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Das Fernduell der serbischen „Hexer“

Goran Aleksic und Golub Doknic sind Schlüsselspieler im heutigen Derby zum Start der HLA-Meisterrunde.

Handball. Wenn heute nach 40 Tagen Pause um 19 Uhr mit dem Derby der Ländle-Hochburgen Bregenz und Hard der Titelkampf in der Handball-Liga Austria eröffnet wird, stehen zwei Akteure aus dem Land des Vize-Europameisters Serbien besonders im Mittelpunkt. Sowohl beim ÖHB-Rekordmeister aus der Landeshauptstadt als auch bei den „Roten Teufeln“ vom Bodensee hängt viel davon ab, ob Goran Aleksic (Bregenz) bzw. Golub Doknic (Hard) zur Höchstform auflaufen und damit ihrem Team den notwendigen Rückhalt im ewig jungen Prestigeduell geben. Im Grunddurchgang stellten die beiden „Hexer“ ihr Können nicht nur ein Mal eindrucksvoll unter Beweis. Ein altes Handball-Sprichwort lautet, dass man Spiele in der Abwehr gewinnt, und deshalb kommt der Leistung der beiden Goalies im ersten Spiel des Meister-Play-off eine ganz besondere Bedeutung zu.

Kampfansage von Aleksic

Die beiden 29-Jährigen freuen sich auf das insgesamt 59. Ländle-Derby in der HLA, wobei das heutige Heimspiel für Aleksic ganz klar unter dem Zeichen der Revanche steht. Bregenz, in der ewigen Derby-Bilanz klar mit 37:15 in Front, konnte in der laufenden Saison noch kein Duell gegen Hard für sich entscheiden. „Wir sind heiß und wollen eine Revanche. Wir haben das bessere Team und werden siegen“, gibt sich Aleksic selbstbewusst. Unbeirrt von der Kampfansage zeigt sich der Goalie der Gegenseite. Kein Wunder, kommt Doknic doch mit einer weißen Weste nach Bregenz. Für ihn persönlich ist es zwar erst sein drittes Derby, verloren hat er noch keines. „Das sehe ich als gutes Omen. Fix ist, es wird eine heiße Partie“, erklärt Doknic, dem es in kürzester Zeit gelang, sich blendend in Hard zu akklimatisieren. „Vorstand, Verein und das gesamte Team haben mich super aufgenommen, es war leicht sich gut einzufügen. Ich fühle mich sehr wohl in Hard“, erklärt Hards Topmann zwischen den Pfosten, dessen Frau und zwei Kinder nächste Woche ins Ländle kommen.

Respekt vor dem Gegenüber

Vor ihrer Zeit im Ländle sind sie sich öfters in ihrer Heimat gegenübergestanden und respektieren sich. Aleksic: „Golub spielt konstant stark und ist eine Verstärkung für Hard. Ich denke, mit ihm sind sie stabiler als in der letzten Saison.“ Doknic zollt seinem Pendant ebenfalls Respekt: „Goran ist verdammt stark. Zudem ist er ein positiver Mensch der seiner Mannschaft weiterhilft.“ Für beide zählt im Prestigeduell nur ein Sieg. Den Schlüssel dazu sehen sie gleich: Konzentration von der ersten bis zur letzten Minute. Doknic geht aber noch ein Stück weiter: „Bregenz kann wieder auf Risto Arnaudovski zurückgreifen. Der ist gefährlich. Wir brauchen eine ähnlich starke Deckungsleistung wie beim letzten Match in Bregenz (31:26), um als Sieger vom Feld zu gehen.“ Aleksic sieht die Sache durch die Bregenz-„Brille“: „Es gibt schon einige gefährliche Spieler aus Hard. Aber sie sind nicht zu gefährlich für uns, weil wir einfach die bessere Mannschaft sind.“
(Quelle: S24)

Aufgerufen am 12.05.2021 um 08:09 auf https://www.salzburg24.at/sport/sportwelt/das-fernduell-der-serbischen-hexer-59312203

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