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Sportvereine sollen Betrieb einstellen

Kampf gegen Coronavirus-Ausbreitung

Sport-Austria-Präsident Hans Niessl
"Wir müssen dieses Virus gemeinsam in den Griff bekommen", sagte Sport-Austria-Präsident Hans Niessl.

Sport Austria (ehemals "Bundes-Sportorganisation") hat als Interessensvertretung des organisierten Sports in Österreich am Sonntag die Mitglieder aufgefordert, den Vereinsbetrieb gänzlich einzustellen. Der organisierte Sport trage mit all seinen Dach- und Fachverbänden die Maßnahmen der Bundesregierung im Kampf gegen den Coronavirus voll und ganz mit, hieß es in einer Aussendung.

"Um es nochmals in aller Klarheit zu sagen: Österreichs Sport steht voll und ganz hinter den Maßnahmen der Regierung! Wir müssen dieses Virus gemeinsam in den Griff bekommen! Dabei sind natürlich alle gesellschaftlichen Bereiche gleichermaßen gefordert", sagte Sport-Austria-Präsident Hans Niessl. Dass auch der Sport im Kampf gegen diesen Virus mit seinen 15.000 Vereinen und über 2,1 Millionen Vereinsmitgliedern (Zahlen der Statistik Austria, Anm.) stark gefordert sei, verstehe sich von selbst.

Sportvereine stellen Betrieb ein

Man habe aus dieser Verantwortung heraus gemeinsam mit den Dach- und Fachverbänden von Anfang an klar gehandelt. "Deshalb kann ich es ganz und gar nicht nachvollziehen, dass dem Sport als bisher einzigem gesellschaftlichen Bereich mit Kürzungen von Subventionen gedroht wurde. Dazu gibt es keinen Anlass, da der Sport, das will ich hier nochmals betonen, die Maßnahmen der Bundesregierung voll mitträgt", erklärte Niessl.

Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) hatte am Sonntag im Nationalrat dazu aufgerufen, alle Sozialkontakte ab sofort extrem einzuschränken. Sportvereinen drohte er mit Subventionsentzug. "Wer es nicht versteht, von den Sportvereinen jetzt, wer ab Montag, ab morgen das nicht einhält, der kann sich einmal jahrelang von Förderungen verabschieden", sagte Kogler, schränkte gleichzeitig aber ein, hier keine Anweisungsbefugnis zu haben. Dennoch: "Ich meine das ernst: Es sollen sich alle daran halten, und die, die sich nicht daran halten, dürfen auch mit Konsequenzen rechnen."

(Quelle: APA)

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