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Westliga-Toptorjäger Mersudin Jukic unzufrieden mit Reservistenrolle

Die Rolle des Edelreservisten gefällt Grödig-Stürmer Mersudin Jukic gar nicht. Krugfoto
Die Rolle des Edelreservisten gefällt Grödig-Stürmer Mersudin Jukic gar nicht.

Grödigs Mersudin Jukic, der in der Vorsaison 26 Liga-Tore erzielte, wird beim Westliga-Leader nur sporadisch eingesetzt. Gegen Altachs Amateure saß er zum siebten Mal dieser Saison auf der Bank und äußerte sich anschließend höflich unzufrieden mit seiner Situation: "Das ist nicht mein Anspruch, ich möchte das ändern."

Die Einsatzzeiten von Jukic waren in dieser Regionalliga-West-Spielzeit als amtierender Torschützenkönig überschaubar. Im Durchschnitt stand der Bosnier in 13 Spielen 50 Minuten auf dem Rasen - in der Startelf war er sieben Mal zu finden. Im Liga-Hit gegen Verfolger Altach spielte "Mersi" nicht einmal nach der komfortablen 2:0-Führung nach 57 Minuten eine Rolle. Anschwitzen beim Aufwärmen vor dem Spiel, in der Halbzeit ein paar Bälle mit Resul Omerovic spielen - so sieht der triste Liga-Alltag für den Stürmer derzeit aus.

Koitas Glanzlichter stellen Jukic in den Schatten

Normalerweise redet der Ex-Profi nicht über solch eine Situation. Gegenüber SALZBURG24 brach er dennoch eine Lanze. "Natürlich bin ich unzufrieden, aber ich muss die Entscheidung hinnehmen", erklärte Grödigs Lebensversicherung vom Vorjahr. Mit dem jungen Mamby Koita, der aufgrund des Transfers von Afrikas Jahrhundert-Talent Sekou Koita (zu Red Bull Salzburg) bei Grödig landete, leuchtet für den Leader ein neuer Stern am Himmel über dem Untersberg. "Für mich zählt Mamby zu den größten Talenten in der Westliga. Mit harter Arbeit und viel Disziplin steht ihm eine rosige Zukunft bevor", sagte Trainer Fötschl, der die Meinung vertritt, dass Jukic diese Lage hinnehmen und selber meistern muss.

Mit elf Treffern in der laufenden Saison avanciert Mamby Koita (li.) zu Grödigs neuem Goalgetter. /Krugfoto Salzburg24
Mit elf Treffern in der laufenden Saison avanciert Mamby Koita (li.) zu Grödigs neuem Goalgetter. /Krugfoto

Jukic arbeitet hart und hört sich alle Angebote an

"Viele Freunde und auch Trainer anderer Clubs haben sich schon bei mir wegen dieser Causa erkundigt. Ich kann aber versichern, dass es keinen Disput mit dem Trainer oder irgendjemand anderem gegeben hat", erläuterte Jukic, der weiterhin hart arbeiten will und sich im Dienste der Mannschaft stelle. Dass viele Salzburger Vereine nach einem Kaliber wie ihm Ausschau halten, ist kein Geheimnis.

Gespräch unter Freunden

Nach S24-Informationen kontaktierte bereits Neumarkt-Trainer Miroslav Bojceski, den Jukic privat seit 19 Jahren kennt, den Goalgetter. "Das stimmt, aber das war nur ein Gespräch unter Freunden", versicherte der Angreifer. Er wolle weiter hart arbeiten und im Training 100 Prozent für Grödig geben. "Dennoch ist das nicht mein Anspruch, ich möchte das ändern und spielen", fügte er an. Bleibt abzuwarten, welche Rolle er im anstehenden Derby-Gipfel gegen Anif spielen wird. Jukic' Hoffnung: "Vielleicht setzt der Coach wie gegen Innsbrucks Amateure mit Wallner, Koita und mir auf ein Offensiv-Trio."

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(Quelle: S24)

Aufgerufen am 21.07.2019 um 10:27 auf https://www.salzburg24.at/sport/fussball/westliga-toptorjaeger-mersudin-jukic-unzufrieden-mit-reservistenrolle-57052216

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