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Heftige Stürze bei 9. Etappe

Walkners irrer Dakar-Ritt mit Loch im Reifen

Motorrad-Ass "froh, gesund im Ziel zu sein"

Matthias Walkner hat auf der neunten Etappe der Rallye Dakar erneut ein paar Ränge gut gemacht. Der Salzburger schob sich mit Tagesrang fünf in der Gesamtwertung auf den 15. Platz vor und atmete nach der 465-Kilometer-Fahrt in Neom tief durch: "Ich bin einfach nur froh, dass ich gesund im Ziel bin." Zwei Extremsportler wurden nach Stürzen ins Krankenhaus geflogen.

Kuchl

Die neunte Dakar-Etappe startete am Dienstag um 7.50 Uhr Ortszeit in Saudi Arabien bei Sonnenaufgang am Roten Meer – am Todestag von Paulo Goncalves, der vor genau einem Jahr bei der Rallye-Dakar schwer gestürzt und von Toby Price bewusstlos mit Herzstillstand aufgefunden wurde. In Gedenken an den Portugiesen klebten sich die Piloten den Sticker seiner Rückennummer 8 mit der Aufschrift "Speedy forever“ neben der jeweilig eigenen Nummer auf das Motorrad.

Favorit Price erleidet Gehirnerschütterung

Bitter endete die ereignisreiche Wertungsprüfung für Walkners KTM-Teamkollegen Toby Price. Der Australier und zweifache Dakar-Champion stürzte vor dem fünften Checkpoint schwer und wurde ins Krankenhaus nach Tabuk geflogen. Laut den Informationen seines Teams soll sich Price eine Gehirnerschütterung und einen Schlüsselbeinbruch mit Bänderrissen zugezogen haben. In der Gesamtwertung hatte der Australier große Chancen seinen dritten Dakar-Titel zu holen.

Zwei Hubschrauber-Einsätze bei Rallye Dakar

Auch Yamaha-Pilot Ross Branch aus Botswana erlebte einen rabenschwarzen Tag: Schon zu Beginn des Rennens musste er nach einem Motorschaden aufgeben. Der Argentinier Luciano Benavides, der bis Kilometer 240 an dritter Position lag, stürzte ebenfalls und wurde mit einer Schulterverletzung – wie auch Price – nach Tabuk in das Krankenhaus geflogen. Sein Bruder Kevin Benavides gewann die schwierige neunte Etappe. Gesamtführender bleibt weiterhin der Chilene Jose Ignacio Cornejo.

Was für ein Tag ... ???? Einfach nur BRUTAL! Eigentlich hat es heute sehr gut und vielversprechend begonnen. Wir sind am...

Gepostet von Matthias Walkner am Dienstag, 12. Januar 2021

Walkner bilanzierte zufriedenstellend: "Es war extrem herausfordernd und schwer einen guten Rhythmus zu finden. Zunächst hatte ich ein sehr gutes Gefühl, auch was die schwierige Navigation betrifft. Dann bin ich zum Sturz von Toby Price dazugekommen und hab ihn liegen gesehen. Es hat im ersten Moment nicht so gut ausgeschaut."

Rallye Dakar, Matthias Walkner RallyeZone
Matthias Walkner bei der Rallye Dakar in Saudi Arabien.

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Da der Salzburger in der Gesamtwertung nichts mehr mitzureden hat, vermied Walkner unnötiges Risiko. Der Kuchler beendete die Etappe auf Platz fünf und schob sich in der Gesamtwertung auf den 15. Platz vor.

Walkner: "Es ist lebensgefährlich"

"Es ist lebensgefährlich, wenn man vor lauter Staub auf dieser gefährlichen Piste nichts mehr sieht und im Blindflug fährt. In den Canyons geht kein Wind und dieser Staub steht quasi. Das war nicht lustig. Ich wollte dieses Risiko nach einigen Schreckmomenten nicht eingehen."

Loch in Walkners Hinterreifen

Ein Blick auf Walkners Reifen spricht Bände: "Ich hab sie mir bis zum Tankstopp ordentlich ruiniert. Es war heute brutal gefährlich. Ich bin einfach nur froh, dass ich gesund im Ziel bin", atmete der Salzburger tief durch.

Matthias Walkner Matthias Walkner
Matthias Walkner ramponierte seinen Hinterreifen bei der neunten Dakar-Etappe.

Bei der Rallye Dakar sind noch drei Etappen zu bewältigen. Am Mittwoch führt die Route die Piloten von Neom nach Al-'Ula, wo insgesamt 583 Kilometer bewältigt werden müssen.

(Quelle: SALZBURG24)

Aufgerufen am 18.05.2021 um 12:37 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/walkners-irrer-dakar-ritt-mit-loch-im-reifen-98249365

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