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Saison-Highlight für Walser

Markus Raggingers letzte Chance auf die Goldene

Finaler Aufritt für Salzburger Ringer bei U23-WM

Mit dem 23-jährigen Markus Ragginger kommt Österreichs größte Hoffnung im Ringsport aus Salzburg. Der Modellathlet vom A.C. Wals bereitet sich derzeit akribisch auf die U23-WM vor, bei der der eifrige Medaillensammler endlich auch die Goldene in Händen halten will.

Wals-Siezenheim

Im Schatten der aktuell in Belgrad laufenden A-Weltmeisterschaft bereitet sich Markus Ragginger intensiv auf sein noch vor der Tür stehendes Saison-Highlight vor. In einem Monat beginnt im spanischen Pontevedra die U23-WM der Ringer und der Salzburger ist mit seinen 23 Jahren das letzte Mal für einen Nachwuchs-Bewerb startberechtigt.

Markus Ragginger sammelt Medaillen

Der mehrfache österreichische Staatsmeister im griechisch-römischen Stil gilt als eine der größten Ringer-Hoffnungen. Mit insgesamt neun Medaillen ist Ragginger der erste Ringer in Westeuropa, der in der Kadetten-, Junioren- und U-23 Altersklasse bei EM und WM jeweils eine Medaille holte. Dazu kommt ein beachtlicher Platz 5 bei der EM 2021 in der Allgemeinen Klasse – nur eine Goldmedaille kann er bislang noch nicht sein eigen nennen. Das soll sich aber heuer ändern: "Ich will den Titel", bringt Ragginger sein WM-Ziel im SALZBURG24-Gespräch auf den Punkt.

Offene Rechnung nach EM-Finale

"Die letzten Wochen auf der Matte waren sehr intensiv", gibt der Sportsoldat Einblick in die WM-Vorbereitungen. Urlaub gab es im Sommer keinen für den ambitionierten Athleten, dafür wurde stundenlang im Trainingslager geschwitzt. Mit speziellem Kraft- und Ausdauertraining soll der 23-Jährige, der in der Klasse bis 97 Kilogramm antritt, Schritt für Schritt "an die hohe Belastung gewöhnt" werden.

Markus Ragginger, symb_Ragginger, Ringen, A.C. Wals
Ringer Markus Ragginger (li.) vom A.C. Wals.

Als Raggingers größte Konkurrenten gelten die bärenstarken Athleten aus Ungarn sowie Georgien. Vor allem mit Giorgi Katsanashvili, gegen den der Heeressportler im diesjährigen EM-Finale den Kürzeren zog, hat der Salzburger noch eine Rechnung offen.

Papa als Glücksbringer bei U23-WM

Die packende Atmosphäre beim Wettkampf in der Halle versucht Ragginger so gut wie möglich auszublenden. Einmal im sogenannten Tunnel bringt den 23-Jährigen so leicht nichts mehr aus der Ruhe. Dafür mitverantwortlich zeichnet sich das Mentaltraining im Salzburger Olympiastützpunkt in Rif. "Ich habe kleine Rituale, damit jeder Wettkampf gleich ist". Die mentale Vorbereitung beginnt schon am Abend vor dem Bewerb "und beim Wettkampf bin ich alleine auf der Matte und muss eh alles mit mir ausmachen". Als Glücksbringer zur U23-WM nach Spanien kommt übrigens der Vater von Ragginger mit.

Vor dem Abflug stehen neben dem Training in Wals-Siezenheim noch eine Woche strikte Regeneration sowie ein kurzes Abschluss-Trainingslager in Ungarn an.

Neues Trainingszentrum in Wals-Siezenheim

Um den Ringern vom A.C. Wals weiterhin bestmögliche Trainingsbedingungen zu bieten, wurde erst vergangenes Wochenende der Erweiterungsbau des Feuerwehrhauses mit integriertem Trainingszentrum feierlich eröffnet.

Die sportliche Karriere des jungen Salzburger Ringers dürfte bald noch weiter an Fahrt aufnehmen, denn ab kommenden Jahr ist Ragginger nur noch in der Allgemeinen Klasse startberechtigt. Und neben WM und EM steht mit den Olympischen Spielen 2024 in Paris das weltweit größte Sportereignis längst vor der Tür.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 02.10.2022 um 11:41 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/markus-ragginger-salzburger-ringer-letztes-mal-bei-u23-wm-127020253

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