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Eishockey-WM

Ärgert Österreich die Eidgenossen?

Die Schweizer gehen mit zwei Siegen im Gepäck in die Partie
Gelingt den Österreichern gegen die Schweiz eine WM-Überraschung?

Das erste WM-Wochenende war für Österreichs Eishockey-Nationalteam erfolglos. Auch am Dienstag (20:15 Uhr/live ORF Sport +) wäre ein Punktegewinn eine Überraschung, wartet doch mit der Schweiz der Vizeweltmeister, der in Bratislava auf dem besten Weg ins Viertelfinale ist. Hoffnung gibt allerdings ein Blick in die jüngere Vergangenheit.

Die ÖEHV-Auswahl hat in den vergangenen zwei WM-Duellen mit den Eidgenossen sehr gute Figur gemacht. 2015 in Prag gab es einen 4:3-Erfolg nach Penaltyschießen, im Vorjahr in Kopenhagen eine 2:3-Niederlage nach Verlängerung. "Die Schweizer sind Vizeweltmeister, einen Penaltyschuss weg vom Weltmeistertitel", erinnerte Teamchef Roger Bader an die Erfolgsgeschichte seiner Heimat im Vorjahr. "Das ist eine absolute Topmannschaft, die das Halbfinale zum Ziel hat. Man muss wissen, gegen wen es geht, nicht dass man denkt, im Vorjahr haben wir einen Punkte geholt und dieses Mal sind es zwei. Natürlich versuchen wir es wieder, aber wer der Favorit ist, ist sehr deutlich klar", betonte der Schweizer.

So will Österreich die Schweizer ärgern

Um erfolgreich zu sein, muss alles zusammenpassen, weiß Bader und gab gleich die Taktik vor: "Einfaches, geradliniges Eishockey, diszipliniert, man muss härter kämpfen und hoffen, dass der Torhüter eine überragende Partie spielt. Die Torhüterleistungen waren gut, aber ich bin noch nicht ganz zufrieden. Um einen Favoriten zu schlagen, brauchen wir nicht nur eine gute, sondern eine Weltklasseleistung".

Ob David Kickert oder Bernhard Starkbaum den Vorzug erhält, ließ der Teamchef offen. Bei den Feldspielern wird es auf jeden Fall Änderungen geben. Alexander Cijan und der 19-jährige Schweiz-Legionär Benjamin Baumgartner (HC Davos) wurden offiziell genannt. "Die Chance ist gut, dass einer oder beide zum Einsatz kommen", kündigte Bader an und ließ durchklingen, dass Baumgartner sein WM-Debüt geben wird.

Heinrich und Co. hoffen auf Überraschung

Die Spieler hoffen jedenfalls auf eine neuerliche Überraschung, sind aber realistisch. "Bei den letzten zwei A-WM's haben wir gegen sie gut gespielt und jedes Mal Punkte geholt. Heuer haben sie aber sicher einen stärkeren Kader als in letzten Jahren", sagte Dominique Heinrich. So stehen Teamchef Patrick Fischer fünf der 13 Schweizer NHL-Spieler zur Verfügung. Darunter Roman Josi, Kapitän der Nashville Predators und einer der besten Abwehrspieler, und der 20-jährige Center Nico Hischier, der 2017 von den New Jersey Devils als erster Schweizer als Nummer 1 im NHL-Draft gewählt worden ist. Den Schweizern ist der Einstieg in die WM mit zwei Siegen geglückt, sie bleiben aber zurückhaltend. Die Österreicher "haben zweimal gespielt und zweimal verloren, sie sind sicher nicht happy. Wir hatten gegen sie im Vorjahr ein schwieriges Startspiel. Sie sind läuferisch gut, sie kämpfen, wir müssen aufpassen", sagte Fischer.

"Es darf diesmal nicht wieder passieren, dass wir während des Spiels plötzlich nachlassen. Wir müssen gegen Österreich den Rhythmus 60 Minuten lang hochhalten, unser Spiel durchziehen", forderte Michael Fora, Clubkollege von Dominic Zwerger und Fabio Hofer bei Ambri-Piotta. "Der Sieg gegen Lettland war ein sehr wichtiger Schritt in Richtung Viertelfinale, jetzt geht es darum, gegen Österreich den nächsten Schritt zu machen", erklärte er. Die beiden Teams sind im gleichen Hotel untergebracht, zumindest bei Ambri versteht man sich bestens untereinander. Für 60 Minuten lässt Hofer die Freundschaft aber ruhen. "Die Schweiz ist ein Erzrivale, das ist immer cool zu spielen. Wir wollen Gas geben und Punkte holen", so Hofer.

(APA)

(Quelle: APA)

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