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DFB-Teamspieler Draxler wechselte von Schalke zu Wolfsburg

Draxler will künftig für Wolfsburg jubeln Salzburg24
Draxler will künftig für Wolfsburg jubeln

Der VfL Wolfsburg hat auf den Abgang von Kevin de Bruyne mit der Verpflichtung von Schalke-04-Offensivspieler Julian Draxler reagiert. Die beiden Clubs der deutschen Fußball-Bundesliga einigten sich am Montag erst kurz vor Transferschluss um 18.00 Uhr. Bayer Leverkusen verpflichtete Mexikos Teamstürmer "Chicharito" Javier Hernandez.

Draxler wird mit geschätzten 35 Millionen Euro zum teuersten Bundesligaeinkauf des VfL, er unterzeichnete einen Fünfjahresvertrag. "Wir haben uns aus zwei Gründen dazu entschlossen, das Angebot des VfL Wolfsburg anzunehmen: Über die konkreten Ablösemodalitäten geben wir keine Auskunft, können aber sagen, dass wir wirtschaftlich die größte Einnahme erzielen, die je ein Transfer in der Geschichte unseres Clubs erbracht hat. Zudem kommen wir dem ausdrücklichen Wunsch von Julian nach, den Verein zu wechseln", begründete Schalke-Manager Horst Heldt den Beschluss.

Die Wolfsburger haben große Erwartungen in den 21-jährigen DFB-Teamspieler. "Julian war unser Wunschspieler, und durch den Wechsel von Kevin de Bruyne konnten wir seine Verpflichtung jetzt realisieren", sagte VfL-Geschäftsführer Klaus Allofs. Draxler erklärte, Wolfsburg sei "eine neue Herausforderung für mich. Ich möchte weiterhin auf Top-Niveau Fußball spielen". Der seit 2001 bei Schalke tätige Mittelfeldspieler bestritt für die Knappen 119 Bundesliga-Spiele und erzielte 18 Tore. Draxler gehörte 2014 zum deutschen Kader, der in Brasilien Weltmeister wurde.

Die Schalker verzichteten darauf, einen Ersatzmann für die Offensive zu holen. Die Wolfsburger müssen die Abgänge von Rekordtransfer De Bruyne (um 75 Mio. Euro zu Manchester City), Ivan Perisic (Inter Mailand) und Aaron Hunt (Hamburger SV) verkraften. Geholt wurde neben Draxler auch noch das 17-jährige Mittelfeldtalent Ismail Azzaoui von Tottenham. Verstärkt wurde zudem noch die Defensive mit dem Brasilianer Dante von Meister Bayern München. Der 31-jährige Innenverteidiger erhält einen Dreijahresvertrag. Über die Ablösemodalitäten vereinbarten beide Seiten Stillschweigen.

Salzburgs Jonatan Soriano ist nicht bei Bayer Leverkusen gelandet. Der deutsche Champions-League-Teilnehmer konnte dafür den Mexikaner Hernandez um geschätzte zwölf Mio. Euro vom englischen Topclub Manchester United geholt. Der 27-jährige Hernandez war in der vergangenen Saison an Real Madrid verliehen, kam bei den Königlichen aber nur selten von Beginn an zum Einsatz.

Für United hatte "Chicharito" zuvor in 157 Pflichtspielen 59 Tore erzielt und 20 Assists beigesteuert. Bei der Truppe von Chefcoach Roger Schmidt erhielt er einen bis 2018 gültigen Vertrag. Zuvor hatten die Leverkusener bereits den Ex-Salzburger Kevin Kampl von Borussia Dortmund unter Vertrag genommen. Das Duo soll dafür sorgen, den 30-Millionen-Euro-Abgang des Koreaners Son Heung-min zu Tottenham vergessen zu machen. "Die Bundesliga ist extrem offensiv ausgerichtet, sie übt auf mich einen großen Reiz aus", sagte "Chicharito", der für sein Nationalteam in 74 Länderspielen 40 Mal getroffen hat.

Borussia Dortmund verpflichtete unterdessen Adnan Januzaj leihweise bis Sommer von Manchester United. Den 20-jährigen belgischen Offensivspieler hatten mehrere europäische Topclubs auf dem Radar. Januzaj konnte sich bei ManUnited bisher keinen Stammplatz erkämpfen, in 47 Partien brachte er es auf fünf Tore. Sein Vertrag bei den Red Devils läuft noch bis 2018. "Adnan ist ein hoch veranlagter und technisch versierter Spieler, der unsere Offensivabteilung komplettiert", sagte BVB-Sportdirektor Michael Zorc über den sechsfachen belgischen Teamspieler.

Der schlecht in die Saison gestartete VfB Stuttgart schlug ebenfalls auf dem Transfermarkt zu. Der punktlose Tabellenvorletzte sicherte sich die Dienste des Australiers Robbie Kruse. Der 26-jährige Offensivspieler wurde bis Saisonende vom Ligarivalen Bayer Leverkusen ausgeliehen. ÖFB-Kicker Martin Harnik bekommt damit in der Offensive einen neuen Konkurrenten.

Einen neuen Teamkollegen bekommt auch Kapitän Julian Baumgartlinger beim FSV Mainz 05. Mit dem Kolumbianer Jhon Cordoba wurde ein neuer Mittelstürmer verpflichtet. Der 22-Jährige wurde bis zum Saisonende vom spanischen Erstligisten FC Granada ausgeliehen, wobei die Mainzer eine Kaufoption haben. Cordoba soll den nach England zum Christian-Fuchs-Club Leicester City abgewanderten Shinji Okazaki im Angriffszentrum ersetzen. Abgegeben wurde dafür der südkoreanische Nationalspieler Koo Ja-cheol an den FC Augsburg. Der 26-jährige Offensivspieler hatte bereits zwischen 2012 und 2013 für den Arbeitgeber von Ex-ÖFB-Teamtormann Alexander Manninger gespielt.

(Quelle: S24)

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