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England als Vorbild

Salzburgs größter Sport-Fachverband wird 100

Fußballverband feiert Jubiläum

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Der Salzburger Fußballverband feiert heute seinen 100. Geburtstag. Im Bild Präsident Herbert Hübel.

Im Jahr 1921 wurde Salzburgs Fußballverband (SFV) gegründet. Heute feiert der größte Sport-Fachverband des Landes seinen 100. Jahrestag. England galt als ganz großes Vorbild.

Als am 15. April 1921 der Salzburger Fußballverband aus der Taufe gehoben wurde, hatte die Welt nicht nur den Ersten Weltkrieg, sondern mit der Spanischen Grippe eine Influenza-Pandemie überstanden.

 

Fünf Klubs gründeten Salzburger Fußballverband

Im Frühjahr 1921 fassten fünf lokale Fußballvereine den Entschluss, in Salzburg einen eigenen Verband zu gründen. Vertreter der Vereine SAK 1914, FC Nordstern, Itzlinger Sportclub, 1. Oberndorfer SK 1920 und Amateur Sportclub wählten im Salzburger Gasthof Sternbräu Paul Massiczek zum ersten Präsidenten.

England als Vorbild für Salzburg

Im Protokoll hieß es: "Die vornehmste Aufgabe wird es sein, den Sport im Land Salzburg zu fördern, die Sportdisziplin auf jene Höhe zu bringen, wie sie zum Beispiel in England vorbildlich ist." Trotz vieler einschneidender Ereignisse und zahlreicher Stolpersteinen verbindet seither die Leidenschaft für den Fußball tausende Menschen, die Woche für Woche ihrem Lieblingssport in organisierten Bewerben nachgehen. Nur halt derzeit nicht. Denn wie vor 100 Jahren wird der Amateurfußball wieder Fahrt aufnehmen, wenn die Pandemie für beendet erklärt werden kann.

Über 130 Vereine, 25.000 Spieler, zahlreiche Trainer, Betreuer und Funktionäre, sowie über 200 Schiedsrichter sehnen den Wiederanpfiff im Breitensport herbei. 

"Fußball nimmt eine wertvolle gesellschaftliche Rolle ein, und wird dieser nach Überwindung der Corona-Pandemie auch zukünftig wieder in vollem Ausmaß gerecht werden", verspricht SFV-Geschäftsführer Peter Haas in einer Aussendung.

(Quelle: SALZBURG24)

Erster Verband beschließt Unterhaus-Abbruch

Fußball, verboten Bilderbox
(SYMBOLBILD)

Dem Amateurfußball fehlt in der Corona-Pandemie jegliche Perspektive. In Niederösterreich wird das komplette Unterhaus erneut ohne Wertung abgebrochen – ohne Auf- und Absteiger. In Salzburg herrscht weiter Unklarheit.

Der niederösterreichische Verband (NÖFV) macht Nägel mit Köpfen und sorgt für Klarheit: Durch die Verlängerung des Lockdowns im Osten (mindestens bis 2. Mai) muss die heurige Saison für die Teams im Erwachsenenbereich vorzeitig beendet werden. Das gaben die Verantwortlichen am Dienstag auf ihrer Homepage bekannt.

Erneute Null-Saison in Niederösterreich

Hintergrund des Abbruchs ist eine Entscheidung aus dem März, maximal bis zum 18. April zu warten, wie Fabian Rumer  vom NÖFV damals auf SALZBURG24-Anfrage mitteilte. So wie in der vergangenen Saison gibt es auch diesmal weder Ab-, noch Aufsteiger. Dafür hätte zumindest jeder Klub gegen einen Liga-Kontrahenten einmal spielen müssen – das ist sich auch heuer nicht ausgegangen. Es fehlten ein bis fünf Runden.

Der ÖFB-Vorstoß, die Saison mittels Verlängerung bis Ende Juli zu retten, dürfte kein Thema mehr sein. Der späteste Stichtag für die letzte Runde ist der 4. Juli.

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Zum Haarerraufen: Im Fußball-Unterhaus (im Bild der SV Grödig) gibt es immer noch keine Perpektive, wann es wieder weiter gehen könnte.

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"Durch die nun getroffene Entscheidung der politisch Verantwortlichen ist nun bis zum 18. April definitiv kein Training möglich. Diese Einschränkung ist somit gleichbedeutend mit dem vorzeitigen Saisonende für alle Kampfmannschaften bei den Damen und Herren sowie für die Reservebewerbe“, erklärte NÖFV-Fußball-Präsident Johann Gartner.

Im Nachwuchsbereich könnte es im Idealfall noch möglich sein, Spiele zu bestreiten. Man wolle diesbezüglich die Entwicklungen im Auge behalten, hieß es.

Unterhaus-Abbruch "unausweichlich"

Die Entscheidung sei für die Funktionären "unausweichlich". Hunderte Vereine und Tausende Amateur-Kicker sind davon betroffen. Der Super-GAU, dass die Corona-Pandemie zu einer zweiten Spielzeit ohne sportliche Konsequenzen führt, ist nun eingetroffen. Alternativmodelle, um zumindest die jeweiligen Tabellenführer zu belohnen, wurden nicht umgesetzt.

 

Keine Entscheidung in Salzburg

In Salzburg wird weithin abgewartet. Auch wenn es aufgrund der Infektionszahlen utopisch erscheint, dass die fehlenden Hinrunden-Duelle ausgetragen werden können, bittet der Salzburger Fußballverband, der am Donnerstag seinen 100. Geburtstag feiert, weiterhin um Geduld und kann keine Klarheit schaffen. 

Thalgau, Eugendorf Krugfoto
Salzburger Liga-Leader Eugendorf (Wolfgang Suppan/re.) könnte der Aufstieg in die Regionalliga erneut verwehrt bleiben. (ARCHIVBILD)

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"Wir warten mit dem Abbruch so lange ab wie möglich", heißt es immer wieder von Geschäftsführer Peter Haas auf S24-Anfrage. Unklar ist zudem, ob bei einem Stopp gewertet oder die 109 Salzburger Vereine erneut mit einer Null-Saison Vorlieb nehmen müssen. 

So ist eine Wertung in Salzburg möglich:

  • Jedes Team muss einmal gegen jeden Gegner gespielt haben
  • Mit einem Vorstands-Beschluss können auch nach derzeitigem Stand Auf- und Absteiger ermittelt werden

Erst Ende April wissen die Klubs und die Amateurfußballer in Salzburg, ob die erbrachten Leistungen honoriert werden oder nicht.

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Bei einer vorzeitigen Wertung der Regionalliga Salzburg würde Kuchl (Christoph Hübl/Mitte) als Meister feststehen. Wals-Grünau (Thomas Pertl/re.) müsste demnach den Gang in die Salzburger Liga antreten.

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