oberhand.

Danach erlegte Bachler mit zwei Toren den Gegner quasi im Alleingang. "Da waren sehr schöne Tore dabei. Wir hätten uns mit etwas mehr Effizienz im Konterspiel ein Remis durchaus verdient gehabt", resümierte Urbanek.

Hallwang und Neumarkt ungeschlagen

Das Verfolger-Duo heißt Hallwang und Neumarkt, die sich im direkten Duell mit einem 1:1 begnügen mussten. "Da wäre mehr drinnen gewesen", trauert Hallwang-Coach Patrick Schöberl den zwei verlorenen Punkten auf S24-Anfrage nach. Der Abstiegskandidat der Vorsaison blüht heuer richtig auf, ortet den Schlüssel zum Erfolg bei der homogenen Mannschaft. "Wir haben viel hinterfragt, im athletischen Bereich hart gearbeitet und sind zusammengewachsen", erklärte Schöberl.

Nach Remis: Hallwang-Coach Schöberl sauer

Nach der Führung von Neuzugang Adrian Wagner (28.) vergaben Marco Leitner und Co sichere Sitzer teils "zu lässig" und wurden nach der Ampelkarte von Lukas Kauba, der zwei Mal im Zweikampf zu spät kam, bestraft. Franz Promberger (80.) erzielte noch den Ausgleich, nach dem auch Hallwangs Bernhard Löw mit gelb-rot vom Feld musste. "Da war ich schon ein wenig sauer, weil wir mit einem 2:0 sicher nicht zwei Mann verloren hätten", sagte Schöberl. Dennoch: Beide Teams bleiben ungeschlagen und sprechen von einem "gelungenen Saisonstart".

Klarer Bergheim-Sieg in Hallein

Einen Punkt dahinter bogen die Viertplatzierten Bergheimer (6 Punkte) den UFC Hallein auswärts klar mit 3:0. Bei den Salinenstädtern läuft es derzeit immer noch nicht nach Plan, die gegnerischen Tore scheinen wie verhext zu sein. Und in der Defensive fingen sich die Mannen von Trainer Eidke Wintersteller nach Eigenfehlern zu "billige Gegentreffer" ein.

Eugendorf für Golling einfach zu stark

Ebenso noch ohne Pleite nach zwei Spielen nimmt Titelfavorit Eugendorf Fahrt auf. Das Team von Arsim Deliu besiegte den ersatzgeschwächten SC Golling deutlich mit 2:0. "Wir hatten nicht eine richtige Torchance. Eugendorf hat das auch mit dem Ball und speziell im Angriff gut gemacht", sah Philip Buck, Trainer der Tennengauer, die Niederlage als klare Angelegenheit an.

Vier Teams warten auf ersten Sieg

Im Keller hingegen warten mit UFC Hallein (0), Straßwalchen (1), Bürmoos (2) und auch Adnet (2) vier Mannschaften auf den ersten vollen Erfolg. Während Adnet vor dem Corona-Abbruch als Überraschungsteam die Liga verzückte, ist bei Patrick Sparber und Co. derzeit etwas Sand im Getriebe. Nachdem Sparber die Führung von Straßwalchen egalisieren konnte und Jasin Jahic nach einer schönen Einzelaktion zum 2:1 traf, gab die Elf von Thomas Schnöll den sicher geglaubten Sieg noch her: "Wir sind selbst schuld, da wir es davor mit einigen guten Möglichkeiten selber richten hätten können." Alleine Sparber, der am Sonntag seinen 28. Geburtstag feierte, hatte vier Großchancen am Fuß.

Union Hallein, Adnet Krugfoto
Adnet-Coach Thomas Schnöll grübelt nach dem etwas mauen Saisonstart.

Ergebnis-Krise in Bürmoos

Dass Bürmoos nach den starken Ergebnissen in der Vorbereitung ins Hintertreffen gerät, überraschte auch Thalgau-Trainer Rene Pessler nach dessen 3:1-Sieg am Samstag: "Sie sind ein richtig starkes Team, wir haben uns aber aufgrund der zweiten Halbzeit den Dreier durchaus verdient." Für den Dosenöffner sorgte ausgerechnet Ex-Bürmooser Mario Bergmüller, der bereits in der zweiten Minute bei einem Elfmeter die Verantwortung übernahm und Thalgau in Front schoss.

"Er war schon die ganze Woche top motiviert, machte seine Aufgaben sehr gut", erklärte Pessler, dessen Team bei einem Lattenpendler von Bürmoos-Neuzugang Daniel Leitz Glück hatte. Dennoch ging der Matchplan des Underdogs auf – Bürmoos setzte zum Dauerfeuer an, scheiterte aber vier Mal an den herausragenden Keeper Georg Almhofer. Nach Bastian Kopelents (50.) Ausgleich hatten Christoph Riepler (63.) und Sandro Cokic (87.) bei den Treffern zum 3:1-Endstand die passenden Antworten parat.

Christoph Georg Riepler, Thalgau Krugfoto
Mit seinem Treffer zum 2:1 gegen Bürmoos brachte Christoph Georg Riepler Thalgau auf die Siegerstraße.

Elfmeter-Tor reicht Puch zum Sieg

Puch hingegen feiert das Ende der Auswärts-Durststrecke: Seit Mai 2019 hatte der abgeschlagene Letzte der Vorsaison auf einen Sieg als Gast-Team gewartet und jubelte am Wochenende nach dem 1:0-Triumph in Altenmarkt über die ersten Saisonpunkte. Die Pongauer konnte nach dem Chancenplus für Puch und dem Elfmetertreffer von Cem Emen nicht mehr zulegen. "Der Sieg für Puch geht aufgrund der ersten Halbzeit in Ordnung", gab Altenmarkt-Trainer Thomas Eder zu.

Da drei Routiniers ausfielen und der Kader bei den Pongauern nicht allzu groß ist, kam es am Samstag zu zwei Startelf-Debüts: Die 15- und 16-Jährigen Lucas Mooslechner (zentrales Mittelfeld) und Renan Sahiti (Stürmer) liefen erstmals in der Kampfmannschaft auf. Zudem musste mit Peter Mauch der sportliche Leiter als Routinier aushelfen. "Wir gehen bewusst den jungen Weg, auch wenn wir wissen, dass es heuer gegen den Abstieg gehen wird", erklärte Eder, der trotzdem an sein Team und den Liga-Verbleib glaubt.

(Quelle: SALZBURG24)

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