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Davis-Cup-Team in der Slowakei 0:2 zurück

Thiem enttäuschte mitgereiste ÖTV-Fans Salzburg24
Thiem enttäuschte mitgereiste ÖTV-Fans

Österreichs Davis-Cup-Team muss schon am Samstag eine vorzeitige Pleite in der Slowakei verhindern. Nach der unerwarteten Viersatz-Niederlage von Dominic Thiem gegen Norbert Gombos verlor am Freitag in Bratislava auch Andreas Haider-Maurer das zweite Single des Euro-Afrika-Zonen-Spiels (2. Runde). Der Niederösterreicher unterlag Lukas Lacko nach 2:58 Stunden mit 6:7(3),6:4,6:4,2:6,3:6.

Damit muss für eine sofortige Rückkehr in die Weltgruppe schon ein kleines Wunder passieren: Denn einen 0:2-Rückstand nach dem ersten Tag aufzuholen, daran haben sich die rot-weiß-roten Mannschaften im Davis Cup bisher immer die Zähne ausgebissen. Doch nur so wäre ein Platz im Weltgruppen-Play-off im September überhaupt gewährleistet. Nach Tag eins in der Aegon-Arena sieht es allerdings eher nach einem Heimspiel gegen Lettland vom 12. bis 14. September aus.

"Im fünften Satz verlieren, ist immer bitter", war Haider-Maurer enttäuscht, der letztlich eine 2:1-Satzführung aus der Hand geben musste. Grundsätzlich sei er mit seinem Service sehr zufrieden gewesen, "aber im vierten und fünften Satz war jeweils ein Aufschlag-Game dabei, in dem ich zwei, drei Eigenfehler gemacht habe. Das war gegen Lacko auf diesem Belag zu viel und wird bestraft."

Er meinte, dass es dem Team nichts bringt, jetzt schon an den Sonntag zu denken. "Natürlich ist es sehr schwierig, aber ich glaube, dass wir trotzdem noch Chancen haben. Es ist wichtig, dass wir uns auf morgen konzentrieren und das 1:2 holen." Thiem habe einen Gegner gehabt, der "einen Lauf" hatte. "Ich bin sicher, er wäre heiß und möchte zeigen, dass er einen Punkt holen kann."

Von der Negativserie, ein 0:2 noch nie aufgeholt zu haben, zeigte sich ÖTV-Kapitän Clemens Trimmel unbeeindruckt. "Serien müssen auch irgendwann wieder einmal gebrochen werden. Wenn wir das an diesem Wochenende schaffen, umso besser." Doch die Enttäuschung nach rund fünfeinhalb Stunden auf der Betreuerbank war auch ihm ins Gesicht geschrieben.

"Natürlich haben wir uns das heute anders vorgestellt und sind alle enttäuscht. Wir müssen das jetzt kurz sacken lassen, aber es sind noch drei Punkte zu vergeben, oft ist der dritte der schwierigste. Wir werden auf jeden Fall nicht aufstecken", versprach Trimmel die Bereitschaft zur Aufholjagd.

Zur Premiere von Thiem meinte Trimmel: "Dominic war vielleicht am Anfang ein bisschen zu verhalten, aber er hat im vierten Satz eine große Chance gehabt, um ins Match zurückzukommen. Weder dem Andy noch dem Dominic kann man einen Vorwurf machen. Es ist für beide bitter, aber es beweist, dass der Davis Cup doch auch seine eigenen Gesetze hat." Trimmel bezog sich vor allem auf die Galaleistung von Norbert Gombos, der weit besser spielte, als es sein Ranking (164.) vermuten ließ.

Thiem musste nach 2:27 Stunden eine 4:6,6:3,3:6,4:6-Niederlage zur Kenntnis nehmen. "Das tut extrem weh. Die Enttäuschung ist sehr groß. Aber er hat ein gutes Match gespielt und ich habe jetzt nicht verloren, weil ich einen gravierenden Fehler gemacht habe", sagte Thiem und ergänzte, "ich habe natürlich ein paar kleine Chancen, die das Match hätten wenden können, nicht genützt."

(Quelle: S24)

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