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Dragovic wechselt zu Bayer Leverkusen: Vertrag bis 2021

Neue Aufgabe für ÖFB-Teamspieler Dragovic Salzburg24
Neue Aufgabe für ÖFB-Teamspieler Dragovic

Die Zukunft von ÖFB-Teamverteidiger Aleksandar Dragovic ist geklärt. Der 25-jährige Wiener wechselte vom ukrainischen Meister Dynamo Kiew in die deutsche Fußball-Bundesliga zu Bayer Leverkusen. Dies gaben die beteiligten Clubs am Dienstagabend bekannt. Über die Ablösesumme wurde Stillschweigen vereinbart, Dragovic unterschrieb beim Champions-League-Teilnehmer einen Vertrag bis 2021.

Laut "Bild" liegt die Ablösesumme bei 18 Millionen Euro, laut "Kurier" bei rund 20 Millionen Euro. Damit wäre Dragovic der teuerste österreichische Fußballer. Schon bisher hielt er diesen Rekord, Kiew überwies 2013 neun Millionen Euro an den FC Basel.

Der Innenverteidiger wurde in den vergangenen Jahren immer wieder mit einem Wechsel in eine der großen europäischen Ligen in Verbindung gebracht. Erst am Wochenende spekulierten englische Medien neuerlich über das Interesse von Leicester City. Nun ist der Wechsel nach Leverkusen fixiert.

Die teuersten Österreicher-Transfers

Aleksandar Dragovic: Dynamo Kiew zu Bayer Leverkusen (2016) - 18,0 Millionen Euro
Aleksandar Dragovic: FC Basel zu Dynamo Kiew (2013) - 9 Millionen Euro
Marc Janko: Red Bull Salzburg zu Twente Enschede (2010) - 6,5 Millionen Euro
Marko Arnautovic: Twente Enschede zu Werder Bremen (2010) - 6,2 Millionen Euro
Kevin Wimmer: 1. FC Köln zu Tottenham Hotspur (2015) - 6 Millionen Euro
Alessandro Schöpf: 1. FC Nürnberg zu Schalke 04 (2016) - 5,5 Millionen Euro
Christian Fuchs: FSV Mainz 05 zu Schalke 04 (2011) - 5 Millionen Euro
Erwin Hoffer: Rapid Wien zu SSC Napoli (2009) - 5 Millionen Euro
Martin Stranzl: VfB Stuttgart zu Spartak Moskau (2006) - 4,5 Millionen Euro
Andreas Ivanschitz: Rapid Wien zu Red Bull Salzburg (2006) - 4 Millionen Euro
Walter Schachner: AC Cesena zu AC Torino (1983) - 3,85 Millionen Euro

Dragovic: Umfeld in Leverkusen perfekt

"Das Umfeld ist perfekt, der Erfolgshunger deutlich spürbar, Leverkusen ist für mich der richtige Schritt, ich bin extrem froh und erleichtert, dass die Vereine nach intensiven Verhandlungen eine Einigung erzielt haben", sagte Dragovic in einem Statement über seinen neuen Club. Das Interesse von Leverkusen am 49-fachen Internationalen war seit Wochen bekannt.

"Bayer Leverkusen hat von Beginn an klargemacht, dass sie mich wollen, nie locker gelassen und sehr hart um mich gekämpft. Das imponiert mir extrem, gleichzeitig pusht es mich. Ich möchte dieses Vertrauen so rasch wie möglich zurückzuzahlen und werde vom ersten Tag an alles reinhauen", meinte Dragovic. Leverkusen beendete die vergangene Bundesliga-Saison auf Rang drei und hat damit einen Fixplatz in der Gruppenphase der Champions League.

Alte Bekannte bei Bayer

Mit Kiew hat Dragovic in dieser Saison bereits fünf Runden absolviert, die deutsche Bundesliga startet ihre Saison am kommenden Wochenende. "Die Akkus sind voll, jetzt ist auch der Kopf klar. Ich kann mich ausschließlich auf das Sportliche konzentrieren und werde alles daran setzen, so schnell wie möglich ein Teil der Bayer-Mannschaft zu werden", kündigte Dragovic an.

In Leverkusen trifft er mit Julian Baumgartlinger und Ramazan Özcan auf zwei Nationalteam-Kollegen, die ebenfalls erst in diesem Sommer nach Leverkusen wechselten. Mit den beiden treffe er auf "zwei alte Bekannte und Freunde", so Dragovic. "Das ist eine super Sache, zumal ich mir sicher bin, dass beide den sportlichen Prozess durch ihre Qualitäten bereichern werden."

Schwieriger Transfer

Leverkusen-Geschäftsführer Michael Schade deutete an, dass die Umsetzung des Transfers nicht einfach war. "Wir haben uns vorgenommen und es auch umgesetzt, unseren Kader zusammenzuhalten und punktuell zu verstärken. Wir sind froh, dass unsere Geduld in dieser recht schwierigen Personalie zum Erfolg geführt hat. Es war nicht leicht, umso glücklicher sind wir, dass es doch noch geklappt hat", sagte Schade. In Kiew wäre Dragovic noch bis 2018 unter Vertrag gestanden.

Zuletzt hatte Leverkusen-Sportdirektor Rudi Völler angekündigt, der Transfer ginge nur über die Bühne, wenn Verteidiger Ömer Toprak den Verein verließe. Dortmund galt als größter Toprak-Interessent, ein Wechsel ist bis dato aber noch nicht über die Bühne gegangen.

(APA)

(Quelle: S24)

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