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Nach 126 Tagen Stillstand

Hoffnung auf Auferstehung des Breitensports lebt

Heiß ersehnter Sportgipfel

Die Möglichkeit zur Ausübung vom organisierten Amateursport ist seit 23. Oktober 2020 de facto nicht möglich. Strenge Sportverbote der Bundesregierung untersagen sämtliche Aktivitäten im Vereinswesen. Ein Lichtblick ist der Sportgipfel am Freitag – wenn auch nur ein kleiner.

Amateurklubs des Landes wurden vor exakt vier Monate vorzeitig in die Winterpause geschickt. Seitdem steht der organisierte Vereinssport komplett still. Weder Fußballspielen im Freien, Tennis auf 600 Quadratmetern noch diverse Outdoor-Sportarten sind bislang erlaubt gewesen.

Sportstätte, Verbot, SB, Verboten, Corona GEPA/Red Bull
Die Sportstätten in fast ganz Salzburg stehen bis Mitte November still. (SYMBOLBILD)

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Sportgipfel mit Spannung erwartet

Vor etlichen Presskonferenzen der Bundesregierung flammte bei den Aktiven zuletzt Hoffnung auf grünes Licht bezüglich eines Re-Starts auf. Diese wurde aber immer wieder im Keim erstickt. Die Rückkehr auf die Sportplätze bleibt weiterhin verboten. Und das trotz großem Druck von Vereinen und Verbänden. Nun folgt der nächste Anlauf. Vizekanzler und Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (beide Grüne) werden am Freitag mit Vertretern des organisierten Sports beraten. Im Detail geht es beim Gipfeltreffen um Sicherheitskonzepte für die Bereiche des Vereins-, Freizeit- und Gesundheitssports.

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(SYMBOLBILD)

Lockerungen im Sport sorgen für große Verwirrung

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Öffnungskonzepte im Sport liegen vor

"Ich freue mich auf den Dialog mit den VertreterInnen des Sports und bin schon gespannt auf ihre Vorschläge und Öffnungskonzepte", sagte Anschober, der sich jedenfalls in einer Aussendung so zitieren lässt. Doch Konzepte liegen schon seit mehreren Wochen vor und wurden den Verantwortlichen in diversen Terminen bereits präsentiert.

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(SYMBOLBILD)

Amateursport muss warten – Start für Tennishallen?

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"Der organisierte Sport hat für jede Sportart – kombiniert mit Eintrittstests – die passenden Präventionskonzepte für einen verantwortungsvollen Re-Start", lässt Sport-Austria-Präsident Hans Niessl wissen. Er erinnerte am Sonntag angesichts der Erfolge des ÖSV bei der Alpin-WM und der Biathlon-WM daran, dass es "im Sport ohne Breite keine Spitze gibt".

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Der Tennis-Sport in Österreich steht weiterhin still. (SYMBOLBILD)

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Österreichs Breitensport wartet mit seinen 15.000 Vereinen und mit 2,1 Millionen Mitgliedern jedoch weiterhin auf den Startschuss. "Ich hoffe, dass Sportminister Werner Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober nach unserem Sportgipfel wieder Vereinssport unter Anleitung von staatlich geprüften Trainern zulassen werden", betonte Niessl.

 

Einige Kinder dürfen kicken – breite Masse nicht

Einen ersten Teil-Erfolg feierten zuletzt etliche Verbände, denen es gelungen ist, die Spitzensportregelung zumindest auch auf Jugend-Jahrgänge in den Landesausbildungszentren auszudehnen. Diese Regelungen haben – wie bereits berichtet – aber für große Verwirrung gesorgt.

Seit einigen Wochen trifft sich also der Nachwuchs zum Training. Auch wenn die Einheiten dort kontaklos ablaufen und Zweikämpfe weitgehend ausgespart werden, ist es ein Schritt in die erhoffte Richtung. Jugendliche nehmen dafür in Kauf, dass sie Gesundheitstagebücher führen und laufend negative Antigentests (mit ärztlichem Stempel) vorweisen müssen.

Mit Corona-Tests zurück auf die Sportplätze

Selbsttests reichen bekanntlich für die Schule, jedoch nicht für den Amateursport. Damit kann der Sport, aber auch Kogler und Anschober am Freitag beim Gipfel argumentieren. Ob und wie Antigentests etwaige Lockerungen beschleunigen können, das gilt es nun zu besprechen. "Es wird Zeit, dass Outdoor-Sportarten zeitnah ermöglicht werden. Wir sind zuversichtlich, dass durch den ausgeübten Druck Öffnungsschritte folgen werden", heißt es auf SALZBURG24-Anfrage aus dem Büro des Sportlandesrats Stefan Schnöll (ÖVP) am Dienstag.

Anschobers zitierte Äußerung, dass er "gespannt auf die Vorschläge und Öffnungskonzepte" ist, wirft Zweifel auf, dass dieses sich wiederholende Vertrösten ein Ende haben wird. Doch wie heißt es so schön: "Die Hoffnung stirbt zuletzt." Zumindest lebt die Chance, dass es nach 126 Tagen Stillstand zu Lockerungen im Nachwuchs- und Breitensport kommen könnte.

(Quelle: SALZBURG24/APA)

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