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Wegen Dakar

Walkner verzichtet auf Weihnachten mit Großeltern

Rallye-Champion fiebert Highlight entgegen

Walkner NEUMAYR
Matthias Walkner steht vor seiner siebenten Teilnahme an der Rallye Dakar. (ARCHIVBILD)

Ex-Dakar-Sieger Matthias Walkner steht vor seiner siebenten Rallye Dakar. Bevor ab Jänner in der Wüste Saudi Arabiens um die heiß begehrten Beduinen gefahren wird, sprach der Kuchler Motocross-Fahrer über Neuerungen beim prestigeträchtigsten Offroad-Rennen der Welt und erklärt, warum er Weihnachten heuer nicht mit den Großeltern verbringen wird.

Walkner ist erneut Österreichs Hoffnungsträger bei den Motorrädern. Der Salzburger nimmt zum bereits siebenten Mal an der Extremsport-Veranstaltung teil. 2018 hatte er die Dakar gewonnen, heuer im Jänner kam er auf Rang fünf, wobei die KTM-Siegesserie beendet wurde.

Aufgrund der Corona-Pandemie gab es diesmal nur ein Vorbereitungsrennen, bei der Andalusien Rallye wurde Walkner im Oktober Sechster. Zuletzt hatte er mit der KTM-Truppe bei einem rund vier Wochen langen Trainingslager in Dubai versucht, für den Klassiker zu Jahresbeginn in Schwung zu kommen.

Rallye Dakar in Saudi Arabien soll sicherer werden

Bei der 43. Dakar, die vom 3. bis 15. Jänner 2021 stattfinden soll, wird das Thema Sicherheit groß geschrieben. Airbag-Westen sowie Polster auf die technischen Instrumente am Motorrad sollen das Risiko für die Athleten verringern. "Die Verpflichtung den Airbag zu verwenden finde ich gut. Zwar ist in punkto Tragekomfort noch Luft nach oben, aber ich hoffe, dass ich nächste Woche schon damit trainieren kann", erklärte der 34-Jährige.

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Gepostet von Matthias Walkner am Donnerstag, 3. Dezember 2020

Roadbook-Regel für Walkner nur Stress-Faktor

Bei den anstehenden Rennen kommt es auch noch zu weiteren Neuerungen. Bevor die Strecke von Jeddah über Ha'il und wieder retour abzuspulen ist, werden die Roadbooks heuer bei allen Wertungsprüfungen erst 20 Minuten vor dem Start an die Fahrer ausgehändigt. Früher konnten die Piloten noch Markierungen vornehmen und die Strecke studieren. Nun will der Veranstalter versuchen, das Tempo zu drosseln und das Rennen generell sicherer zu machen. "Das sorgt im Schnitt aber nur für eine Geschwindigkeits-Reduzierung von drei km/h. Zudem kommt zusätzlicher und unnötiger Stress dazu", betonte Walkner.

Voraussetzung, damit die neue Vorgehensweise zu keiner Lotterie führt, sind fehlerfreie Roadbücher des Veranstalters.

Motocross-Ass bleibt Linie treu

Ebenso neu: Die Fahrer dürfen nur maximal sechs Vorder- und Hinterreifen während der gesamten zwölf Etappen verwenden. Zum Vergleich: Bisher wurden sie – bis auf die Marathon-Etappen – jeden Tag gewechselt. "Das macht es nicht unbedingt ungefährlicher. Es wird alles ausgereizt", ärgerte sich der Salzburger. Nichtdestotrotz wird es seine Taktik kaum beeinflussen. "Am besten ist es, immer zwischen den Positionen drei und sechs herumzufahren."

Beduine als großes Ziel

Das Ziel des Elite-Fahrers bleibt wie jedes Jahr die Top-Drei: "Ich will wieder einen Beduinen als Trophäe mit nach Hause nehmen." Die Vorfreude auf seine siebte Rallye Dakar ist größer denn je. Das Motocross-Ass freut sich, zeigen zu können, was er das ganze Jahr gemacht hat. Zu der Vorbereitung zählten neben dem Trainingsmonat in Dubai auch die gemeinsamen Hard-Enduro-Ausflüge mit dem ehemaligen Ski-Star Marcel Hirscher.

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Gepostet von Matthias Walkner am Donnerstag, 10. Dezember 2020

"Ich bin extrem gut vorbereitet und habe viel für genau das eine Rennen investiert." Dabei fürchtet er vor allem Titelverteidiger Ricky Brabec. Der US-Amerikaner hat auf einer Honda im Jänner die bei den Motorrädern 18 Jahre anhaltende KTM-Dakar-Siegesserie beendet.

Walkner verzichtet auf großes Weihnachtsfest

Um die Chancen einer Corona-Infektion so gering wie möglich zu halten, verzichtet Walkner heuer gar auf das traditionelle Weihnachtsfest mit den Großeltern. "Ich will das Risiko nicht eingehen." Vielmehr freue er sich auf die gemeinsame Zeit mit seiner Freundin Petra. "Gemütlich beim Christbaum und ohne Handy."

Walkner Empfang FMT-PICTURES/NL

Denn der Trubel kommt ganz von alleine. Während erste Koffer u.a. mit Grundnahrungsmitteln bereits mit dem Wohnmobil nach Saudi Arabien auf dem Weg sind, wird der KTM-Werksfahrer und sein 40-köpfiges Team die Reise am 26. Dezember vornehmen. Auch nach negativen Corona-Tests müssen die Elite-Athleten bei der Einreise nach Saudi Arabien drei Tage lang in Hotel-Quarantäne.

"Das ist mir völlig wurscht. Ich nehme alles in Kauf – Hauptsache wir können wieder Rennen fahren", brennt Walkner bereits auf die 43. Ausgabe der Rallye Dakar.

(Quelle: SALZBURG24)

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