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Die Zeit drängt!

Unterhaus-Auferstehung zu Ostern – sonst Abbruch

Unterschiedliche Fußball-Regeln in ganz Österreich

Die Zeit drängt! Seit fast fünf Monaten hat das Coronavirus den Amateurfußball auf Eis gelegt. Wird ein Vollkontakt-Training für Erwachsene nach Ostern nicht erlaubt, droht in ganz Österreich ein erneuter Abbruch. Wir haben uns die Regelungen in allen Bundesländern im Detail angesehen.

Je länger der organisierte Amateursport verboten bleibt, desto wahrscheinlicher wird der Abbruch im Fußball-Unterhaus. Die gestrigen Aussagen von Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler (Grüne) sind nicht gerade vielversprechend: "Momentan müssen wir eher die sich ausbreitenden Virusvarianten eindämmen. Dann werden die Gesundheitsbehörden, nehme ich an, regional differenziert vorgehen, und davon wird es abhängen, was noch in den Kalender reingeht und was nicht."

Für 109 Salzburger Fußballvereine gibt es keine Perspektive, wann ein gepflegtes Match wieder stattfinden kann.

Kind_Fußball Krugfoto
Viele Kinder und Jugendliche sehnen sich nach gemeinsamem Sporttreiben. (ARCHIVBILD)

Frühlingserwachen für das Vereinsleben

Kinder und Jugendliche dürfen ab heute in Kleingruppen wieder zusammentreffen und Sport betreiben. Das Vereinsleben wird dadurch nach monatelangem Stillstand unter Einhaltung strenger …

Fußball-Training ab Ostern oder Abbruch

Mit einem SALZBURG24-Rundruf versuchen wir nun etwas Klarheit zu schaffen. In allen neun Fußballverbänden Österreichs kristallisiert sich trotz regionaler Unterschiede (siehe Tabelle unten) folgender Fahrplan heraus: Bis Anfang Juli müssen die Meisterschaften zu Ende gespielt werden. Um die fehlenden Hinrundenspiele auszutragen, die für eine Wertung notwendig sind, benötigen die Verbände rund sechs bis sieben Wochen. Hinzu könnten mögliche Corona-Fälle bei den Aktiven den Zeitplan durcheinanderwirbeln.

 

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Bei einer vorzeitigen Wertung der Regionalliga Salzburg würde Kuchl (Christoph Hübl/Mitte) als Meister feststehen. Wals-Grünau (Thomas Pertl/re.) müsste demnach den Gang in die Salzburger Liga antreten.

Chance auf Regionalliga-Wertung lebt

Je länger der organisierte Amateursport verboten bleibt, desto wahrscheinlicher wird der Abbruch im Fußball-Unterhaus. SALZBURG24-Recherchen haben nun ergeben, dass die Chance auf eine Wertung der …

Sprich: Spätestens Mitte Mai muss die Punktejagd wieder starten. Da die Klubs mindestens vier Wochen Vorbereitungszeit brauchen, wird ein Vollkontakt-Training Mitte April – also in einem Monat – anvisiert.

Kommt es nach dem Ostersonntag (5. April) zu keiner Auferstehung im Unterhaus, droht bundesweit der erneute Abbruch.

 

So sieht der bundesweite Plan im Fußball-Unterhaus aus

So definieren die Fußballverbände den Fahrplan und die Regeln für die Saison 2020/21.

 

Die nächsten Wochen werden zeigen, ob Fußballer über 18 Jahren ihrem Hobby nachgehen können.

(Quelle: SALZBURG24)

Frühlingserwachen für das Vereinsleben

Kind_Fußball Krugfoto
Viele Kinder und Jugendliche sehnen sich nach gemeinsamem Sporttreiben. (ARCHIVBILD)

Kinder und Jugendliche dürfen ab heute in Kleingruppen wieder zusammentreffen und Sport betreiben. Das Vereinsleben wird dadurch nach monatelangem Stillstand unter Einhaltung strenger Sicherheitsmaßnahmen wieder leicht belebt. Die Freude darüber bei Salzburgs Vereinen ist groß.

Kinder und Jugendliche waren wohl mitunter die am meisten Leidtragenden im letzten Jahr. Lockdowns und Stillstand des Vereinslebens legten ihr soziales Leben quasi lahm, da auch der Schulbetrieb lange Zeit ausfiel. 

Team-Sport zu betreiben war untersagt. Das hatte dramatische Auswirkungen auf die körperliche und psychische Verfassung. Besonders die Kinder im Volksschulalter litten am meisten unter Einschränkungen der Corona-Pandemie.

Kindergarten, Themenbild APA/HERBERT NEUBAUER

Sport und Spiel für Kids in Kleingruppen möglich

Die Freizeitgestaltung für Salzburgs Kinder war in den letzten Monaten sehr eingeschränkt, das Vereinsleben stand quasi still. Auch Kinder- und Jugendarbeiter konnten nur eingeschränkt Beratungen …

Erste Lockerungen ab heute

Ab heute wird in ganz Salzburg die außerschulische Kinder- und Jugendarbeit schrittweise wieder möglich sein. Es werden Sport und Spiel in Kleingruppen sowie psychosoziale Unterstützungsangebote wieder ermöglicht. „Kinder und Jugendliche brauchen Gleichaltrige, sie brauchen den sozialen Austausch, sie brauchen Orte der Begegnung. Die Auswirkungen der Pandemie auf die psychische Gesundheit der Kinder und Jugendlichen ist massiv“, sagt Jugendlandesrätin Andrea Klambauer (NEOS) in einer Aussendung.

 

Die Öffnungs-Schritte im Überblick

Unter Einhaltung strenger Vorsichtsmaßnahmen sehen die Lockerungen der außerschulischen Jugendarbeit (z.B. Jugendzentren, Anm.) bis 18 Jahre wie folgt aus:

  • Darf in geschlossenen Räumen und im Freien stattfinden
  • Testverpflichtung für die Jugendlichen besteht nur in geschlossenen Räumen (Antigentest max. 48 Stunden/ PCR Test max. 72 Stunden)
  • Maskenpflicht plus Abstand in geschlossenen Räumen
  • Gruppengröße beträgt maximal zehn Menschen plus bis zu zwei Betreuungspersonen.
  • Verpflichtendes Präventionskonzept
  • Registrierungspflicht
  • Kein Körperkontakt

„Wir werden ab heute Outdoor wieder loslegen“, freut sich der Vorsitzende des Landesjugendbeirats Salzburg, Andreas Huber-Eder im Gespräch mit SALZBURG24. Denn für alle Aktivitäten im Freien gelten die angeführten Maßnahmen, die leichter umsetzbar sind. „Für Indoor warten wir noch auf die Umsetzungs-Empfehlungen der Regierung“, sagt Huber-Eder. Obwohl das Wetter aktuell nicht besonders einladend ist, erwarte man sich regen Zustrom seitens der Kinder und Jugendlichen.

 

Profis für Hygiene-Regeln

Grundsätzlich seien die Aktivitäten in geschlossenen Räumen kein Problem und durchaus umsetzbar. „Wir sind Profis was Hygieneregeln angeht, weil wir das alles im Herbst schon umgesetzt haben. Wir müssen die Konzepte nur leicht adaptieren. Zum Beispiel, dass alle eine FFP2-Maske tragen müssen“, so Huber-Eder. Rund 85 Prozent aller Kinder und Jugendlichen wären Schüler und würden ohnehin in den Schulen regelmäßig getestet.

Zudem seien sie vom Schulalltag in Sachen Hygiene eingespielt. Ein negativer Corona-Test ist dennoch notwendig, um an den Aktivitäten teilzunehmen. Daher wünsche man sich, dass auch die Selbsttests als solche von der Bundesregierung zugelassen werden.

Sozialer Kontakt ist das Um und Auf

„Wir wären auch bereit die Tests selbst durchzuführen“, sagt Huber-Eder. Das Ziel sei, die Kids wieder in die Einrichtungen zu holen und für sie da zu sein. „Der soziale Kontakt ist das Um und Auf. Die Jugendlichen treffen sich ja sowieso. Nur bei uns haben sie auch die Möglichkeit zu reden, sich Rat zu holen und den Frust zu deponieren.“

Erreichen würde man die Jugend ganz einfach über die sozialen Netzwerke, Telegram oder Whatsapp, wo man ohnehin vernetzt sei. Unter Einhaltung eines Präventionskonzeptes wäre es sogar möglich die FFP2-Masken abzulegen oder den Mindestabstand zu unterschreiten. Eine Möglichkeit, die auch für Sportvereine interessant werden könnte.

Morgen geht es endlich los – oder übermorgen oder am Mittwoch… Nach 4 1/2 Monaten Sportplatzverbot dürfen die Kids ab...

Gepostet von Kinder brauchen Sport am Sonntag, 14. März 2021

Kinder dürfen wieder sporteln

Österreichweit (ausgenommen Vorarlberg) gilt beim Sport nun, dass Minderjährige im Freien in Gruppen von bis zu zehn Personen und zwei volljährigen Betreuerinnen bzw. Betreuern trainieren dürfen. Körperkontakt sowie sportartenspezifische Wettkämpfe wie Matches sind nicht erlaubt – der Zwei-Meter-Abstand muss eingehalten werden. Jedem Sportler müssen 20 Quadratmeter zur Verfügung stehen, Hallen bleiben weiterhin geschlossen.

„Wir sind froh, dass wir den Kindern zumindest wieder ein kleines Bewegungsangebot bieten können“, erklärt Norbert Haslauer, Obmann des Fußballvereins USC Eugendorf, auf S24-Anfrage.

Testpflicht für Sport-Trainer

Das Frühlingserwachen im organisierten Sport will der Unterhaus-Klub aber mit Vorsicht angehen. „Wichtig ist, dass wir uns an die Spielregeln halten und Ruhe ausstrahlen. Unsere Trainer wurden gestern in einer Online-Konferenz geschult und werden sich an ein Präventionskonzept halten. Das Um und Auf ist, dass sich die Kinder wieder gemeinsam bewegen dürfen“, betont Haslauer.

Für Trainerinnen und Trainer gilt, dass sie sich einmal wöchentlich mittels Antigen- oder PCR-Test auf das Coronavirus testen lassen müssen. Liegt der Nachweis eines negativen Tests nicht vor, haben die Betreuerinnen und Betreuer auch während der Trainingseinheit eine FFP2-Maske zu tragen.

Kontaktsportarten weiter untersagt

Heute geht es auch für 115 Kinder von den Salzburg Ducks wieder los. Da Football seit Anfang März dem Spitzensport zugeordnet wird, nimmt die Jugend-Abteilung wieder am Training teil. „Unsere Sportler werden mit der Zustimmung der Eltern wöchentlich getestet und freuen sich schon riesig, dass sie wieder loslegen können“, erklärte Christine Gappmayer, Obfrau der Ducks. Fünf Corona-Beauftragte sowie ein Arzt sorgen für einen reibungslosen Ablauf des Trainings. Zudem wird Fieber gemessen und regelmäßig desinfiziert.

Kontaktsportarten wie Ringen, Judo oder Basketball müssen sich indes in punkto Lockerungen weiterhin gedulden – genauso wie Tennis, die witterungsbedingt mit der Wiederaufnahme warten müssen. Ähnlich ergeht es auch den Musikern.

Blasmusik bleibt stumm

Denn noch keine Informationen über Lockerungen hat der Salzburger Blasmusikverband erhalten. „Wir haben null Information, dass wir was tun dürfen. Mein Wissensstand ist, dass musizieren verboten ist“, sagt Landeskapellmeister der Salzburger Blasmusik Roman Gruber im S24-Gespräch. Sein Kollege Hannes Kupfner ist Landesjugendreferent und schlägt noch härtere Töne an: „Es ist aus psychologischer Sicht eine Katastrophe.“

Besonders schmerzt ihn, dass in den Sommerferien wohl wieder die Jugend-Camps ausfallen werden. „Das ist der absolute Super GAU, weil dadurch die Kinderbetreuung im Sommer ausfällt“, warnt Kupfner. Ein kleiner Trost für beide ist, dass zumindest die Musikschulen wieder geöffnet haben, da sie mit dem Schulbetrieb mitlaufen. Gemeinsame Proben für Kinder und Jugendliche im Musikverein sind allerdings noch nicht erlaubt.

Aufgerufen am 13.04.2021 um 11:30 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/unterhaus/unterhaus-auferstehung-zu-ostern-sonst-abbruch-101140702

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