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Zahlreiche Legionäre

ÖFB-Team ohne Stars aus Deutschland

Alaba und Co reisen nicht zu WM-Quali nach Schottland

David Alaba, ÖFB, Fußballnationalteam APA/GEORG HOCHMUTH
In Wien können David Alaba und Co. wieder dabei sein, da die deutschen Quarantänebestimmungen für Aufenthalte in Großbritannien gelten, aber nicht für Österreich. (ARCHIVBILD)

Dämpfer für den ÖFB vor dem WM-Qualifikationsspiel gegen Schottland. Die deutschen Bundesligisten werden die ÖFB-Legionäre wohl nicht für das Auswärts-Match abstellen.

Österreichs Fußball-Nationalteam wird den Start in die Qualifikation für die WM 2022 in Katar stark ersatzgeschwächt angehen müssen. Der ÖFB gab am Montag bekannt, dass die Mannschaft planmäßig am 25. März in Glasgow gegen Schottland antritt. Da aufgrund der geltenden Quarantänebestimmungen in Deutschland die dortigen Vereine von einer Abstellungspflicht entbunden sind, wird Franco Foda nach aktuellem Stand ohne Deutschland-Legionäre nach Schottland reisen.

Ohne Leistungsträger Aaba, Hinteregger und Co.

Damit werden in Glasgow Leistungsträger wie David Alaba, Marcel Sabitzer, Martin Hinteregger, Xaver Schlager, Stefan Lainer, Aleksandar Dragovic und Christoph Baumgartner, aber etwa auch Stuttgarts Senkrechtstarter Sasa Kalajdzic fehlen. Für die anschließenden Partien in Wien am 28. März gegen die Färöer und am 31. März gegen Dänemark kann Foda aber wieder auf alle Spieler zurückgreifen, da die deutschen Quarantänebestimmungen für Aufenthalte in Großbritannien gelten, aber nicht für Österreich. Foda gibt seinen Kader am Freitag bekannt, es wird ein Großkader werden.

 

ÖFB will Heimrecht nicht tauschen

Der ÖFB hat Alternativszenarien überlegt, davon aber Abstand genommen. Zur Diskussion stand ein Tausch des Heimrechts, also das Spiel in eineinhalb Wochen in Österreich auszutragen und im September in Schottland anzutreten. Dieser Plan hätte zunächst die Zustimmung der FIFA benötigt und danach eine Ausnahmegenehmigung, weil es derzeit in Österreich ein Landeverbot für Flüge aus Großbritannien gibt. Eine Verlegung auf neutralen Boden hat der schottische Verband abgelehnt.

Zu viele Auswärtsspiele

"Es gab in dieser Situation keine zufriedenstellende Option", erklärte Foda. "Wir haben unsere Entscheidung mit Blick auf die gesamte Qualifikations-Kampagne getroffen. Bei einem Tausch des Heimrechts hätten wir im September drei logistisch herausfordernde und strapaziöse Auswärtsspiele innerhalb eines Lehrgangs in Moldau, Israel und eben Schottland bestreiten müssen. Zudem hoffen wir im Herbst wieder auf einen echten Heimvorteil mit unseren Fans im Rücken", erläuterte der Teamchef. Ab jetzt gilt es nach vor zu schauen. "Für uns ist wichtig, dass die Entscheidung getroffen ist. Jetzt gilt es den Fokus auf die Dinge zu legen, die wir beeinflussen können", sagte der Deutsche.

In Kontakt mit deutschen Teams

"Wir mussten uns für eine von zwei nicht zufriedenstellenden Optionen entscheiden", gestand auch ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold ein. Unverändert wird der ÖFB aber weiter versuchen, bei den deutschen Clubs Freistellungen zu erwirken. "In diesem Zusammenhang wurde heute ein Brief an alle deutschen Vereine übermittelt, der zum einen die strengen Präventions- und Hygienemaßnahmen im Rahmen des Lehrgangs unterstreicht und zum anderen nochmals das Ersuchen an die Klubs transportiert, im Doppelpass mit den lokalen Gesundheitsbehörden Ausnahmegenehmigungen für die Legionäre zu erwirken", gab der ÖFB in einer Presseaussendung bekannt.

Wenig Chance auf Freigabe

Hintergrund der Situation ist, dass aufgrund der Corona-Pandemie Rückkehrer aus Großbritannien in Deutschland je nach Bundesland zwischen zehn und 14 Tagen in Quarantäne müssen. Sollte ein Spieler aber länger als fünf Tage in Quarantäne müssen, ist der Verein durch eine FIFA-Regelung von der Abstellpflicht entbunden.

Da nicht zu erwarten ist, dass die deutschen Clubs dennoch eine Freigabe erteilen, wird sich das Team für Schottland aus Spielern der österreichischen Bundesliga und anderer europäischer Ligen wie Frankreich, Schweiz, Belgien oder Türkei zusammensetzen.

(Quelle: APA)

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