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Red Bull Crashed Ice: Ein Salzburger im Eiskanal

Mit bis zu 70 km/h auf Eislaufschuhen durch einen Eiskanal rasen. Das ist die Welt von Sascha Stöfelmayer (27) aus Wals. Wie sein Trainingspartner Andrey Lavrov (27) ist er Teil der spektakulären Red Bull Crashed Ice Serie. SALZBURG24 hat die Beiden beim Training getroffen.

Wo sich normalerweise der Bullen-Nachwuchs für die Eishockey-Saison fit macht, treffen wir Sascha und Andrey: Im Red Bull-Trainingsraum im Salzburger Nonntal. Die beiden Crashed Ice Profis nutzen hier die optimalen Trainingsbedingungen, um sich für das letzte Rennen in Quebec vorzubereiten. Auf einer sogenannten Skatemill, einer Art Laufband, werden Kraft und Technik trainiert (siehe Video). Grundlagen, die die zwei Jungs auch beim Ritt über waghalsige Hindernisse und Wellen durch die Eisbahn brauchen.

 

 

Sascha Stöfelmayer nahm 2010 als einer der ersten Österreicher beim Crashed Ice teil, einer Mischung aus Ski Cross und Eishockey, bei der sich vier Mann auf Kufen eine Eisbahn hinunterstürzen. Wer heil unten ankommt und am schnellsten ist, gewinnt. „Ein Freund hat mich mit 22 Jahren einmal zu einem Qualifikationsbewerb in Straubing mitgenommen", erinnert sich der Walser, der erst mit 18 Jahren mit dem Eislaufen angefangen hat "und ich wollte einfach etwas Neues ausprobieren."

 

"Alles was wild ist, das bin ich" - Sascha Stöfelmayer

 

Weil es in Straubing auf Anhieb mit der Qualifikation klappte, durfte er als Rookie gleich zu seinem ersten Crashed Ice Bewerb nach München - vor Zehntausenden Zuschauern. Seitdem hat Stöfelmayer das Rennfieber gepackt. An ein Leben ohne Adrenalinkick will der 27-Jährige gar nicht denken. "Alles was wild ist, das bin halt ich", erklärt der 105 Kilogramm schwere Sportler. 

Vor einer Woche in Moskau (RUS) landete Sascha Stöfelmayer auf dem respektablen 41. Platz, Trainingspartner Lavrov wurde vor heimischem Publikum sogar Sechster. „Darauf habe ich drei Jahre lang gewartet", bekommt der Eishockeytrainer aus St. Petersburg auch jetzt noch Gänsehaut.

Von den Topplätzen ist Stöfelmayer noch ein Stück entfernt. In der nächsten Saison will der Walser - der als bestes Ergebnis einen 17. Platz zu Buche stehen hat - aber wieder weiter vorne mitmischen, geht es doch auch um seine Zukunft beim Crashed Ice: „Die Qualifikation wird von Jahr zu Jahr schwierig, immer mehr Athleten wollen beim Crashed Ice dabei sein", so der 27-Jährige im Gespräch mit SALZBURG24. Deshalb möchte sich der Walser im Sommer so richtig reinhängen.

Trainiert wird vor allem im Kraftraum, am Mountainbike oder auch auf den Inline-Skates. Auch wenn neben seiner Arbeit im Außendienst manchmal wenig Zeit bleibt, will er Beruf und Sport weiter unter einen Hut bringen. „Diesen Kick im Starthaus zu stehen vor so vielen Leuten möchte ich nicht missen", strahlt Stöfelmayer. Auf das letzte Rennen in Quebec am kommenden Wochenende (20.März-22.März) freut er sich daher besonders. Bis zu 100.000 Zuschauern werden wieder erwartet.

 

"Blaue Flecken gehören dazu" - Sascha Stöfelmayer

 

Auf die Frage, wie gefährlich ihr Sport eigentlich sei, sind sich Sascha und Andrey einig: „Blaue Flecken und Blessuren gehören dazu". Jedoch geht es nicht immer so glimpflich aus. Stöfelmayer zog sich bereits eine Gehirnerschütterung und einen Seitenband riss zu. Lavrov fuhr in Quebec im vergangenen Jahr sogar mit einem gebrochenen Handgelenk ins Ziel.

Von Verletzungen lassen sich die Beiden aber nicht abschrecken, dazu ist der Ehrgeiz zu groß. „Das Rennen ist erst vorbei ist, wenn die ersten beiden über die Ziellinie fahren". Geht es nach Stöfelmayer, dürfte diese Ziellinie auch gerne irgendwann einmal in Salzburg stehen. "Ein Rennen in Salzburg, das wäre ein Traum". 

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 28.02.2021 um 02:28 auf https://www.salzburg24.at/sport/red-bull-crashed-ice-ein-salzburger-im-eiskanal-44956384

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