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Sportphysiotherapie-Kongress in Rif: Hauptthema Schulter

Verletzungen gehören beim Sport leider zum Alltag. Um diesen vorzubeugen bzw. die Notwendigkeit einer optimalen Rehabilitation darzulegen, wurde vergangene Woche der zweite Sportphysiotherapie-Kongress im Sportzentrum Rif abgehalten. Veranstalter waren der dort beheimatete Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaft/USI der Universität Salzburg, Physio Austria (Fachgruppe für Sportphysiotherapie) und spt-education (Fortbildungsgesellschaft für Sportphysiotherapie).

 Namhafte Referenten aus der Schweiz, Norwegen, Großbritannien, Italien, Deutschland und Österreich präsentierten dabei die neuesten Erkenntnisse im Bezug auf Behandlungsmethoden von Schulterproblemen im Sport. Den rund 200 TeilnehmerInnen wurden u. a. biomechanische Belastungsanalysen in Ballsportarten, neueste minimalinvasive Operationsverfahren un sportartspezifische Behandlungs- und Trainingstherapiekonzepte vorgestellt. „Gerade ein so komplexes Gelenksystem wie die Schulter legt die enge Zusammenarbeit zwischen Sportmedizin, Sportwissenschaft und Physiotherapie zum Wohle der Patienten nahe“, so Karl Lochner, Mit-Organisator Leiter der Fachgruppe „Sportpyhsiotherapie – Physio Austria“. Zentrale Botschaft des Kongresses sei laut Lochner jene, dass „Schultertherapie“ - unabhängig davon, ob nach Operation oder  konservativer Behandlung - nach passiven Interventionen in jedem Fall der Weg in die Aktivität, ins „Trainieren und Kräftigen“, gefunden werden müssen.

Prävention für Sportler

Den Teilnehmern des Kongresses sollte das Verständnis für zusammenhängende Bewegungsketten eröffnet werden. Beispielsweise ist die Schulter über das Schulterblatt ganz eng mit dem Rumpf verbunden, was starken Einfluss auf mögliche Therapien oder auch in der Prävention haben kann. In Sportarten wie Faustball oder Volleyball spielen diese Erkenntnisse jetzt schon eine relevante Rolle. „Prävention und präventives Training können uns vor hartnäckigen Schulterverletzungen schützen. Daher sind die Erkenntnisse dieses Kongresses für uns sehr wichtig“, sagte Klemens Kronsteiner, der vor wenigen Wochen mit der Faustball-Nationalmannschaft die WM-Silbermedaille gewinnen konnte. Aber auch außerhalb des Leistungssports sollen Erkenntnisse genutzt werden. „Wenn man bedenkt, dass rund die Hälfte aller 60-Jährigen stark degenerative Veränderungen an Sehnen und Muskeln im Schultergelenk zeigen, würden entsprechende präventive Trainingsmaßnahmen Erleichterung schaffen“, erklärte Sportphysiotherapeut Gerald Mitterbauer. Auch über den nächsten Kongress, der im November 2013 wiederum im Sport-Zentrum Rif stattfinden soll, haben sich die Organisatoren schon Gedanken gemacht. „Wir haben uns 2009 mit dem Knie beschäftigt, heuer war die Schulter an der Reihe. In zwei Jahren ist ein Kongress mit dem Thema „Wirbelsäule“ geplant“, sagte Erik Hogenbirk vom Fachbereich für Sport- und Bewegungswissenschaft.
(Quelle: S24)

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