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Große Ambitionen: Erster Salzburger Radballverein

Erst im Februar wurde der erste Radballverein Salzburgs gegründet. Mit dem „Radball Club Salzburg“ will Adi Sedetka die Sportart in Salzburg etablieren und hat sich dafür einiges vorgenommen.

Dreimal pro Woche trifft sich der erste Salzburger Radballverein zum gemeinsamen Training in der Sporthalle der Anna-Bertha-Königsegg Schule in Taxham. Adi Sedetka, selbst begeisterter Radballspieler, rief den „Radball Club Salzburg“ im Februar 2015 ins Leben. „Ich fand es schade, dass Radball in Salzburg kaum jemandem ein Begriff ist“, so Sedetka. Er selbst habe den Sport jahrelang im heimischen Niederösterreich ausgeübt, jetzt wolle er die ausgefallene Sportart auch in Salzburg etablieren.

Ballsport auf Rädern

Aber worum geht es beim Radball eigentlich genau? „Radball ist eine Radsportart, bei der jeweils zwei Spieler auf speziellen Fahrrädern gegeneinander antreten“, erklärt Sedetka. Vorrangiges Ziel ist es, den etwa 600 Gramm schweren Ball in das Tor der gegnerischen Mannschaft zu befördern. Der Ball gewinnt dabei eine Geschwindigkeit von bis zu 80 km/h und darf – mit Ausnahme des Torwartes – ausschließlich mit dem Fahrrad und nicht etwa mit den Händen berührt werden.

Passionierter Zuwachs gesucht

Derzeit besteht der „Radball Club Salzburg“ aus fünf Mitgliedern. Geht es nach Adi Sedetka, sollen es aber schon bald viel mehr sein: „Wir freuen uns über jeden, der Lust hat, diese tolle Sportart für sich zu entdecken.“ Spezielle Anforderungen seien nicht notwendig, mitzubringen sei aber unbedingt ein gewisser Ehrgeiz. „Gerade am Anfang muss man durchhalten und geduldig sein. Die meisten Anfänger lernen aber innerhalb kurzer Zeit, das Fahrrad richtig zu beherrschen und fahren schon bald retour und freihändig.“

Weder Bremsen noch Gänge

Die richtige Beherrschung des Rades ist ein wesentlicher Punkt beim Radball, denn die Spezialräder verfügen - abgesehen von einem Rücktritt - weder über Bremsen noch über eine Gangschaltung. Dafür bestehen die Gefährte aus besonders widerstandsfähigen Materialien, denen die Wucht des Balles kaum etwas anhaben kann. Qualität, die natürlich auch ihren Preis hat: Die Kosten für die sportlichen Gefährte betragen jeweils etwa 2.000 Euro aufwärts, etwas günstiger sind die Kinderfahrräder mit 1.500 Euro.

Die Spezialräder verfügen weder über Bremsen noch über eine Gangschaltung. Salzburg24
Die Spezialräder verfügen weder über Bremsen noch über eine Gangschaltung.

Große Ziele

Als nächste Etappe hat sich Sedetka nun die Einführung einer Schülerliga vorgenommen, dafür müssen allerdings erst einmal die richtigen Sponsoren gefunden werden. Bereits im Herbst will Sedetka mit dem „Radball Club Salzburg“ bei Turnieren in Niederösterreich, Vorarlberg, Steiermark, Deutschland und der Schweiz antreten.

Radball-WM 2014

 

 

 

(SALZBURG24)

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 16.04.2021 um 11:11 auf https://www.salzburg24.at/sport/grosse-ambitionen-erster-salzburger-radballverein-47471455

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