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Sabine Schipflinger: "Mein Ziel ist die Freeride-Worldtour"

In einem spannenden Finale krönte sich die Salzburgerin Sabine Schipflinger vergangenen Samstag zur Österreichischen Ski-Freeridemeisterin. Im Gespräch mit Salzburg24 spricht die Pinzgauerin über ihren Erfolg, den Respekt vor dem Berg und ihr großes Ziel: die Freeride-Worldtour.

Für Sabine Schipflinger aus Viehofen im Pinzgau war der Sieg in der Gesamtwertung der Austrian Freeride Tour 2014 die Belohnung für eine konstante Saison mit einigen Höhen und Tiefen. Im letzten Bewerb in Hochgurgl-Obergurgl im Tiroler Ötztal reichte ihr schließlich ein vierter Platz, um ihre Konkurrentin Angelika Kaufmann am Ende der sechsteiligen Tour noch von der Spitze zu verdrängen. "Ein cooler Titel" wie sie selber sagt. Doch damit will sich Schipflinger nicht zufrieden geben: Im kommenden Jahr möchte sie sich für die die Königsklasse der Freerider, die Freeride-Worldtour qualifizieren. 

 

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Sabine Schipflinger in ihrem Element.

Freeskiing statt Skirennen

Dabei steht die 27-jährige Sportstudentin bereits seit ihrem dritten Lebensjahr auf Skiern. Es folgte eine kurze Karriere im alpinen Skisport, die sie aber mit 15 Jahren wieder an den Nagel hängte und eine Ausbildung als staatlich geprüfte Skilehrerin. Vor fünf Jahren brachte sie dann eine Freundin zum Freeriden, dem sie bis heute treu geblieben ist. „Ich bin eigentlich immer schon gerne im Gelände gefahren und auch das wettkampfmäßige Skifahren hatte ich noch in mir drinnen. Deshalb war für mich das Freeriden bei Contests die richtige Kombination", erzählt Schipflinger im Gespräch mit SALZBURG24.

Gefahr als Begleiter

Ihre alpine Vergangenheit kommt der Salzburgerin auch beim Freeriden zu Gute, wo es darum geht, wie man den Hang am spektakulärsten und am sichersten bewältigt. Auf den steilen Abfahrten über meterhohe Felsvorsprünge und durch knietiefe Schneefelder zählt nicht zuletzt eine solide technische Grundlage, die sie in ihrer Arbeit als Schilehrerin gefestigt hat. Dennoch ist sich die Studentin der Gefahren bewusst, welche am Berg auf sie lauern können. „Letztes Jahr hat es mir am Kitzsteinhorn den Ski verrissen und ich bin ein paar Meter über eine Felswand gestürzt" erzählt Schipflinger „da habe ich mir das erste Mal gedacht, das könnte auch schlimmer ausgehen". Auf ihr Bauchgefühl konnte sie sich aber bisher stets verlassen. „Wenn es mir zu riskant ist, dann fahre ich auch nicht".

 

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In Hochgurgl-Obergurgl holte sich Schipflinger (2.vl.) den Gesamtsieg.

Plan B: Filmprojekte

Dass der Wettkampf noch einmal eine andere Sache ist, weiß auch die Freeriderin, die gerne im heimischen Saalbach-Hinterglemm oder am Arlberg unterwegs ist. So machte ihr beim letzten Bewerb in Hochgurgl-Obergurgl beinahe die Nervosität einen Strich durch die Rechnung. „Das letzte Rennen war echt extrem anspruchsvoll. In solchen Momenten denkst du dir schon, wieso tue ich mir das überhaupt an?", erklärt die passionierte Mountainbikerin schmunzelnd. Mit Platz vier holte sie sich dennoch den Gesamtsieg. Die Punkte die sie dafür kassierte, reichten aber leider nicht für die Top zwei im Worldtour Qualifier-Ranking und die Freeride Worldtour. Deshalb will die Pinzgauerin in der kommenden Saison noch einmal einen Angriff auf ihr großes Ziel starten. "Ich werde noch Mal Gas geben und versuchen, mich über die Contests im Ranking weiter zu verbessern". Sollte es nicht mit der Qualifikation für die Worldtour klappen, dann hat Schipflinger einen Plan B parat: Sie möchte sich mehr auf Filmprojekte konzentrieren. Einen Anfang hat mit dem Projekt „Freeriderslife", bei dem sie in einigen Szenen zu sehen ist, bereits gemacht.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 27.02.2021 um 08:16 auf https://www.salzburg24.at/sport/sabine-schipflinger-mein-ziel-ist-die-freeride-worldtour-45040492

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