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Rallye Dakar

Matthias Walkner holt Rang zwei

"Bin froh, dass es vorbei ist"

Bei der Rallye Dakar ist der Kuchler (Tennengau) Matthias Walkner am Donenrstag auf Gesamtrang zwei gefahren. Mehrere Stürze und die schwierigen Bedingungen in Peru konnten den Salzburger nicht aufhalten. Der Sieg ging an den Australier Toby Price, Dritter wurde Jose Ignacio Cornejo Florimo aus Chile. Walkner steht damit zum dritten Mal bei der Rallye Dakar am Podest.

Seinen Sieg aus dem Vorjahr konnte Walkner nicht verteidigen, das Ende der Dakar hat er aber schon herbeigesehnt. Bei einem Sturz hatte es sein Sprunggelenk erwischt, die Schmerzen waren laut Walkner schon groß. Der Titelverteidiger verbesserte sich am Donnerstag auf der zehnten und letzten Etappe von Pico nach Lima noch auf den zweiten Gesamtrang.

The last day at Rally Dakar 2019

DER LETZTE TAG bei der Dakar Rally! Die letzten Tage waren richtig hart und ich freue mich schon, wenn ich die Ziellinie überqueren werde... Ich habe eine gute Ausgangsposition und ein Podium wäre echt cool. Heute gehts von Pisco ins Ziel nach Lima & es bleibt bis zum Ende spannend! Also bitte drückt mir ein letztes Mal die Daumen ???????????????? #vamos #readytorace #verleihtflügel

Gepostet von Matthias Walkner am Donnerstag, 17. Januar 2019

Walkner: "Hatte Schrecksekunde"

"Auch diesmal hatte ich eine Schrecksekunde, bei der ich aufgrund der schlechten Sicht eine Mulde übersehen habe und mit dem Helm in den Lenker eingeschlagen bin", erzählt Walkner im Ziel: "Ich habe sehr viel in diese Dakar investiert und bis zum Schluss gepusht." Im Ziel hatte er laut eigener Aussage Tränen in den Augen. Der Kuchler bedankte sich bei allen, die ihm die Daumen gedrückt haben. Die Bilder seiner Go-Pro vom Beschleunigen fast ohne Sicht will er vielleicht irgendwann einmal herzeigen. Im Moment überwiegt die Erleichterung, dass die Rallye vorbei ist: "Ich freue mich schon auf daheim".

Der 32-jährige Kuchler gratulierte Price zum Sieg. "Ich ziehe wirklich den Hut vor ihm, mit einem gebrochenen Kahnbein die Dakar zu gewinnen, verdient den allerhöchsten Respekt."

Walkner musste Zähne zusammenbeißen

Walkner musste noch einmal die Zähne zusammenbeißen, obwohl er eigentlich "die letzten 100 Kilometer ein wenig genießen" hatte wollen. "Heute in der Früh war ich fast ein wenig glücklich darüber, dass ich nicht um den Sieg mitkämpfen musste. Die Etappe war extrem gefährlich. Aber klar, ich habe schon versucht, am Gas drauf zu bleiben, es kann immer etwas passieren", berichtete der Vorjahressieger.

Gepusht "weil ich so viel Spaß hatte"

Auf den ersten Kilometern der Schlussetappe habe er sich aber "etwas verleiten lassen, und dann doch wieder mehr gepusht, weil ich einfach richtig viel Spaß hatte", sagte Walkner. "Bei Kilometer elf habe ich mit 90 km/h eine runde Düne etwas falsch wahrgenommen und bin in einen Gegenhang gesprungen", beschrieb der KTM-Werkspilot den verhängnisvollen Moment. "In der Luft dachte ich mir dann noch, ich werde es womöglich nicht schaffen. Ich habe dann in der Luft einen Gang runtergeschaltet, versucht, am Hinterrad zu landen, damit das Motorrad in der Landung einen Zug nach vorne macht und es mich nicht stumpf in den Gegenhang reinstaucht."

Doch dieser Plan ging nicht auf. "Mit dem Helm bin ich mit voller Wucht auf den Lenker, und das Sprunggelenk hat mir wieder einen brutalen Stich gegeben. Ich wollte dann nur noch heil ins Ziel kommen und mein Podium verteidigen. Ich hatte brutale Schmerzen, aber mit dem Adrenalin im Körper und der Aussicht auf einen Podestplatz hat es funktioniert", erzählte Walkner.

Doppeltes Podest für KTM

Der Gesamtsieg ging in diesem Jahr an Toby Price aus Australien, der ebenfalls für KTM am Start stand.Für ihn war es der zweite Dakar-Triumph nach 2016 war. Walkner war bereits 2017 Zweiter geworden. Auf dem 112 Kilometer langen Schlussstück war Husqvarna-Pilot Pablo Quintanilla nur zehn Kilometer nach dem Start der letzten Wertungsprüfung schwer gestürzt. Damit verlor der Chilene nicht nur den Zweikampf um den Sieg gegen Price, sondern auch noch Platz zwei an Walkner, dessen KTM-Team zum bereits 18. Mal en suite die Motorradwertung der Dakar gewann. 9:13 Minuten betrug am Ende der Vorsprung von Price, der auch die Donnerstag-Etappe gewann, auf den Österreicher.

2. Platz!!!! ???????? Dakar Rally

Gepostet von Matthias Walkner am Donnerstag, 17. Januar 2019

Navigation während der Dakar

Für die Navigation während der Rallye Dakar hat sich Walkner wieder ein Roadbook gebastelt. Im Video erklärt er, wie es funktioniert:

(APA/SALZBURG24)

Aufgerufen am 21.04.2019 um 09:54 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/salzburger-matthias-walkner-holt-rang-zwei-bei-rallye-dakar-64250191

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