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"Mit 99,9 Prozent"

Walkner mischt im Dakar-Titelrennen voll mit

Rallye-Spezialist rollt Feld von hinten auf

Matthias Walkner, Dakar, Saudi-Arabien Marcelo Maragni/Red Bull Content Pool
Matthias Walkner schielt bei der Rallye Dakar in Saudi-Arabien vor der letzten Etappe auf das Podium.

Nachdem Matthias Walkner bei der Rallye Dakar gestern die Führung verloren hatte, meldete sich der Rennfahrer am Donnerstag eindrucksvoll zurück. Der Kuchler (Tennengau) rollt das Feld von hinten auf und mischt nach der 11. Etappe um den Titel mit.

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Der 26. Platz und die verlorene Gesamtführung ärgerten den KTM-Piloten am Mittwoch sehr.

Matthias Walkner Rallye Dakar Flavien Duhamel / Red Bull Content Pool
Die zehnte Etappe verlief nicht nach Wunsch für Matthias Walkner.

Walkner verliert bei Rallye Dakar Gesamtführung

Wie gewonnen, so zerronnen heißt es für Matthias Walkner nach der zehnten Etappe der Rallye Dakar: Der Kuchler (Tennengau) hat am Mittwoch bei der Rallye Dakar seine am Vortrag eroberte …

Volle Attacke auf 11. Dakar-Etappe

Der amtierende WWeltmeisterelt sei "absolut kein Fan von taktischen Entscheidungen, sondern durch und durch Rennfahrer, aber die aktuelle Situation ist sehr schwierig", betonte der Salzburger.

Matthias Walkner war sehr enttäuscht und versprach bei der 11. Etappe voll "zu attackieren". Das tat der Rallye-Spezialist am Donnerstag auch.

Walkner klettert wieder aufs Podium

Mit dem vierten Tagesrang und 4:54 Minuten Rückstand auf Etappensieger und KTM-Kollege Kevin Benavides bilanzierte der Kuchler zufrieden: "Es war ein extrem cooler und schneller Tag. Körperlich war es sehr fordernd und sicherlich der anstrengendste Tag." Durch technische Probleme und einen kleinen Navigationsschnitzer reicht es nicht ganz für die Spitze.

Das Podium komplettierten Sam Sunderland (GasGas) und Joachim Rodrigues (Hero Motorsports).

Gesamtsieg nicht im Vordergrund

Mit dem vierten Platz machte Walkner in der Gesamtwertung zwei Ränge gut und klettert nach über 37 Fahrstunden mit 7:15 Rückstand auf Leader Sunderland aufs Podium. Der Dakar-Sieg stehe für Walkner nicht mehr im Vordergrund. Das Ziel sei es, den morgigen Tag mit maximalem Einsatz und auf dem Podium zu beenden.

Dass auch auf Etappe zwölf noch viel passieren kann, zeigte das Vorjahr, wo Sunderland auf der Schlussetappe noch 13 Minuten verlor – das Titelrennen ist somit wieder komplett offen.

Walkner gibt "99,9 Prozent"

"Die letzten 30 bis 35 Kilometer habe ich dosieren müssen, da ich relativ viel Leistung am Motorrad verloren habe", erklärte der 35-Jährige. Rund eineinhalb bis zwei Minuten soll er deswegen eingebüßt haben.

"Ich habe echt alles gegeben – mehr kann ich nicht. Ich war gefühlt immer bei 99,9 Prozent und zum Glück hat es mich nicht geschmissen. Eine gute Referenz ist, wenn in den Dünen der Airbag aufgeht, da er davon ausgeht, dass man einen Sturz hat", sagte Walkner.

Für Salzburger noch alles möglich

Gesamt-Zweiter Pablo Quintanilla liegt mit mickrigen 23 Sekunden vor dem Österreicher in Schlagdistanz.

Adrien Van Beveren lauert mit einem Respekt-Abstand von 8:15 Minuten hinter dem Tennengauer auf den vierten Gesamtrang.

Letzte Etappe steht an

Am Freitag müssen die Rennfahrer beim Abschluss eine 164 Kilometer lange Wertungsprüfung absolvieren, gefolgt von einer gut 500 Kilometer langen Verbindung nach Jeddah wo der neue Dakar-Champion gekürt wird.

Walkner geht als vierter Pilot in die Abschlussprüfung, während sein stärkster Kontrahent, Sam Sunderland als zweiter ins Rennen startet. Der gestrige Pechvogel Kevin Benavides hat sich nach seinem Motordefekt entschieden, die Dakar weiterzufahren und fungiert als Wasserträger für seine Teamkollegen.

KTM dominiert Motorradsport

Seit 2001 stellte KTM in der Motorradwertung 18-mal den Gesamtsieger. Bei den zwei jüngsten Ausgaben in Saudi-Arabien ging man aber leer aus. Sollte sich Sunderland durchsetzen, würde der Titel zwar GasGas zugeschrieben werden, der spanische Motorradhersteller wurde 2020 allerdings komplett von KTM übernommen.

(Quelle: SALZBURG24)

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