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Verschärfte Corona-Regeln

Salzburgs Ballsportler starten in ungewisse Saison

Wie es im Volleyball, Handball und Basketball weitergeht

Knackige Zweikämpfe, Körperkontakt und Zuschauer – alles erlaubt? Im Herbst starten die Hallensportarten wie Volleyball, Handball oder Basketball wieder in eine neue Saison. Corona-bedingt gibt es aktuell noch viele Fragezeichen. Wir haben bei den Salzburger Vereinen nachgefragt.

Die Corona-Pandemie hatte für den UHC Salzburg auch einen positiven Effekt: „Wir haben ‚dank‘ dieser mit beiden Mannschaft die Klasse gehalten“, erklärt Obmann Thomas Manhart im Gespräch mit SALZBURG24. In Bayern, wo Salzburgs Handballer als Gastmannschaft in der Bezirksoberliga mitspielen, wurde entschieden, dass es in der vergangenen Spielzeit nur Aufsteiger, aber keine Absteiger gibt. „Das macht die bevorstehende Saison für uns umso härter, weil es statt zwölf nun 14 Mannschaften gibt und wahrscheinlich auch fünf Absteiger statt drei“, erklärt Manhart. Als Saisonziel ist der Klassenerhalt ausgegeben.

UHC Salzburg krugfoto
Der UHC Salzburg, hier im Bild Sebastian Aufhauser, will auch heuer wieder in Bayern starten.

Wann startet die Handball-Saison?

Vor dem geplanten Saisonstart am 3. Oktober gibt es aber noch – ähnlich wie in den Kontaktsportarten – einige Fragezeichen. „Die Verantwortlichen überlegen noch, ob man, nur weil man jetzt von der Bayerischen Landesregierung aus spielen darf, auch spielen soll“, berichtet der UHC-Funktionär. Einige Vereine hätten sich dafür ausgesprochen, die Saison erst im Jänner zu starten. Alternativ wäre auch denkbar, eine verkürzte Saison zu spielen, in der es längere Pausen zwischen den einzelnen Begegnungen geben könnte. „Das hätte den Vorteil, dass man bei Quarantäne-Fällen leichter Ersatztermine findet und nicht unter dem engen Termindruck eines durchgetakteten Spielplans steht“, erklärt Manhart.

UHC Salzburg doppelt gefordert

Offen ist neben der Zuschauer-Frage auch noch, wie die Liga mit einem positiven Corona-Fall innerhalb eines Teams umgehen wird. „Im Worst Case muss die komplette Mannschaft für zwei Wochen in Quarantäne. Wenn du das im Amateursport machst, hast du nach drei Wochen keine Spieler mehr, weil keiner seinem Arbeitgeber erklären kann, dass er wegen des Handballs zwei Wochen in Quarantäne muss“, spricht der UHC-Obmann Klartext. Manhart hofft daher auf eine Lösung, wo nur einzelne Spieler in Quarantäne kommen.

Der UHC ist Corona-bedingt überdies doppelt gefordert: „Wir müssen einerseits die österreichischen Vorgaben einhalten, andererseits sind die bayerischen Regeln fast wichtiger für uns, weil wir dort als Gastmannschaft spielen“, so Manhart.

Verschärfungen treffen PSVBG Salzburg

Die verschärften Corona-Maßnahmen in Österreich haben indes die Planungen der PSVBG Salzburg durcheinandergewirbelt. Ursprünglich 200 Zuschauerinnen und Zuschauer hätten die Volleyballerinnen bei ihren Bundesliga-Heimspielen im Universitäts- und Landessportzentrum Rif anfeuern sollen, nun sind maximal 50 zugelassen, erklärt Coach Uli Sernow gegenüber SALZBURG24.

Uli Sernow, PSVBG Salzburg krugfoto
Uli Sernow (li.) wird den Tag des Lockdowns "nie vergessen".

Die Auflagen erschweren die aktuell laufende Vorbereitung auf die neue Saison. „Wir haben uns zum Trainingsstart vor fünf Wochen auf Corona getestet und werden vor dem Ligastart am 26. September auch noch einmal testen“, erklärt Sernow. Corona-Fälle gebe es in der Mannschaft bislang zum Glück keine.

Spielverschiebungen drohen im Volleyball

Bei einem positiven Corona-Fall müsste die komplette Mannschaft in Quarantäne und das Spiel abgesagt werden: „Die entscheidende Frage wird sein, wie viele Spielverschiebungen es geben wird. Wir haben keine Profi-Mannschaft, Spiele unter der Woche sind daher eigentlich unmöglich“, erklärt Salzburgs „Mister Volleyball“, der den Tag des Lockdowns nie vergessen werde. Als Saisonziel gibt der Deutsche einen Platz im oberen Playoff aus: "Dazu liebäugeln wir damit, auch irgendwann einmal eine Medaille zu machen oder ins Finale zu kommen.“

Here we go again! Unsere Damen starten heute offiziell in ihre Saisonvorbereitung. Als erstes am Programm: COVID-19 Testing ????????????

Gepostet von PSvBG Salzburg am Montag, 17. August 2020

BBU startet ohne Heimstätte

Ohne verfügbare Heimstätte starten die Basketballer der BBU Salzburg in die neue Spielzeit. Corona-bedingt verzögern sich die Sanierungsarbeiten an der Sporthalle Alpenstraße. Für die Heimspiele ab November wurde bereits ein Präventionskonzept ausgearbeitet. Sportlich strebt der Zweitligist die Playoffs an.

Das COVID-19 Präventionskonzept bringt auch Änderungen im laufenden Trainingsbetrieb. Handhygiene, Desinfektion von...

Gepostet von Basketballunion Salzburg am Montag, 14. September 2020

Basketballer meistern Corona-Herausforderungen

Die Saison in der 2. Bundesliga startet für die BBU mit dem Cup-Spiel in Mattersburg am kommenden Samstag. Im Training gebe es Anwesenheitslisten: „Dazu schauen wir, dass wir keine großen Gruppen machen, damit im Fall einer Infizierung nicht allzu viele betroffen sind. Unsere Zweitligamannschaft misst zudem täglich Fieber und führt ein Gesundheitstagebuch“, berichtet Funktionär Lorenz Ruppert im S24-Gespräch.

Dazu halte man sich an die Vorgaben des Österreichischen Basketballverbandes (ÖBV). Positive Corona-Fälle gab es bei der BBU ebenso nicht. Wie das Training der Basketballer derzeit aussieht? „Solange die Corona-Ampel bei uns auf grün ist, können wir unter Einhaltung der Hygienemaßnahmen ganz normal trainieren. Sobald die Ampel auf gelb springt, werden die Trainings so umgestellt, dass die Mindestabstände eingehalten werden und kein Körperkontakt stattfindet“, berichtet der BBU-Funktionär. Für die BBU seien die Corona-Verordnungen eine Herausforderung, „die wir bisher aber gut gemeistert haben“, so Ruppert.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 20.09.2020 um 03:39 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/salzburgs-ballsportler-starten-in-ungewisse-saison-92868754

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