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Fahnenträger aus Salzburg

Matzinger eröffnet Paralympics für Österreich

Japan richtet Mega-Sport-Event aus

Paralympics Eröffnung: matzinger APA/AFP/CHARLY TRIBALLEAU
Matzinger und Eder schwenken Österreichs Flagge bei der Paralympics-Eröffnung.

Tokio wird ab heute als erste Stadt zum zweiten Mal Gastgeber der Paralympics. Bei den XVI. Weltspielen für Sportlerinnen und Sportler mit Beeinträchtigung treten bis 5. September rund 4.400 Aktive aus 170 Ländern in 22 Sportarten an – darunter auch zwei Salzburger.

Die Paralympics wurden am Dienstag (13 Uhr MESZ) feierlich eröffnet. Das Österreichische Paralympische Komitee entsendet 24 Aktive aus acht Sparten – zehn von ihnen haben schon Medaillen erobert, elf debütieren in Japan.

Österreich bei Paralympics dabei

Die ÖPC-Delegation wird aus einer guten Mischung von Routiniers und Neulingen gebildet. Nach den sieben Medaillen für das OÖC-Aufgebot bei den Olympischen Sommerspielen in Tokio sind auch die Sportlerinnen und Sportler mit Behinderung für mehrere Stück Edelmetall gut. Vor fünf Jahren waren es in Rio de Janeiro neun Medaillen gewesen (1-4-4).

Günther Matzinger Thomas Kaserer
Günther Matzinger will zu den ​Paralympischen Spielen 2020 nach Tokio.

Matzinger als Fahnenträger bei Paralympics

Der Salzburger Günther Matzinger und Natalija Eder sind Österreichs Fahnenträger bei der Eröffnungsfeier der 16. Paralympischen Spiele am Dienstag in Tokio.

In sieben Sportarten dürfen sich ÖPC-Aktive Chancen auf Medaillen machen, das hat auch schon bei früheren Paralympics geklappt. Drei Athleten reisen als zweifache Paralympics-Sieger nach Japan: Der querschnittgelähmte Salzburger Thomas Geierspichler im Rennrollstuhl, der gebürtige Steirer Pepo Puch mit inkompletter Querschnittslähmung im Dressursattel und der erstmals im Triathlon antretende Salzburger Ex-Leichtathlet Günther Matzinger.

Geierspichler will nächste Medaille

Geierspichler hat bei fünf Antreten bisher neumal Edelmetall erobert (2-3-4), mit 45 Jahren misst sich der frühere Marathon-Sieger wie schon in Rio über kürzere Distanzen (400, 1.500 m) mit Jüngeren. Und mit Konkurrenten, die einen geringeren Behinderungsgrad aufweisen. "Das ist nicht fair", betonte Geierspichler und kritisiert einmal mehr die Klasseneinteilung. Auch die zwei anderen Leichtathleten sind bereits dekoriert. Natalija Eder war zweimal Dritte im Speerwurf und der ebenfalls sehbehinderte Bil Marinkovic steigt in den gleichen Ring wie vor einigen Wochen Bronzemedaillengewinner Lukas Weißhaidinger. Der 48-Jährige war schon 2012 in London Dritter im Diskuswurf.

Matzinger vor Triathlon-Premiere

Fahnenträger Günther Matzinger stellte sich nach den Lauferfolgen 2012 (Gold über 400 und 800 m) und 2016 (Bronze) einer neuen Herausforderung. Der 34-Jährige wechselte zum Triathlon, wo er im Weltcup schon Podestplätze erreicht hat. Die Verschiebung der Paralympics spielte ihm in die Karten. "Es ist eine kontinuierliche Entwicklung nach vorne", sagte Matzinger dem "Kurier" zu seiner Steigerung im Schwimmen und Radfahren.

(Quelle: APA)

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