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Vier Spiele abgesagt

Sieben Kuchl-Spieler in Quarantäne

Corona-Alarm bei Tennengauer Klub

Wegen Corona-Alarm muss Regionalligist Kuchl vier Spiele absagen. Da mehrere Spieler mit einem Corona-Infizierten Kontakt hatten, ist an Fußballspielen derzeit nicht zu denken. Einige Kicker sind freiwillig in Quarantäne.

Kuchl

Die Tennengauer sagten das gestrige Spiel gegen den SAK 1914 vorsorglich ab. "Wir wollten kein Risiko eingehen", sagte Kuchls Obmann Sebastian Wimmer im Gespräch mit SALZBURG24.

Einige Kuchl-Spieler hatten Kontakt zu positivem Corona-Fall

Der Grund: Die Tennengauer wurden Dienstagfrüh von einer am Coronavirus positiv getesteten Person darüber informiert, dass mehrere Spieler Kontakt mit ihr hatten. Aufgrund steigender Zahlen gelten im Tennengau ab Dienstag verschärfte Corona-Maßnahmen.

"Einige Spieler hatten engen Kontakt mit der infizierten Person. Daher befinden sich rund sieben bis acht Kicker freiwillig in Quarantäne. Leider kommt die Behörde nicht nach und wir wissen nicht, ob diese nun getestet werden oder nicht", erklärte Kuchl-Trainer Mario Helmlinger auf S24-Anfrage.

Kuchl, SAK, Regionalliga, Mario Helmlinger Krugfoto
Die Sorgen bei Kuchl-Trainer Mario Helmlinger (re.) und Co werden immer größer.

Die Vereine aus dem Tennengau können – außer sie finden außerhalb des Gaues eine Spielstätte – die Heimduelle absagen. Zudem können Klubs bei fehlenden Trainingsmöglichkeiten Auswärtsspiele ohne Zustimmung des Gegners verschieben – das besagen die neuen Regeln des Salzburger Fußballverbandes.

Regionalligaspiele von Kuchl abgesagt

Sportlich lachen die Kuchler in der Regionalliga von Rang eins und stehen kurz vor dem Aufstieg in die überregionale Westliga. "Es ist sehr bitter, dass wir nicht spielen können, aber wir hoffen, dass wir nach der Pause wieder an unseren Leistungen anschließen können."

Auch das für Samstag geplante Heimduell mit Wals-Grünau findet fix nicht statt.

Das Auswärtsspiel bei Austria Salzburg (23.10) und das Spiel zuhause gegen Grödig (26.10) stehen auch auf der Kippe. "Wie die Spiele danach terminlich gelöst werden sollen, ist mir ein Rätsel", sagte Helmlinger.

Bis 26. Oktober dürfen die Tennengauer Mannschaften keine Heimspiele sowie Trainings absolvieren. Daher fordern vier Teams das Ende des Sportverbots.

(Quelle: SALZBURG24)

Tennengauer Klubs fordern Stopp des Sportverbots

Nichts geht mehr im Tennengau! Gemeint ist damit jeder Mannschaftssport. Am Dienstag wurden vier Fußball-Vereine aus der Salzburger Liga kreativ und fordern mit einem Schreiben an den Fußballverband und an die Landesregierung die Aufhebung des Sportverbots.

Bis auf Gruppentrainings im Leistungs- und Spitzensport sowie Einzeltrainings im Außenbereich sind im Universitätssportzentrum Rif Sportveranstaltungen bis zum 26. Oktober stillgelegt.

Dennoch: Die Wintersportler, die Volleyball-Damen und Heeressportlern dürfen zumindest trainieren.

Kein Mannschaftssport im Tennengau

Im Fußball sieht das anders aus – da wird die Kugel erst in knapp zwei Wochen wieder rollen. Außer: Die Klubs können außerhalb des Gaues eine Spielstätte auftreiben. Ansonsten sind die Heimduelle abzusagen. Zudem können Klubs bei fehlenden Trainingsmöglichkeiten Auswärtsspiele ohne Zustimmung des Gegners verschieben – das besagen die neuen Regeln des Salzburger Fußballverbandes (SFV).

Tennengauer Fußballvereine fühlen sich benachteiligt

Nun wenden sich mit Puch, Adnet, Golling und Hallein vier Salzburgligisten mit einem Brief an den Verband. "Auch dem SFV sind die Hände gebunden, aber wir fühlen uns benachteiligt und wollen das für alle Freiluftsportarten zum Ausdruck bringen", erklärte Puch-Obmann Peter Weidisch im Gespräch mit SALZBURG24. Für Weidisch und Co. sind Spiele ohne Trainings nicht durchführbar.

Peter Weidisch, Puch, Salzburger Liga Krugfoto
Puch-Chef Peter Weidisch fordert als Klassenobmann der Salzburger Liga die Aufhebung des Sportverbots.

Konkret pochen die Vereine für mehr Fairness. "Für uns ist es eine Wettbewerbsverzerrung. Wir möchten, dass alle Teams gleich behandelt werden", spricht sich Adnets Obmann Roman Walkner für eine ligaweite Pause und anschließend mehr englischen Runden aus.

"Bei allen anderen Lösungen ist der Tennengau benachteiligt", betont Halleins sportlicher Leiter David König. Die Thomas Stangassinger Sportanlage darf auf Anordnung der Halleiner Stadtregierung bis auf weiteres nicht mehr betreten werden.

Kritik gegen Verschärfungen im Sport

Weidisch, der zudem Klassenobmann ist, geht sogar noch weiter und hofft trotz des Sportverbots auf grünes Licht von der Politik: "Über den SFV und Präsident Herbert Hübl erhoffen wir uns, dass die Landesregierung ihre Entscheidung überdenkt und uns doch spielen lässt." Der Puch-Chef fügt an, dass die Entscheidung die falschen Personen trifft. "Im Sport gab es bislang kaum Infektionen", sagte Weidisch.

Anordnung im Tennengau "überzogen"

Die Kritik der Teams richtet sich gegen die von Politik und Behörden kurzfristig verfügten Verbote, Meisterschaftsspiele im Tennengau durchzuführen und das Training zu untersagen. "Diese Anordnung erscheint schlichtweg unrichtig, überzogen und kontraproduktiv", heißt es im Schreiben an den SFV.

Hoffen auf grünes Zeichen für Freiluftsport

Die Tennengauer Vereine ersuchen den Verband, diesen Protest den politischen und behördlichen Entscheidungsträgern weiterzuleiten. Diese sollen die getroffene Entscheidung umgehend prüfen und die Ausübung von Freiluftsport sofort wieder ermöglichen. "Denn nur so ist im Interesse aller ein fairer Wettbewerb möglich. Sport ist auch für die Jugend wichtig – und das möchten wir den Kindern ermöglichen", fügte Weidisch an.

Aufgerufen am 25.10.2020 um 10:52 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/sieben-kuchl-spieler-wegen-corona-alarm-in-quarantaene-94152394

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