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Snowboard-WM: Prommegger schrammt an Medaille vorbei

Der Traum von der ersten Medaille bei einer Großveranstaltung ist für Andreas Prommegger geplatzt. Der Pongauer landete bei der WM in Stoneham (Kanada) auf dem undankbaren vierten Platz.

In seinen Paradedisziplinen hatte sich Andreas Prommegger gute Chancen auf Edelmetall ausgerechnet. Auf dem WM-Hang in Stoneham (Quebec, Kanada) gewann er im Jahr zuvor die Generalprobe, beim Heimrennen in Bad Gastein tankte der 32-jährige Pongauer mit einem Sieg zusätzlich Selbstvertrauen. Mit einer Medaille wurde es trotzdem nichts. Im kleinen Finale des Parallelslalom-Bewerbs unterlag er dem Südtiroler Roland Fischnaller und holte zum vierten Mal „WM-Blech“ für den vierten Platz. Am Freitag hatte Prommegger im Parallel-Riesentorlauf gegen Teamkollegen und Weltmeister Benjamin Karl den Kürzeren gezogen, landete auf Platz fünf.

Prommegger: „Den Fokus verloren“

Andreas Prommegger: "Der Tag hat mit der Bestzeit in der Qualifikation optimal begonnen. Da habe ich mich sehr gut gefühlt. In der zweiten Runde hat schon der Benji (Benjamin Karl, Anm.) auf mich gewartet. Das Duell habe ich dank zweier Superläufe gewonnen, doch dann habe ich leider den Fokus etwas verloren. Deshalb sind mir auch einige Fehler passiert. So ist es leider wieder nur der vierte Platz geworden. Aber ich kann damit umgehen, weil an vierte Plätze bei einer WM bin ich ja schon gewöhnt."

Keine Medaille für Österreich

PGS-Weltmeister Benjamin Karl, der erneut bereits im Viertelfinale auf Prommegger traf und diesmal im Gegensatz zum vergangenen Freitag gegen seinen ÖSV-Teamkollegen den Kürzeren zog, wurde Sechster. Der Osttiroler Ingemar Walder, der in der Auftaktrunde gegen Karl verlor, reihte sich an der elften Stelle ein. Siegfried Grabner (27.) und Lukas Mathies (28.) scheiterten am Einzug in das Finale der Top 16. Der Titel ging an den Slowenen Rok Marguc, der im Semifinale zunächst Prommegger bezwang und anschließend im Kampf um Gold auch dem US-Boy Justin Reiter das Nachsehen gab.               

Keine Spitzenplätze bei Damen

Das Semifinale bei den Damen lief ohne österreichische Beteiligung ab. Als beste ÖSV-Boarderin belegte Marion Kreiner nach einer Viertelfinal-Niederlage gegen Hilde-Katrine Engeli (NOR) Platz fünf. PGS-Silbermedaillen-Gewinnerin Julia Dujmovits (10.), die nach dem Parallel-Riesentorlauf mit Erfrierungserscheinungen an ihrer großen Zehe zu kämpfen hatte, scheiterte ebenso in der Auftaktrunde wie Sabine Schöffmann (12.) und Claudia Riegler (15.). Gold ging an die Russin Ekaterina Tudegesheva vor der Schweizerin Patrizia Kummer und der Deutschen Amelie Kober.          

Marion Kreiner (5.): "Diese WM war sicher nicht leicht, allein schon wegen der extremen Kälte, die hier geherrscht hat. Aber das soll keine Ausrede sein, dass es für mich nicht nach Wunsch geklappt hat. Ich bin nach Stoneham gekommen, um eine Medaille zu gewinnen, aber jetzt fahre ich mit leeren Händen heim. Ich habe größere Erwartungen gehabt, aber es hat nicht sollen sein."   

Tom Weninger (ÖSV-Parallel-Headcoach): "Es waren ganz spezielle Bedingungen mit einem extrem drehenden Kurs und der aggressiven Schneebeschaffenheit. Die Fahrer, die mit diesen Umständen am besten zurecht gekommen sind, haben am Ende auch die Medaillen gewonnen. Wir haben damit unsere Probleme gehabt."

Christian Galler (Sportlicher Leiter für Snowboard im ÖSV): "Fünf Medaillen wollten wir bei dieser WM gewinnen, drei sind es letztlich geworden. Wir haben unser Ziel daher nicht ganz erreicht. Positiv stimmt mich, dass wir im Parallel-Riesentorlauf durch Benjamin Karl und Julia Dujmovits sowie im Snowboardcross durch Markus Schairer in zwei Sparten Medaillen geholt haben. Die Freestyler haben im Slopestyle mit Rang fünf von Clemens Schattschneider und Platz acht von Adrian Krainer gezeigt, dass sie näher an die Weltspitze herangerückt sind. Auch im Big Air hätten wir durchaus Medaillenchancen gehabt, aber aufgrund der gefährlichen Verhältnisse hat sich ein Großteil der Mannschaft zu einem Startverzicht entschieden."      

In der Medaillenwertung belegte Österreich mit einmal Gold und zweimal Silber hinter Kanada (2/2/-) und Finnland (2/-/2) gemeinsam mit der Schweiz den dritten Platz. Die nächste Snowboard-WM findet zusammen mit den Freestyle-Titelkämpfen in zwei Jahren am Kreischberg bei Murau statt. Einer Delegation aus der Steiermark wurde am Sonntag bei der Schlussfeier in Stoneham die FIS-Flagge feierlich übergeben.          

(Quelle: S24)

Aufgerufen am 25.08.2019 um 02:22 auf https://www.salzburg24.at/sport/snowboard-wm-prommegger-schrammt-an-medaille-vorbei-42462640

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