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In der Riedenburghalle gehen die Lichter aus

Der UHC Salzburg bestritt am Samstag sein letztes Spiel in der Riedenburghalle. Krugfoto/ Archiv
Der UHC Salzburg bestritt am Samstag sein letztes Spiel in der Riedenburghalle.

Ein Acht-Tore-Vorsprung reichte dem UHC Salzburg gegen den TSV Übersee nicht zum Sieg. Damit geht nicht nur die Hinrunde, sondern auch die Ära in der traditionsreichen Riedenburghalle ohne Erfolgserlebnis zu Ende.

Ungläubig blickten die UHC-Spieler und Fans nach dem Abpfiff auf die verblasste Anzeigetafel in der Riedenburghalle. Bis kurz vor Schluss hatte man souverän mit acht Toren geführt, nun gingen die Gäste aus Übersee mit einem 31:29-Sieg vom Platz. „Wir haben 45 Minuten super Handball gespielt, und in 15 Minuten haben wir es vergeigt“, lautete der Kommentar von Trainer Michael Huber nach dem Spiel.

Auszug mit viel Wehmut

Dabei hätte der Salzburger Traditionsverein so gerne eine Sieg zum Abschied aus der Halle geholt. Hier, wo man Ende der 1960er und Anfang der 70er Jahre insgesamt drei Meistertitel und fünf Vizemeistertitel holte, darf im kommenden Jahr nicht mehr gespielt werden. Die Riedenburghalle entspricht nicht mehr den Sicherheitsstandards, deshalb muss der UHC in der Rückrunde in die Josef-Preis-Halle in der Alpenstraße ausweichen.

Dementsprechend enttäuscht war auch UHC-Obmann-Stellvertreter Thomas Manhart nach der Niederlage: „Wenn man in einer Halle, die für uns eine große Bedeutung hat, das letzte Spiel bestreitet, hätte eine Niederlage nicht sein müssen.“ Manhart haderte aber nicht nur mit der Niederlage, er blickt auch dem Umzug in die Josef-Preis-Allee mit Sorgenfalten entgegen. „Dass jetzt alle Hallensportler in den nächsten zwei Jahren von drei Hallen auf zwei zusammenrücken müssen, ist hart. Schade, dass die Politik das zu spät erkannt hat“. Erst 2016 bekommt der UHC mit der neuen Halle in Liefering ein neues zu Hause.

Salzburg kontrolliert die Partie

Während der Schlaghammer bereits über der Halle schwebte, ließen sich die Spieler am Feld von den Problemen außerhalb nicht beeindrucken. Mit einem bärenstarken Torhüter Jan Milz im Tor und Topscorer Stefan Junold, die beide ihr letztes Spiel im UHC-Trikot bestritten, lagen die Salzburger von Beginn weg in Führung.  Zwar erwies sich der TSV Übersee als ebenbürtiger Gegner, im Abschluss waren die Gäste aber zu harmlos und so stand es nach der erste Hälfte bereits 16:11.

Auch in Halbzeit zwei kamen die Salzburger entschlossen zurück aufs Feld. 15 Minuten vor dem Spiel leuchtete ein beruhigendes 25:17 von der Anzeigetafel. Wie schnell es im Sport aber gehen kann, zeigten die nächsten Minuten. Die Bayern wechselten ihren Torhüter und trafen auch im Angriff plötzlich nach Belieben. Punkt für Punkt schmolz die Führung des UHC, die beim Stand von 27:27 endgültig dahin war. Die restlichen Minuten wurden damit zu einem wahren Thriller: Übersee ging erstmals in Führung, während Salzburg den Rückstand nicht mehr aufholen konnte. So blieb es beim 31:29 für die Gäste, die damit den UHC in der Tabelle überholten.

Sicherer Platz in Tabellenmitte

„Konzentration und Kondition haben zum Schluss hin nachgelassen. Und wenn ein Spiel kippt, dann ist es schwierig noch einmal zurückzukommen“, musste Coach Huber eingestehen. Die Salzburger beenden damit die Hinrunde in der Bayerischen Bezirksliga auf Platz 7. Sowohl mit dem Auf- als auch Abstieg dürfte man damit in der Rückrunde nichts mehr zu tun haben. „Wir werden jetzt versuchen uns in der Verteidigung weiter zu verbessern und neue Spielzüge einstudieren. Dann können wir in der nächsten Saison eventuell etwas reißen“,  ist UHC-Coach Huber zuversichtlich. Mit der Verpflichtung von Nico Schimanski (TSV Ismaining) wird zudem ein talentierter Aufbauspieler den Abgang von Stefan Junold zu kompensieren versuchen.

(Quelle: S24)

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