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Salzburger Fans begeistert

"Playmaker" Jakob Pöltl führt Nationalteam zum Sieg

Ausgeglichener Teamerfolg über Irland in Basketball EM-Quali

Der erste Auftritt von Österreichs Basketball Nationalmannschaft in Salzburg brachte gleich einen ungefährdeten Sieg in der EM-Qualifikation gegen Irland. NBA-Profi Jakob Pöltl führte das Team als "Playmaker" vor zirka 1.500 Fans in der Sporthalle Alpenstraße zu einem 92:66-Triumph.

Salzburg

Nach anfänglichen Abstimmungsproblemen kam Österreichs Basketball-Nationalteam am Donnerstag im EM-Qualifikationsspiel gegen Irland richtig in Schwung. Mit den Ballartisten wachten auch die Fans in der Sporthalle Alpenstraße auf. Gemeinsam feierte man beim ungefährdeten 92:66-Sieg ein kleines Basketballfest. „Es war ein geiles Spiel, die Fans waren super und haben uns angetrieben“, bestätigte auch NBA-Profi Jakob Pöltl nach dem Spiel.

„Kuddelmuddel“ löst sich auf

Dass der 2,13-Center vier Jahre lang nicht beim Team war, merkte man in der Anfangsphase. Einige Unstimmigkeiten und die kompakte Verteidigung ließen die Österreicher nur schwer ins Spiel finden. „Anfangs war es verzwickt, ein richtiges Kuddelmuddel. Auch der Ball und der Boden waren rutschig“, fand Pöltl gegenüber SALZBURG24 eine Erklärung. Die Iren machten die Zone dich, ließen den Center kaum Raum. Doch der NBA-Profi fand Lösungen, agierte als „Playmaker“ und setzte vom Lowpost aus seine Mitspieler ein, die von außen gut trafen. „Es macht mir Spaß, meine Teamkollegen zu finden. Das mache ich ja auch in der NBA, nur eben eher vom Highpost aus“, analysierte der Topscorer (14) der Österreicheer.

Jakob Pöltl führt kompaktes Nationalteam an

Vielleicht hatten sich die Salzburger Fans vorgestellt, dass Pöltl das Spiel komplett an sich reißt und mit Punkten alles dominiert. Doch es kam anders. Denn dass der Center allein mit seiner Präsenz die Aufmerksamkeit der Verteidigung auf sich zog, nutzten seine Mitspieler um Timo Lanmüller und Renato Poljak (beide 13) perfekt aus. Im Laufe der Partie ging auch der Gameplan von Headcoach Raoul Korner auf und die Iren wurden müde. „Wir haben eine tiefe, ausgeglichene Mannschaft, wollten viel wechseln und sie müde machen“, so Kapitän Thomas Klepeisz gegenüber S24.

Basketball-Nachwuchs überzeugt

Coach Korner lobte sein Team und verwies immer wieder auf die Tiefe und Jugend. „Wir sind super aufgestellt, auch für die Zukunft. Man sieht, dass viel nachkommt und durch Jakob profitieren die Jungen enorm“, sagte der scheidende Teamchef nach dem Quali-Sieg. Er selbst hat nur noch das Spiel am Sonntag gegen Zypern (18 Uhr, Sporthalle Alpenstraße), um diese Entwicklung von der Seitenlinie zu verfolgen. Sein neues Team (Hamburg) verwehrt ihm, parallel das Nationalteam zu coachen.

Obwohl Österreich am Sonntag als Favorit ins Spiel geht, warnt Korner vor den Zyprioten, die Tabellenführer Schweiz besiegt haben. „Der Sieg heute hilft uns nichts. Wir müssen uns neu fokussieren und aggressiv sein. Jetzt spielen wir um den Gruppensieg.“ Dabei wird das Salzburger Publikum Österreichs Basketball-Nationalteam sicherlich wieder tatkräftig unterstützen.

(Quelle: SALZBURG24)

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