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Armstrong soll unter Eid ausgepackt haben

Armstrong soll Doping-Helfer genannt haben Salzburg24
Armstrong soll Doping-Helfer genannt haben

Laut einem Bericht der Zeitung "USA Today" hat der wegen Dopings lebenslang gesperrte Ex-Radstar Lance Armstrong unter Eid doch noch ausgepackt. In einem Schadensersatz-Verfahren soll der Texaner 16 Fragen des Gerichts beantwortet und dabei weit über sein TV-Geständnis vom Jänner 2013 hinausgegangen sein.

In dem von der Acceptance-Versicherung angestrengten Schadensersatz-Prozess am 12. November vergangenen Jahres nannte der als Betrüger überführte Ex-Seriensieger der Tour de France angeblich die Namen der Hintermänner aus seinem Doping-Universum. Bei der Verhandlung ging es um die Rückzahlung erhaltener Prämien für Armstrongs Toursiege zwischen 1999 und 2001 in Höhe von drei Millionen Dollar.

Beide Parteien hatten sich außergerichtlich geeinigt. Teil des Deals soll gewesen sein, dass die Aussage unter Verschluss bleiben sollte. Am Mittwoch wurde das schriftliche Geständnis nun doch publik, nachdem es vom Anwalt des ehemaligen Armstrong-Teamkollegen Floyd Landis in einem Whistleblower-Prozess eingebracht worden war.

Erwähnt wurden von Armstrong vor Gericht nach Angaben der Zeitung unter anderen dessen langjähriger Ex-Teamchef und Mentor Johan Bruyneel, der gesperrte italienische Mediziner Michele Ferrari und seine frühere Masseurin Emma O'Reilly. Bruyneel habe laut Armstrong "beim Einsatz von Dopingmitteln teilgenommen oder assistiert". Der frühere Chef der Teams US Postal, Discovery Channel, Astana und RadioShack hatte eine Mittäterschaft bei Verhandlungen mit der US-Anti-Doping-Agentur (USADA) bereits geleugnet. Bei einer Verhandlung im vergangenen Dezember in London wurde noch kein Urteil gesprochen.

Trotz seiner Offenbarungen kann der tief gefallene Ex-Profi nicht darauf hoffen, dass sein Sportverbot aufgehoben wird. Darauf hatte am Vortag Brian Cookson, Präsident des Radsport-Weltverbandes (UCI), am Rande des Sportkongresses in Belek hingewiesen. Zuständig sei allein die USADA, die Armstrong im Vorjahr verurteilt und vergeblich auf Kooperation gewartet hatte.

Der 42-Jährige, dessen sieben Toursiege von 1999 bis 2005 aberkannt worden waren, blieb dabei, in seinen Comeback-Jahren 2009 und 2010 "clean" unterwegs gewesen zu sein. Außerdem habe er erklärt, "niemandem Geld geboten zu haben", um Doping-Praktiken geheim zu halten.

Seine Aussagen vom November dürften für den noch ausstehenden, von Landis angeschobenen Prozess von größter Bedeutung sein. Mit der US-Regierung als Gegner könnte Armstrong bei einer Verurteilung eine 100-Millionen-Dollar-Strafe drohen. Dabei geht es um die Rückforderungen aus Armstrongs Zeit beim mit Steuermitteln finanzierten Staatskonzern US Postal (1998-2004).

(Quelle: S24)

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