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Vor EM-Quali

Baumgartlinger sieht Polen als Favorit

Julian Baumgartlinger zählt zu jenen Spielern der österreichischen Fußball-Nationalmannschaft, die schon beim vorangegangenen Start in eine EM-Qualifikation mit von der Partie waren. Vor viereinhalb Jahren holte der ÖFB-Kapitän im Heimspiel gegen Schweden ein 1:1, neun Siege in ebensovielen Partien sollten folgen.

Vor dem Auftakt-Duell mit Polen am Donnerstag (20.45 Uhr/live ORF eins) im Wiener Happel-Stadion hofft der Salzburger nun auf einen ähnlichen Quali-Verlauf wie damals. "Der Gedanke daran ist ein Ansporn, weil ich gemerkt habe, wie toll eine erfolgreiche Qualifikation und die Teilnahme an einem großen Turnier sein kann", erklärte Baumgartlinger.

"Andere Kaderstrukur und andere Spielertypen"

Allerdings sei die aktuelle Situation mit jener vom September 2014, als neben dem Leverkusen-Profi auch David Alaba, Marko Arnautovic, Marc Janko, Martin Hinteregger, Valentino Lazaro und Aleksandar Dragovic gegen Schweden im Einsatz waren, schwer zu vergleichen. "Wir haben eine andere Kaderstruktur und andere Spielertypen. Aber wir haben sehr gute Voraussetzungen, um gut in die Quali zu starten. Entscheidend wird sein, wie wir auf negative Situationen reagieren", meinte Baumgartlinger.

In den eineinhalb Jahren seit dem Amtsantritt von Teamchef Franco Foda habe man "ein bisschen die Identität gesucht", sagte der 31-Jährige. Mittlerweile habe sich die Flexibilität erhöht, gleich geblieben sei der Hunger nach Erfolgen. "Die Motivation und Leidenschaft, die in der Mannschaft drin ist, müssen wir gegen Polen auf den Platz bringen."

Polen für Baumgartlinger Gruppenfavorit

Den WM-2018-Teilnehmer bezeichnete Baumgartlinger als Gruppenfavoriten. "Die Polen haben ein sehr komplettes Team und können relativ gut reagieren, aber auch agieren. Wir müssen sie dazu bringen, dass sie mehr auf uns reagieren müssen." Der Mittelfeldspieler rechnet sich für Donnerstag durchaus Chancen aus. "Wichtig wird sein, im Wissen über die Stärke des Gegners unser Spiel durchzuziehen."

Viele Gelegenheiten, den Matchplan auf dem Rasen zu üben, hatten Baumgartlinger und seine Kollegen nicht - gerade einmal zwei reguläre Trainings standen vor dem Anpfiff auf dem Programm. "Wir hatten eine kurze Vorbereitungszeit, aber es ist oft gar nicht so schlecht, wenn man sich nicht viele Gedanken machen muss", erklärte der 66-fache ÖFB-Teamspieler.

Vor Polen: Letzte Österreich-Niederlage vor 2756 Tagen

Im Wiener Happel-Stadion sind David Alaba und Co. bereits seit 13 EM-Quali-Partien ungeschlagen. Das gelang noch nie in der ÖFB-Geschichte. Die bisher letzte Niederlage datiert vom 2. September 2011, als es in Gelsenkirchen gegen Deutschland ein 2:6 setzte. Danach folgten zehn Siege und drei Unentschieden. Die jüngsten neun Partien, alle im Rahmen der erfolgreichen Qualifikation für die EM 2016, wurden gewonnen. EM-Qualifikationsspiele des ÖFB-Teams seit der bisher letzten Niederlage am 2. September 2011 (2:6 gegen Deutschland in Gelsenkirchen):

  • 6.9.2011, Wien: Österreich - Türkei 0:0
  • 7.10.2011, Baku: Aserbaidschan - Österreich 1:4
  • 11.10.2011, Astana: Kasachstan - Österreich 0:0
  • 8.9.2014, Wien: Österreich - Schweden 1:1
  • 9.10.2014, Chisinau: Republik Moldau - Österreich 1:2
  • 12.10.2014, Wien: Österreich - Montenegro 1:0
  • 15.11.2014, Wien: Österreich - Russland 1:0
  • 27.3.2015, Vaduz: Liechtenstein - Österreich 0:5
  • 14.6.2015, Moskau: Russland - Österreich 0:1
  • 5.9.2015, Wien: Österreich - Republik Moldau 1:0
  • 8.9.2015, Solna: Schweden - Österreich 1:4
  • 9.10.2015, Podgorica: Montenegro - Österreich 2:3
  • 2.10.2015, Wien: Österreich - Liechtenstein 3:0

David Alaba, der in den vergangenen Wochen immer wieder mit Sehnenproblemen zu kämpfen hatte, meldete sich am Dienstag für Polen und Israel (Sonntag) fit. Nach Philipp Lienhart werden auch Michael Gregoritsch, Guido Burgstaller und Hannes Wolf dem Nationalteam für den Auftakt in die EM-Qualifikation nicht zur Verfügung stehen. Burgstaller hat bereits seit Längerem mit körperlichen Problemen zu kämpfen und muss sich nun einer komplexen Zahn-OP unterziehen. Wolf hat im UEFA Europa League Rückspiel gegen den SSC Napoli eine Verletzung am rechten Sprunggelenk erlitten. Der 19-Jährige Offensivspieler des FC Red Bull Salzburg war erstmals unter Franco Foda im ÖFB-Kader aufgeschienen. Gregoritsch leidet an einem grippalen Infekt.

Für die Verletzten hat Teamchef Franco Foda Kevin Stöger (Fortuna Düsseldorf), Marc Janko (FC Lugano), Maximilian Wöber (FC Sevilla) und Karim Onisiwo (1. FSV Mainz 05) nachnominiert.

(APA/S24)

(Quelle: SALZBURG24)

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