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Judo-WM: Auch Schirnhofer ist raus

Nach dem Aus von Ludwig Paischer am Dienstag ist am Freitag auch der zweite hoffnungsvolle Judoka Max Schirnhofer ausgeschieden.

Max Schirnhofer aus Salzburg, eigentlich einer der aussichtsreichen Kandidaten bei der Judo-WM in Paris, ist am Freitag in seiner ersten Runde ausgeschieden. In der Klasse bis 90 Kilogramm musste sich Diedonne Dolassem aus Kamerun mit Ippon geschlagen geben. Somit war nach ?Lupo? Paischer auch der zweite aussichtsreiche Kandidat aus Salzburg und der letzte Verbliebene aus dem ÖJV-Team ausgeschieden.

Änderungen im Trainer-Bereich erforderlich

?Wir werden zwar an den Athleten festhalten, aber im Coaching-Bereich einiges adaptieren müssen?, zog ÖJV-Präsident Dr. Hans Paul Kutschera eine erste Bilanz. Schirnhofer, der vor wenigen Wochen in Rio de Janeiro die Militär-Weltspiele gewonnen hatte, kam gegen den Kameruner nie zu seinem gewohnten Kampfstil. Der Afrikaner buchte zwei Yuko-Wertungen, Schirnhofer kam dank zweier Verwarnungen für seinen Gegner dann auch zu einem Yuko, aber vier Sekunden vor Ende setzte Dolassem zum entscheidenden Wurf an ? Ippon! Damit schied der Salzburger als einziger Österreicher dieser WM 2011 ohne einen gewonnenen Kampf vorzeitig aus.

Cheftrainer Quellmalz: ?Gesamtergebnis enttäuschend!?

Die Wienerin Hilde Drexler, die in der Klasse bis 63 Kilogramm antrat, war mit ihrem siebten Platz Österreichs einziger zählbarer Erfolg bei der Judo-WM 2011. ?Das Gesamtergebnis ist mit einem siebenten Platz natürlich enttäuschend, auch wenn die Leistungen unserer Athleten mit Ausnahme von Max nicht schlecht waren?, bilanzierte ÖJV-Cheftrainer Udo Quellmalz. ?Aber nur Hilde Drexler hat ihr Ziel erreicht, für sie war es eine gute WM?, so der Deutsche. ?Der Erwartungsdruck war groß, wir haben die Hoffnungen leider nicht erfüllt.? Ähnlich denkt Verbandspräsident Kutschera: ?Es war ein Dämpfer zur rechten Zeit. Wenn schon, dann besser jetzt, als bei den Olympischen Spielen in London. Man hat gesehen, dass Erfolge früherer Tage nichts zählen. Jede Meisterschaft ist eine neue Herausforderung. Wichtig wird jetzt sein, vor allem im Bereich der Verantwortlichkeit der Betreuer einiges zu verbessern. Darüber werden wir schon sehr bald im Vorstand beraten müssen. Für Hilde Drexler freue ich mich ? sie hat eine sehr gute Entwicklung genommen und ich bin sicher, dass noch mehr Potenzial in ihr steckt. Wenn sie so weitermacht, wird sie in London sicher dabei sein?, ist der ÖJV-Präsident überzeugt.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 23.07.2019 um 07:04 auf https://www.salzburg24.at/sport/judo-wm-auch-schirnhofer-ist-raus-59254108

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