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Altach muss für Euro-League-Traum Abschlussschwäche ablegen

Die Vorarlberger glauben noch an ihre kleine Chance Salzburg24
Die Vorarlberger glauben noch an ihre kleine Chance

Fußball-Bundesliga-Schlusslicht SCR Altach kämpft derzeit mit der eigenen Harmlosigkeit vor dem Tor. Will man den Traum von der Teilnahme an der Europa-League-Gruppenphase realisieren, muss der Knoten im Estadio do Restelo platzen, wo am Donnerstag das Play-off-Rückspiel gegen Belenenses Lissabon steigt. Der Glaube an den Aufstieg ist trotz des 0:1 in Altach ungebrochen.

Fußball kann manchmal knüppelhart sein, wie Damir Canadi am Sonntag nach der 1:2-Niederlage gegen Admira Wacker feststellte. In den zweiten 45 Minuten gegen Belenenses am vergangenen Donnerstag sowie gegen die Südstädter spielte praktisch nur seine Elf. Die Mannschaft verbiss sich regelrecht in den Gegner und kam zu einigen Möglichkeiten. Doch trotz Feldüberlegenheit waren es jeweils die Gäste, die mehr Tore erzielten.

"Wir kommen zu unseren Chancen. Es sind letztlich Kleinigkeiten, an denen es scheitert", fasste der Trainer die jüngsten Auftritte seiner Truppe zusammen. "Es muss einmal der letzte Abschluss passen. Es kann gut sein, dass das schon am Donnerstag passiert." Das Hinspiel gegen Belenenses, das mit einer total verkorksten ersten Hälfte begann und mit wild stürmenden Altachern endete, hat Canadi längst aufgearbeitet. "Wir haben ihnen zu Beginn zu viele Räume gelassen. Ich habe meiner Mannschaft taktisch die falschen Mittel mit auf den Weg gegeben und trage dafür auch die Verantwortung."

Als weiterer Faktor war der kurzfristige Ausfall von Belenenses-Spielmacher Carlos Martins hinzugekommen, der nach dem Aufwärmen über Schmerzen in der rechten Wade klagte. Sein Ersatzmann Tiago Silva agierte deutlich weiter vorne, was offensichtlich nicht in den Plan der Vorarlberger passte. Bezeichnenderweise gab dann auch die hängende Spitze die Vorlage zum Treffer von Tiago Caeiro. Ob Martins für das Rückspiel rechtzeitig fit wird, ist offen.

Für Canadi sind die momentanen Probleme nicht zuletzt auch der Umstellung des Spielstils geschuldet. "Wir wollen jetzt dominanter auftreten, da unsere Spielweise mit dem schnellen Umschalten im letzten Jahr sehr viel Kraft gekostet hat. Da müssen wir noch daran arbeiten, dass wir die Balance finden zwischen Offensive und Defensive", erklärte der Wiener. "Das ist ein Prozess. Wir werden aber von diesem Weg nicht abgehen."

Vor dem Rückspiel glauben die Rheindörfler weiter felsenfest an ihre Chance. "Die Ausgangslage ist nicht viel anders, als wenn wir 1:1 gespielt hätten. Wir hätten so oder so ein Auswärtstor gebraucht. Wären wir beim Tennis, steht es jetzt Vorteil Belenenses. Aber wir sind sehr zuversichtlich", sagte Canadi, der einen eher zurückhaltenden Gegner erwartet. "Sie stehen immer sehr tief. Da müssen wir geduldig bleiben, um dann im richtigen Moment Risiko zu nehmen und unsere Chance zu nützen."

Zuversicht herrscht aber auch im Lager von Belenenses. Für die Portugiesen wäre die Europa-League-Gruppenphase der größte Erfolg seit einer halben Ewigkeit. Denn der einzige Titelgewinn in der Primeira Liga liegt bereits 69 Jahre zurück. "Es wird sehr schwer, aber ich hoffe, dass wir es schaffen", sprach Innenverteidiger Joao Afonso. "Wir gehen in jedes Spiel mit dem Ziel zu gewinnen - das ist die Botschaft, die unser Trainer vorgibt."

Um die notwendige Unterstützung in das chronisch schlecht besuchte Estadio do Restelo zu locken, ist übrigens der Eintritt für Besucher unter 18 Jahren am Donnerstag gratis. Für alle älteren Semester sind Tickets ab 7,50 Euro und um höchstens 15 Euro zu haben. In der Liga pilgerten in der vergangenen Saison im Schnitt nur 3.300 Zuschauer in die Heimstätte der Blauen, die knapp 20.000 Zuschauern Platz bietet.

(Quelle: S24)

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