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ATP-Turnier in Kitzbühel

Topstar Thiem will "Heim"-Fluch ablegen

Thiem hat in Kitzbühel bisher nur eine Finalteilnahme zu Buche stehen
Thiem kam bislang einmal ins Finale von Kitzbühel.

Dominic Thiem hat sich einmal mehr viel vorgenommen für den Auftritt vor heimischen Fans. Doch richtig gut gelaufen ist es Thiem weder beim Generali Open in Kitzbühel, noch beim Erste Bank Open in Wien in den vergangenen Jahren nicht. In bisher 15 ATP-Tour-Turnieren in Österreich ist das Kitz-Endspiel 2014 das mit Abstand beste Ergebnis. Dies soll sich 2019 ändern.

In bisher 15 Heimturnieren (siehe Bilanz unten) hat Thiem lediglich 16 Siege gefeiert, herausragend war dabei das Endspiel in Kitzbühel vor fünf Jahren. Die Erwartungshaltung von außen will der mittlerweile 13-fache ATP-Turniersieger und zweifache French-Open-Finalist nicht als Ursache dafür sehen. "Man macht sich ein bisserl mehr Druck, weil ich einfach richtig gerne da spiele und viele Matches vor den eigenen Leuten spielen will", gestand Thiem am Montag bei einer Pressekonferenz in Kitzbühel.

Doch grundsätzlich könne man das Gros seiner Niederlagen in der Alpenrepublik nicht auf den Schauplatz zurückführen. "Sie sind bis auf wenige Ausnahmen nicht passiert, weil das Turnier in Österreich ist oder weil es vor dem eigenen Publikum war. Letztes Jahr zum Beispiel war es hier ein ganz enges Match, das hätte ich in jedem anderen Land der Welt auch verloren", erinnerte er an die knappe Auftakt-Niederlage in drei Sätzen gegen den späteren Sieger Martin Klizan.

Thiem in Kitzbühel mit etwas mehr Druck

"Und letztes Jahr gegen einen Nishikori in sehr guter Form war sicher nicht Wien der Grund, warum ich verloren habe", erklärte der Topstar des größten Sandplatz-Turniers in Österreich. Wenn er seine Topleistung abrufen könne, sei die Chance sehr gut, dass er das Turnier gewinnen könne. "Aber wenn ich ein paar Prozent abfalle, wie man letzte Woche in Hamburg gesehen hat, ist jeder einzelne, der da im Hauptbewerb spielt, einfach so gut, dass er mich dann besiegt."

Die neuerliche Viertelfinal-Niederlage in Hamburg habe ihm "keinen Knacks" gegeben. "Generell war das Match nicht auf schlechtem Niveau. Vor allem im ersten Satz ein paar Dinge, die nicht passieren dürfen. Für einen Spieler meiner Klasse sollte es unmöglich sein, dass ich zweimal ein Break Vorsprung vergeige." Auch die zwei verlorenen Tiebreaks und die in diesem Jahr bisher negative Tiebreak-Bilanz machen ihn nicht bange. "So etwas gleicht sich übers Jahr und auch über die gesamte Karriere wieder aus. Ich habe heuer auch schon sehr wichtige Tiebreaks gewonnen wie gegen Federer in Madrid oder gegen Raonic in Indian Wells."

Österreicher-Duell zum Start

Fakt ist, dass er am Mittwoch (19.30 Uhr/live ServusTV) mit Sebastian Ofner oder Qualifikant Lucas Miedler einen Österreicher zum Gegner hat. "Es ist schon eine Zeit her. Ich glaube, das letzte Match war eh hier gegen Jürgen (Melzer) vor drei Jahren. Sicher ist es immer was Besonderes, gegen einen Österreicher und auch schön, vor allem in der zweiten Runde von einem ATP-Turnier. Ich freue mich drauf, wer auch immer es ist."

Bis dahin hat er noch etwas Zusatzzeit, sich an die doch sehr unterschiedlichen Bedingungen im Vergleich zu Hamburg zu gewöhnen. "In Hamburg gibt es komplett andere Bälle, völlig andere Plätze und natürlich die 700 (Höhen-)Meter Unterschied", sagt Thiem, der aber beruhigt. "Ich spiele wirklich gern auf Höhenlage so wie in Madrid auch. Spiele lieber da bei den Bedingungen, als in Hamburg auf Meereshöhe."

"Will noch sehr viele Punkte machen"

Endlich will er in Kitzbühel wieder auch vom Resultat her zeigen, wie wichtig ihm dieses Turnier ist. Denn der Event in der Gamsstadt hat einen wichtigen Platz in seiner Planung. Warum das so ist? "Weil hier viele Premieren passiert sind. Ich habe hier damals meine ersten ATP-Punkte gemacht, es war das allererste Profiturnier. Ich habe vor dem Challenger damals nicht einmal ein Future gespielt." Dann hat er sein erstes ATP-Hauptfeldmatch, gespielt, ein Viertelfinale erreicht und auch sein erstes Tour-Finale gespielt. Unabhängig vom Sport sei ein Grund aber auch, dass es "eine Wahnsinnsgegend" ist.

Der in Hamburg noch nicht geglückte Neustart in Sachen Punktejagd in Richtung Master soll nun in Kitzbühel so richtig losgehen. "Ich will noch sehr viele Punkte machen dieses Jahr. Kitz ist mein drittes (und letztes, Anm.) 250er-Turnier dieses Jahr. Ich habe in den nächsten Wochen eine richtig gute Chance, dass ich sehr viele Punkte mache, weil in Kanada habe ich letztes Jahr gleich zum Auftakt verloren, und in Cincinnati überhaupt nicht gespielt. Ich fühle mich sehr gut, auch besser als in den letzten Jahren."

(Quelle: APA)

Aufgerufen am 23.10.2019 um 04:42 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/kitzbuehel-topstar-thiem-will-heim-fluch-ablegen-74096095

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