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Rallye Dakar

Walkners "Navi-Chaos" sorgt für Verwirrung

Nach Super-Marathon-Etappe Gesamt-Dritter

Matthias Walkner, Atacama Rallye, Chile Rallye Zone/KTM
Matthias Walkner fuhr bei dritter Dakar-Etappe auf Rang sechs. (ARCHIVBILD)

Matthias Walkner beendet den zweiten Teil der Super-Marathon-Etappe mit einem Rückstand von acht Minuten auf Etappensieger Ricky Brabec an vierter Position. Beim letzten Wegpunkt lag der Kuchler mit einem Rückstand von gut sieben Minuten noch auf dem aussichtsreichen dritten Platz bevor er aufgrund eines fehlerhaften Roadbooks viel Zeit liegen lässt. Da die Resultate der heutigen Etappe vom Veranstalter korrigiert wurden, verbessert sich Walkner von Rang sechs auf Platz vier.

Während der gestrige Etappen-Zweite und Gesamtführende Sam Sunderland mit 38 Minuten viel Zeit verliert, wird auch Walkner ein vom Veranstalter verursachter Roadbook-Fehler zum Verhängnis. Der zweifache Dakar-Sieger Toby Price lässt heute ebenfalls viel Zeit liegen und reißt einen Rückstand von 35 Minuten auf. Die Resultate der heutigen Etappe wurden um 124:54 Uhr vom Veranstalter korrigiert (siehe Tabellen unten).

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Gepostet von Matthias Walkner am Montag, 6. Januar 2020

Roadbooks sorgen für Chaos bei Rallye Dakar

Die Piloten legen am Dienstag 504 Kilometer zurück, wovon 427 Kilometer gewertete Sonderprüfung waren. In der Gesamtwertung reiht sich der 33-jährige KTM-Pilot an die fünfte Stelle, knapp 18 Minuten hinter dem neuen Führenden Brabec und drei Minuten hinter dem Gesamt-Zweiten, Jose Ignacio Cornejo.

"Gegen Ende der Etappe war ein Fehler bei einem Wegpunkt, wir sind 20 Minuten lang im Kreis gefahren", ärgerte sich Walkner, der gemeinsam mit Konkurrent Brabec nach der richtigen Route gesucht hat. Der KTM-Pilot ärgert sich, dass die Rennfahrer das Roadbook erst 25 Minuten vor dem Start erhalten und daher nichts mehr markieren konnten. "Die Navigation ist dermaßen schwierig, dass man sich schwer tut ins Ziel zu finden", sagte der Salzburger. Als dem Veranstalter auch noch dieser Fehler im Roadbook passiert sein soll, ist laut Walkner das totale Chaos ausgebrochen.

Über 7.500 Kilometer geht die Rally Dakar ... Damit man sich ein besseres Bild davon machen kann wie lange die Strecke...

Gepostet von Matthias Walkner am Sonntag, 5. Januar 2020

Walkner mit Appell an Veranstalter

Es sei einfach brutal gefährlich und der Kuchler hofft, dass der Veranstalter das Prozedere noch einmal überdenkt. "Alles in allem war es für mich aber ein sehr guter Tag. Ich habe mir heute die Zeit für eine gute Navigation genommen und konnte einen guten Rhythmus finden", fügte Walkner an.

Rallye Dakar fordert erste "Opfer"

Die Dakar fordert auch schon ihre ersten "Opfer". Einer der großen Favoriten für das Podium muss heute aufgeben: Der Franzose Adrian Van Beveren scheidet das dritte Jahr in Folge (2018 ein Sturz, 2019 Motorschaden) aus. Bei Kilometer drei stürzt der Yamaha-Pilot schwer und wird mit dem Hubschrauber nach Neom geflogen. Laut Veranstalter hat sich Van Beveren eine Fraktur des Schlüsselbeines zugezogen.

676 Kilometer an Tag 4 zu absolvieren

Von Neom geht es nun weiter nach Al Ula. 676 Kilometer sind am morgigen vierten Tag zu absolvieren, wovon 453 Kilometer zur gewerteten Sonderprüfung zählen. Die Strecke verläuft zu gleichen Teilen auf Schotter- und Sandpisten und führt in die Nähe der nabatäischen Tempel. Die angekündigte schwierige Navigation wird auch am morgigen Renntag wieder eine große Rolle spielen. 

Resultat der dritten Dakar-Etappe

  1. Ricky Brabec HONDA (USA), 03h 29m 31s
  2. Jose Ignacio Cornejo HONDA (CHL), +00:05:56
  3. Kevin Benavides HONDA (ARG), +00:07:22
  4. Matthias Walkner KTM, +00:08:13
  5. Toby Price KTM (AUS), +00:08:35

Dakar-Gesamtwertung nach drei Etappen

  1. Ricky Brabec HONDA (USA), 10h 39m 04s
  2. Kevin Benavides HONDA (ARG), +00:04:43
  3. Matthias Walkner KTM, +00:06:02
(Quelle: SALZBURG24)

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