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Barcelona zurück am Thron - "Besser geht es nicht"

Jetzt wird erst einmal gefeiert Salzburg24
Jetzt wird erst einmal gefeiert

Der FC Barcelona ist auf den europäischen Fußball-Thron zurückgekehrt und hat dabei Geschichte geschrieben. Die Katalanen holten als erster Club überhaupt zum zweiten Mal das Triple aus Meisterschaft, Cup- und Champions-League-Titel. Ob Erfolgscoach Luis Enrique Barca erhalten bleibt, ist offen, der 45-Jährige wollte sich nach dem 3:1-Finalsieg gegen Juventus Turin nicht zu seiner Zukunft äußern.

"Berlin krönt ein unersättliches Barca", titelte die spanische Zeitung "El Pais" und sogar das Real-Madrid-nahe Blatt "Marca" stellte fest: "Der FC Barcelona ist Europas Fußballkönig dieses Jahrhunderts. Das war das beste Finale der vergangenen 15 Jahre." Die Katalanen legten den Grundstein für ihr zweites Triple nach 2009 schon nach vier Minuten mit der frühen Führung durch Ivan Rakitic. Spaniens Meister verabsäumte es in der Folge aber den Sack zuzumachen, womit die Partie offen und vor allem nach dem Ausgleich von Alvaro Morata (55.) unheimlich spannend blieb. Luis Suarez (68.) und Neymar (97.) sorgten aber noch für den doch verdienten Barca-Erfolg.

"Ich bin sehr stolz, was wir geleistet haben. Es war ein spektakuläres Jahr und eine historische Saison. Wir haben das Triple gewonnen, besser geht es nicht", jubelte Luis Enrique. Zu Saisonbeginn hätte er es nicht für möglich gehalten, die drei Titel allesamt zu gewinnen. "Man versucht seine Arbeit so gut wie möglich zu machen, mit diesen Spielern geht es um einiges leichter", lobte der Barca-Trainer seine Mannschaft.

Nach dem ersten Champions-League-Sieg seit 2011 ist bereits von dem Beginn einer neuen Ära die Rede. Die Frage ist nur, wer den spanischen Topclub weiter führen wird. Luis Enrique wurde von seinen Kickern noch im Stadion in die Luft katapultiert, zu einem Ja-Wort für die nächste Saison konnte sich der Trainer trotz laufenden Vertrags bis 2016 aber nicht durchringen. "Wir werden am Sonntag in Barcelona feiern. Entscheidungen treffen wir zu einem späteren Zeitpunkt", hielt sich der ehemalige spanische Teamspieler alle Optionen offen.

Im Winter war der Barca-Trainer noch vor dem Rauswurf gestanden, er soll sich mit Superstar Lionel Messi überworfen haben. Im Frühjahr eilte er aber mit Messi und Co. von Erfolg zu Erfolg und krönte seine erste Saison nun mit dem historischen Triple. "Wir hoffen, dass er bleibt. Es gibt neue Herausforderungen", sagte Andres Iniesta. So gilt es für Barca etwa die Aufgabe zu meistern, als erster Club überhaupt den Titel in der Champions League erfolgreich zu verteidigen.

Xavi ist da nicht mehr dabei. Der langjährige Taktgeber des Barca-Spiels nahm Abschied nach 24 Jahren und 25 Titeln. Den letzten nahm der 35-Jährige nach seinem 151. Auftritt in der "Königsklasse" auf dem Balkon des Olympiastadions selbst in Empfang. "Nachdem ich die Trophäe hochgehoben habe, habe ich mich nostalgisch gefühlt, weil ich dieses Trikot nie wieder tragen werde. Es gibt keine Worte um zu beschreiben, wie glücklich ich bin. Barcelona so zu verlassen, ist perfekt", sagte Xavi, der zu Al-Sadd nach Katar wechseln wird.

Ansonsten wird sich das Gesicht der Mannschaft in der nächsten Saison kaum verändern. Kann es auch nicht, schließlich ist der Club von der FIFA noch bis zum Winter mit einem Transferverbot belegt. Bange muss den Fans aber nicht werden, eher den Gegnern. Insbesondere der Wundersturm mit Messi, Suarez und Neymar ist eine kaum auszuschaltende Waffe, "MSN" haben 122 Tore in dieser Saison erzielt.

Den vorletzten Treffer erzielte mit Suarez ausgerechnet jener Spieler, der vergangenes Jahr noch mit seinem Schulterbiss gegen den Italiener Giorgio Chiellini bei der WM negativ aufgefallen und deshalb bis Ende Oktober gesperrt war. Das Risikogeschäft mit dem für 80 Millionen Euro von Liverpool geholten Torjäger hat sich im Nachhinein als kluger Schachzug erwiesen. "Er war eine der wichtigsten Verpflichtungen und hat sie mit Leidenschaft und Willen bestätigt", sagte Luis Enrique über Suarez. 25 Mal hat dieser für Barca getroffen. "Es ist ein Traum", freute sich der Uruguayer, der die anstehende Copa America aufgrund einer Sperre verpasst.

Sonderlob gab es von Barcas Trainer auch noch für Messi und Neymar. "Messi ist unser wichtigster Spieler, das zweite Tor gehört ihm. Er hat wie schon die ganze Saison viel für unser Spiel getan. Und Neymar hat sich nach seiner ersten Saison beim Club weiterentwickelt, seine Auftritte waren spektakulär. Er hat gezeigt, dass er einer der besten Spieler der Welt ist", analysierte Luis Enrique.

Nach ausgiebigen Feierlichkeiten im Stadion sowie auch nach der Partie in Berlin setzten die Katalanen nach der Ankunft in der Heimat am Sonntag ihren Partymarathon fort. Ein Triumphzug auf einem Doppeldecker-Bus durch die Straßen Barcelonas mit einer abschließenden Feier vor 95.000 Fans im Camp Nou war angesagt.

(Quelle: S24)

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