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Saisonhöhepunkte für Salzburgs Extremsportler

X-Alps, Double Ironman und Race Around Austria: Die Athleten des Olympiazentrum Salzburg-Rif haben diese Herausforderungen gemeistert bzw. stehen kurz vor diesen Challenges.

Die Athleten des Olympiazentrums in Salzburg-Rif haben extreme Herausforderungen gemeistert oder stecken in den letzten Vorbereitungen für ihre sportlichen Saisonhöhepunkte.

Helmut Eichholzer absolvierte soeben die Red Bull X-Alps mit seinem Gleitschirm und zeigte sich zufrieden mit seinem 13. Platz. Für den Rollstuhltriathleten Thomas Frühwirth steht Ende August mit einem Double Ironman vor einer Distanz, die sich selbst Sportler ohne Beeinträchtigung selten zutrauen. Schließlich stellt sich auch ein dritter Ausdauerfreak seiner bisher größten Herausforderung. Gerald Bauer, der 24-Stunden-Radweltmeister und Ultraradmarathon Vizeweltmeister startet am 12. August beim ?Race Around Austria? und wird dabei sein bisher längstes Radrennen bestreiten.

Eichholzers extreme Erfahrungen beim X-Alps

Helmut Eichholzer erreichte bei den diesjährigen Red Bull X-Alps den 13. Endrang und zeigte sich damit recht zufrieden. ?Bei diesem Rennen geht es mir mehr um den Adventure-Anteil und nicht um die Platzierung. Man muss die Atmosphäre und die Zuschauer am Streckenrand genießen, sowas hat man als Extremsportler ja normalerweise nicht. Mit ein wenig mehr Risiko hätte ich vielleicht noch einige Plätze herausholen können, aber mir ist meine Sicherheit wichtiger.? Durch die schwierigen Wetterbedingungen, die selbst der eigens engagierte Meteorologe  kaum voraussagen konnte, machten diesen Bewerb zu einer Windlotterie mit hohem Risiko, das Eichholzers Teamkollege Maurer einzugehen bereit war. Der Schweizer siegte mit Rekordvorsprung zum zweiten Mal hintereinander  und erhielt dafür große Bewunderung seines Kontrahenten: ?Er ist ein wirkliches Genie, er hat sich den Sieg durch seine genaue Planung und seine Routenwahl wirklich verdient.? Ob der Athlet des Olympiazentrums noch einmal bei den X-Alps starten möchte, lässt er derzeit noch offen. ?Ich will etwas Abstand dazu und mir das noch einmal gründlich überlegen, ob es das Risiko auch wert ist.?

Double Ironman ist Frühwirths Ziel

Thomas Frühwirth ist der Ironman zu kurz. Der Rollstuhltriathlet des Olympiazentrums Salzburg-Rif will sich Ende August der doppelten Distanz stellen und hat dafür ehrgeizige Ziele. Nicht länger als 24 Stunden will der Behindertensportler für diese extreme Form des Triathlons benötigen, selbst viele körperlich nicht eingeschränkte Sportler trauen sich diese Marke nicht zu. Vergangene Woche trainierte Frühwirth noch in den Tiroler Bergen, um sich im Grundlagenbereich weiter zu verbessern und zeigt sich sehr zuversichtlich: ?Ich habe wirklich viel trainiert in letzter Zeit und die 14 Kilometer Schwimmen beim Backwaterman sind ja auch schon sehr gut gegangen.? Seine Bestzeit für die normale Ironman-Strecke liegt bei zehn Stunden und 13 Minuten.

Gerald Bauer steht vor seinem längsten Radrennen

Der dritte (Ausdauer-) Verrückte im Bunde ist der Langstreckenradfahrer Gerald Bauer. Der 24 Stunden Rad-Weltmeister und Ultraradmarathon Vizeweltmeister von 2010 wagt sich auf die bisher längste Strecke seiner Karriere und versucht sich nächste Woche beim Race Around Austria, einem nonstop-Radrennen rund um Österreich, 2.200 Kilometer und 30.000 Höhenmeter gilt es zu bewältigen. Start ist am 12. August in Schärding, von wo aus Richtung Wien geradelt wird. Dann geht es ins Burgenland, weiter nach Kärnten, Osttirol, Tirol, Salzburg und wieder zurück nach Schärding, wobei gerade in den westlichen Bundesländern einige anspruchsvolle Gipfel zu bewältigen sind. Mit einem sechs-köpfigen Betreuerteam versucht der Trainer und Athlet des Olympiazentrums Salzburg-Rif die 100 Stunden-Marke zu brechen und damit die Siegerzeit aus dem Jahre 2010 um eine Stunde zu unterbieten. In den vier Tagen sind lediglich zwei Mal vier Stunden Schlaf eingeplant, dazwischen wird nicht vom Sattel gestiegen. ?Ich bitte alle Interessierten unter www.racearoundaustria.at mein Rennen live mit zu verfolgen und mich wenn möglich an der Strecke zu unterstützen. Für die mentale Stärke werden mir Homepage-Einträge von www.bauergerald.com über Lautsprecher vorgelesen, die besonders in der Nacht wichtig sind?, betonte der Radsportler.

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 01.03.2021 um 08:45 auf https://www.salzburg24.at/sport/saisonhoehepunkte-fuer-salzburgs-extremsportler-59244919

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